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Posts Tagged ‘Herr der Ringe Online’

HdRO besticht vor allem auch mit einem hinreißenden Ambiente wie hier in Bree...

 Zu den Spielen, die in der Sorte von Fantasy-Welten angesiedelt sind, die mir gefallen, zählt neben World of Warcraft, Forsaken World oder Drakensang zweifelsohne auch Herr der Ringe Online. Da dieses Spiel seit einiger Zeit „free to play“ ist, kam ich neulich auf die Idee, es einmal damit zu versuchen. Vorab gesagt, es lohnt sich, sich diese Spiel einmal anzusehen, vor allem auch für denjenigen, der Wert auf ein grafisch gut gemachtes, stimmungsvolles und abwechslungsreiches Ambiente – kurzum: eine schöne Spielwelt – legt.

John Ronald Reuel Tolkien ist nicht – wie viele wohl meinen – der Erfinder der Fantasy. Es gab bereits vor dem Zweiten Weltkrieg in den USA eine recht ansehnliche Fantasy-Szene, aus der wenig bekannte Gestalten wie Fafhrd und der Graue Mausling stammen, aber auch der Cimmerer Conan, der durch die beiden Filme mit Arnold Schwarzenegger in den 80ern bekannt wurde und auch heute noch fast jedem ein Begriff ist. Allerdings kann man auch sagen, das die Sorte Fantasy-Welten, die ich mag – mit Zwergen, Orks und dergleichen wie Dere, Krynn und Abeir-Toril – sich im Prinzip mehr oder weniger auf Tolkiens Mittelerde stützt. Auch wenn sich der Herr der Ringe vielleicht etwas zäh liest, ist er doch einer der Zyklen bzw. Bücher, die ich liebe, genauso wie den Hobbit, den ich jedem nur als „Vorübung“ für die Ring-Romane empfehlen kann, da er sich wesentlich leichter liest. Von den herrlichen Filmen ganz zu schweigen… Zum Glück soll ja jetzt auch die Hobbit-Verfilmung endlich kommen; hoffen wir, dass sie genauso hinreißend wird wie die des Herrn der Ringe.

... oder in der freien Landschaft ganz in der Nähe

Vor diesem Hintergrund war es natürlich längst überfällig, einmal in das MMOPRG Der Herr der Ringe Online auch als HdRO oder LotRO (Kürzel des englischen Titels) bekannt, hineinzuschauen. Zufällig bekam ich dann beim Aufräumen eine uralte Buffed-Ausgabe in die Finger, der eine DVD mit dem Spiel beilag. Tatsächlich ließ sich Spiel installieren, auch wenn es etwas dauerte, weil die Version noch aus der vor-Turbine-Zeit stammte und vor allem umfangreiche Updates gesaugt werden mussten. Dann jedoch lief das Spiel auf Anhieb einwandfrei.

Unterwegs mit einem Zwerg

Ich baute mir also – was denn auch sonst – gleich einmal einen Zwerg und ließ ihn Mittelerde betreten. Was mir eigentlich nicht gefällt, ist, dass es keine Zwerginnen gibt. Darüber kann man jedoch nicht gut meckern, denn das ist bei Tolkien eben so. Ich vermute, er hatte sie womöglich zunächst schlichtweg vergessen. Die Aussage aus dem Anhang der Ringe, nach der es laut Gimli nur etwa halb so viel Zwerginnen gäbe wie Zwerge, und diese dann auch noch angezogen nicht von den männlichen zu unterscheiden seien, hat er sich vielleicht nur schnell einfallen lassen, als man ihn danach fragte und ihm siedendheiß einfiel, dass er selbst noch nie darüber nachgedacht hatte, wo die kleinen Zwerge herkommen.

Bei Zwergens muss es wohl - egal in welcher Welt - grundsätzlich immer kalt sein....

Als eingefleischter WoW-Spieler muss man sich natürlich etwas umgewöhnen, aber das lässt sich ertragen. Immerhin kann man mit der WASD-Steuerung den Charakter mit „A“ und „D“ drehen, was sich bei Forsaken World nicht einstellen lässt und mich furchtbar stört. Nett ist auf jeden Fall schon einmal, dass man am Anfang ein wenig herumgeführt und mit den wichtigsten Dingen vertraut gemacht wird. Wenn man einen Zwerg spielt, übernimmt das Gandalf, eine der sympathischsten Figuren von ganz Mittelerde.

