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Posts Tagged ‘Terry Pratchett’


Terry Pratchett ist en Liebhabern anspruchsvoller Fantasy schon seit vielen Jahren ein Begriff. Nun wird man vom „Douglas Adams der Fantasy“ auch noch weitere Science-Fiction-Geschichten zu lesen bekommen. Das neue und gleichzeitig alte Projekt geht zurück auf eine Sache, die der Erfinder der Scheibenwelt bereits 1986 begonnen, dann aber irgendwann nicht mehr weiter verfolgt hatte.

„Ich dachte mir, die Scheibenwelt ist Fantasy und ich wollte zu meiner ersten Liebe zurückkehren, welche die Science Fiction ist“, verrät der Autor. Er hatte bereits in den Siebzigern und frühen Achtzigern mit „Strata“ und „Die dunkle Seite der Sonne“ zwei Science-Fiction-Romane geschrieben. Nach dem Scheibenwelt-Roman „Das Erbe des Zauberers“ (Equal Rites) begann er daher zunächst mit dem Science-Fiction-Roman „The Long Earth“, in dem es um eine Reihe von Parallelwelten geht. Der Erfolg der Scheibenwelt-Romane bewog ihn dann jedoch, die Fantasy-Schiene weiter zu verfolgen, was uns eine lange Reihe hinreißender Romane escherte, die man alle durchaus mehr als einmal lesen kann.

Colin Smythe, Pratchetts Agent stöberte nun irgendwann auf der Suche nach Material für eine Compilation die Archive des Meister durch. Dabei  fand er den angefangenen Roman und zwei Kurzgeschichten. „Mir ging auf,  dass man mit diesem Material eine ganze Menge machen kann“, meint Terry. Er will daraus nun zusammen mit dem Science-Fiction-Autor Stephen Baxter eine Romanreihe machen.

Die neue alte Geschichte basiert auf der Quantentheorie und auf der Annahme, das es eine unüberschaubare Anzahl von Erden gibt, die sich alle nur durch jeweils ein Elektron unterscheiden. „Wie es bei einer Menge Science Fiction, oder zumindest bei dem Zeug, das mich interessiert, der Fall ist, kann man damit etwas anfangen, das jede Menge Spaß macht“, meint Terry Pratchett.

Der neue Roman-Zyklus befasst sich im Grunde mit der Frage, in wieweit Kriege mit der Knappheit von Land zu tun haben.  Man hat fast aus Versehen einen Weg gefunden, zwischen der Erde und ihren fast unbewohnten Schwestern hin und her zu reisen, so dass die ultimative und letzte Landnahme stattfindet.

Auf  dieser Annahme baut Pratchetts Geschichte auf und wird daraus logisch fortentwickelt, so wie die Skurillitäten der Scheibenwelt auch ganz logisch werden, wenn man die zugrunde liegenden Gegebenheiten kennt.  „In der Science Fiction gibt es eine Regel, die einem eine einzige unmögliche Sache erlaubt. Unsere ist es, anzunehmen, dass an von einer Welt in die andere reisen kann“, erklärt Terry und will uns herausfinden lassen, was passiert, wenn die Menschen mit dieser Tatsache konfrontiert werden. Natürlich wird auch der Humor wieder nicht zu kurz kommen, aber der darf laut Terry Pratchett nicht alleiniger Inhalt sein: „Humor muss aus der Situation kommen, nicht daher, weil man meint jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um einen Witz einzubauen.“

Noch etwas mehr über die neuen Romanreihe, allerdings auf Englisch,  steht in diesem Guardian Artikel.

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Ich halte ja eigentlich nicht viel vom Verblödungskasten, also vom Fernsehen und von den Privatsendern schon gar nichts. Ab und zu kommt jedoch auch im Prollglotz, also im Unterschicht-Fernsehen, wie es Harald Schmidt nennt, etwas Brauchbares. So zum Beispiel heute abend in RTL und zwar um 20.15 h: Ein Film von der Scheibenwelt.

Terry Pratchett schrieb die Bücher über die skurrile, flache Welt, die entsprechende dem alten indischen Weltbild  auf dem Rücken vierer riesiger Elefanten ruht, die wiederum auf dem Panzer einer noch riesigeren Schildkröte stehen, die durch die Weiten des Universums schwimmt. Zu sehen ist heute zur Prime Time die Verfilmung des zweiten der Scheibenweltromane von Terry Pratchett, Das Licht der Phantasie (Originaltitel: The Light Fantastic): Darin hat der unfähigste Zauberer der Scheibenwelt, Rincewind, haarsträubende Abenteuer mit dem ersten Touristen der Scheibenwelt Zweiblum (Twoflower heißt er im englischen Original) und seiner magischen Truhe (The Luggage) zu bestehen.

Einem Touristen passiert auch auf der Scheibenwelt nichts…

Rincewind ist – dumm gelaufen – Reiseführer von Zweiblum geworden, welcher selbst in den gefährlichsten Situationen der felsenfesten Überzeugung ist, dass ihm nichts passieren werde, da er ja schließlich lediglich Tourist ist und mit den jeweiligen Geschehnissen nichts zu tun hat. Außerdem glaubt er unerschütterlich daran, dass alle Menschen (und anderen Humanoiden) im Grunde freundlich seien und man jegliche Probleme aus der Welt schaffen könne, wenn man darüber redet.

Tatsächlich überstehen die beiden auch die haarsträubendsten Abenteuer, allerdings aus einem ganz anderen Grund: Im Kopf von Rincewind, dem schlechtesten Zauberer der Scheibenwelt, hat sich ein unglaublich mächtiger Zauberspruch aus einem unglaublich gefährlichen Zauberbuch eingenistet. Da höhere Mächte mit diesem Zauberspruch noch etwas vorhaben, darf seinem Träger nichts passieren.

Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei aber auch Die Truhe, denn die ist aus intelligentem Birnbaumholz gefertigt, läuft ihrem Besitzer auf einer Unzahl von kleinen Beinen hinterher und kann auch sonst weit mehr als ein gewöhnlicher Koffer. Und das macht sie zu einem idealen Begleiter auf Reisen durch die Scheibenwelt, bei denen man in recht üble Situationen geraten kann.

Das Buch zum Scheibenwelt-Film

Im Buch – ob es im Film auch so ist, weiß ich noch nicht, denn auch ich werde ihn auch zum ersten Mal sehen – kommen übrigens verschiedene Personen vor, die in einigen der vielen weiteren Scheibenweltromane eine Rolle spielen und immer wieder vorkamen, so lange Terry Pratchett Scheibenwelt Geschichten schrieb. Unter anderem erfährt man aber auch, warum der Bibliothekar der Unsichtbaren Universität ein Orang Utan ist.

Bekanntlich wird man ja meistens die Verfilmung eines Buches schlechter finden als das Buch. Seien wir aber nicht zu pessimistisch sondern lassen uns überraschen, wie gut die Filmemacher das Buch umgesetzt haben und ob es ihnen gelungen ist, echtes Scheibenwelt-Flair zu erzeugen…

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