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Zwerg Drahtbart kennt sich aus

Zwerg Drahtbart sagt gerne was er denkt

Das Alteractal ist derzeit nicht mehr das, was es einmal war. Zum einen liegt das daran, dass die Schlachtfelder nicht soviel Zulauf bekommen, wenn es noch relativ neuen Cotent in der freien Welt und jede Menge Bedarf an XP zum Leveln gibt. Zum anderen aber an einem erheblichen Mangel des Anmelde- und Zulassungsmechnismus, mit dem man auf das Schlachtfeld kommt, der jedoch leicht zu beheben wäre.

Vor dem Erscheinen von Wrath of the Lichking war das Alteractal eine feine Sache. Jedenfalls, wenn man Lvl 70 oder nicht viel darunter war. Zu einigrmaßen normalen Zeiten gab es immer eine ganze Reihe von laufenden Instanzen, so dass man nie lange warten musste nachdem man sich angemeldet hatte. Meist kam bereits einige Sekunden nach der Anmeldung auch schon der Dialog mit der Einladung.

Ein hartes Brot war es auch früher…

Zwar war die Horde oft überlegen und man musste sich als Alli mit dem zweiten Platz begnügen. Es waren aber neben der einen Marke für die Mitglieder der Verliererpartei doch immerhin einige Ehrenhafte Siege drin, vor allem wenn, wie so oft, die Schlacht durch Zergen entschieden wurde.  So konnte man nach und nach doch zu dem einen oder anderen epischen Ausrüstungsteil und zu einem Streitwidder der Sturmlanzen kommen, der ja für einen ordentlichen Zwerg unerlässlich ist.

alterac01

Das Alteractal war mal eine feine Sache...

Es war wohl immer wieder  frustrierend, dass Orks, Tauren und Co.  augenscheinlich besser organisiert waren und man öfter verlor als gewann. Dafür war es dann aber umso schöner, wenn man es den Hordlern doch einmal so richtig zeigen konnte und die Allianz siegreich war.  Das Alteractal hatte überdies sehr durch die Einführung der Verstärkungspunkte gewonnen. Dadurch können die Schlachten nicht mehr, wie früher, potentiell unendlich lange gehen. Das wirkt sich vor allem dann aus, wenn man nicht so sehr die Ehre, sondern die Marken brauchte, wie etwa für die epischen Belohnungs-Reittiere.

… aber heute ist es grauenhaft

Leider ist das Alteractal derzeit absolut nicht mehr das, was es vor WotLK war. Das größte Problem ist jedoch nicht das nach dem Erscheinen der Erweiterung zunächst stark verminderte Interesse an den BGs. Dieses Problem bessert sich bereits, weil es mittlerweile schon wieder eine Menge Chars auf der neuen Maximalstufe 80 gibt, die wieder auf die BGs wollen.

Das große und eigentliche Problem jedoch ist, dass derzeit wesentlich mehr Hordler als Allis für das Alteractal melden – und Blizzard sie auch alle hinein lässt. Dadurch steht – zumindest in meinem Realmpool Schattenbrand – die Allianz regelmäßig einer doppelten bis dreifachen Übermacht der Horde gegenüber.

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... aber bei einem derartigen Kräfteverhältnis...

Bei solchen Verhältnissen ist es für Allianz-Spieler natürlich vorbei mit dem Spielspaß. Dass allerschlimmste aber ist, das dieses Problem sich  nicht bessert, sondern naturgemäß verstärkt: Je leichter es für die Horde und je schwerer es für die Allianz wird, desto mehr Hordler und desto weniger Allis kommen auf das Schlachtfeld. Verschlimmert wird das ganze auch noch dadurch, dass die Horde in dieser Situation natürlich wesentlich mehr Ehre und Marken einheimst. Die eingefleischten Schlachtfeldgänger der Horde werden so nicht nur zahlenmäßig, sondern auch von der Kampfkraft der einzelnen Chars her immer stärker.

Selbstverstärkende Tendenz

Auf lange Sicht kann sich das unter Umständen sogar nicht nur auf das Verhältnis der Spielerzahlen auf dem Schlachtfeld, sondern auch auf das Horde/Alli-Verhältnis auf dem Server allgemein auswirken: Die guten Möglichkeiten auf dem Schlachtfeld an ansehnliches PvP-Equip zu kommen könnte durchaus eine Rolle spielen, bei der Entscheidung, auf welcher Seite man spielen will. Dazu kommt noch, dass sich die Anzahl und Kampftstärke der Spieler ja auch auf das freie PvP auswirkt. Und damit auf die Wahrscheinlichkeit, mit der man in der in der Welt draußen eins auf die Mütze bekommt. Was sich wiederum beim Erstellen von neuen Chars auf die Wahl der Seite auswirken und auch Grund für Serverwechsel sein kann.

... sieht davon hauptsächlich die Friedhöfe.

... sieht zwerg davon hauptsächlich die Friedhöfe...

Aus diesen Gründen haben ausgeprägte Alli- bzw. Hordeserver und -Realmpools sicherlich die Tendenz das Übergewicht der jeweiligen Seite eher zu verstärken als von sich aus abzubauen. Natürlich kann ich, was die Hordenlastigkeit betrifft, nur von meinem eigenen, hauptsächlich bespielten Server, dem Echssnkessel sprechen. Allerdings ist eine Allianzlastigkeit eines Servers bzw. Realmpools genausowenig wünschenswert, da sie die gleichen Probleme aufwirft.

Lösungsmöglichkeit

Gegen das Übergewicht der einen Seite auf einem Server etwas zu tun, dürfte nicht so einfach sein. Das ist einzusehen. Blizzard hat es nicht in der Hand, ob sich ein Spieler, der einen neuen Char erstellt, für eine Horden- oder eine Allianzrasse entscheidet.

Was aber leicht zu korrigieren wäre, das ist das Übergewicht einer Seite auf einem Battleground. Dazu wäre lediglich eine einfache Änderung am Mechanismus erforderlich, welcher den Zugang zum Schlachtfeld regelt: die Software müsste zunäscht ganz einfach nur immer abwechselnd je einen Alli und einen Hordler zum Battleground zulassen.  Auf diese Weise könnte eine Seite immer nur höchstens einen Spieler mehr haben als die andere.

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... und auch die Ausbeute ist nicht sonderlich zufriedenstellend.

Etwas problematischer wird das ganze natürlich dadurch, dass immer wieder einmal Spieler abspringen und so doch wieder ein Übergewicht einer Seite entstehen könnte. Aber auch dass ist nicht weiter schlimm: Spieler verlassen das Schlachtfeld vor allem dann, wenn sie sehen, dass die Gegenseite in der Übermacht ist. Bei einem ausgeglichenen Verhältnis passiert das nicht so oft und vor allem statistisch gesehen auf beiden Seiten gleich häufig: Toilettendrang, Ruf zum Mittagessen, Besuch usw.  kommen sowohl bei Hordlern als auch bei Allis vor.

Außerdem würde auch hier wieder der vorgeschlagene Mechanismus helfen, selbst wenn sich z.B. eine ganze Fünfergruppe verabschiedet: Solange eine Seite mehr Spieler hat, werden eben nur Spieler der Gegenseite zugelassen. Dadurch gleicht sich das Übergewicht  wenigstens zum Teil aus und kann sich vor allem nicht durch Neuzugänge bei der eh‘ schon überlegenen Seite weiter verstärken.

Warum ein solcher Mechanismus nicht schon lange von Blizzard installiert wurde, ist absolut unverständlich. Schließlich pfeift auch kein Schiedsrichter ein Fußballspiel an, wenn von der einen Mannschaft erst fünf oder sechs Spieler auf em Platz sind. Natürlich kann man ein Schlachtfeld auch öffnen bevor die Sollstärke auf beiden Seiten erreicht ist – aber bitte so, dass auf beiden Seiten etwa gleichviel Spieler sind.

Und der einzelne Spieler?

Was kann nun der einzelne Spieler tun? Leider nicht viel, aber doch ein bisschen etwas: Vor  allem desertiert nicht, wenn ihr seht, dass die Gegenseite in der Überzahl ist. Das gibt nicht nur eine Sperre, sondern macht es Euren Kameraden noch schwerer. Vor allem aber nimmt man, auch wenn es gewaltig auf die Mütze gibt, immerhin eine Marke und in aller Regel wenigstens noch ein paar Ehrenhafte Siege und Ehrenpunkte mit. Außerdem: Dreimal haushoch verlieren kann schneller gehen als einmal gewinnen und bringt ebenfalls drei Marken ein, wenn auch nicht soviel Ehre. Wer vor allem die Marken braucht, kann sich so behelfen, auch wenn es ein wenig frustrierend ist.

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