Was die im Netz verfügbaren Informationen betrifft, werden Umsteiger von WoW sich jedoch bei Herr der Ringe Online ziemlich aufs Trockene geworfen fühlen. Da HdRO lange nicht von so vielen Leuten gespielt wird wie World of Warcraft, gibt es natürlich auch lange nicht so viele, die ihre Erfahrungen anderen in Form von Guides, Questkommentaren und dergleichen zur Verfügung stellen. Was mir besonders fehlt, ist eine Datenbank wie sie Buffed.de für Rundes of Magic und WoW zur Verfügung stellt, die mir bei letzterem vor allem beim Questen, aber auch beim Craften ein wertvoller Helfer ist. Schade, aber man muss eben damit leben.

Zauberhafte Landschaften: Ob Winternacht im Thrain-Tal...

Wenn man schon World of Warcraft gespielt hat, kommt man gleich ganz gut zurecht. Das Kämpfen funktioniert im Prinzip genauso wie dort: Man kauft sich nach und nach Fähigkeiten, deren Icons man in die Zugriffsleiste zieht und mit Mausklick oder Hotkey benutzen kann. Auch das Questen läuft im Prinzip auf die gleiche Art ab,wie bei WoW und auch den ganzen anderen Games aus diesem Genre. Und natürlich bekommt man wie allgemein üblich Erfahrungspunkte für Kills und erledigte Quests, die einen nach dem Erreichen der jeweils erforderlichen Anzahl in den nächsten Level bringen.

... oder Sommertag im Binsenmoor

 Bezaubernde Grafik

Die Welt ist ganz ähnlich wie bei World of Warcraft im Prinzip durchgängig begehbar, man kann zum Beispiel von Torins Halle in den Ered Luin bis nach Bree in Breeland fußeln, was jedoch eine ganze Weile dauert. Im Gegensatz World of Warcraft werden jedoch Innenräume wie Minen, Häuser und dergleichen beim Betreten nachgeladen.

Im tänzelnden Pony zu Bree

 Was mir besonders gefällt, ist die Grafik. Hier kann sich World of Warcraft mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Vielleicht reicht sie nicht ganz an die von Drakensang heran, ist aber durchaus damit zu vergleichen. Die Landschaften sind wunderschön, vor allem auch, was den Blick in die Ferne angeht. Die Bäume sind wesentlich besser gemacht und die Berge lassen einen nicht ständig fragen, mit welcher Art von Gleichung sie erzeugt worden sind. Außerdem gibt es zumindest auf den ersten Blick wohl mehr verschiedene  Gebäude  und sind lange nicht so grob wie bei WoW. Kurzum: Alles ist wesentlich feiner gemacht, als man es von World of Warcraft kennt.

Free 2 Play?

Angeblich soll ja Herr der Ring Online ja jetzt ein Free-2-Play-Spiel sein. Zunächst startete es als ganz normales MMORPG mit monatliche Gebühr. Offenbar war es jedoch nicht so erfolgreich wie es sich die Macher erhofft hatte. Daher wurde es 2010 in ein (auch) kostenlos spielbares Spiel umgewandelt.

Tatsächlich kann man sich kostenlos einen Account erstellen und darauf auch beliebig lang spielen. Wie bei solchen Spielen üblich, gibt es Dinge, die man in einem Item-Store mit echtem Geld erwerben muss. Außerdem kann man immer noch als so genannter VIP für eine monatliche Gebühr spielen. Im Unterschied zu anderen F2P-Spielen verdient bei HdRO der Anbieter also nicht mit dem Item-Shop alleine, sondern will mit dem „kostenlosen“ Einstieg vor allem auch zahlende Spieler werben.

Winterheim bei Nacht

 Mit das größte Problem dabei, abgesehen davon, dass das ganze kostenpflichtiger-Kram-System von Herr der Ringe Online extrem unübersichtlich und verzwickt ist, besteht hierin: Man kann als kostenloser, im HdRO-Jargon „freier“ Spieler zwar bis Level 50 Aufsteigen, also das Levelcap der Grundversion erreichen. Allerdings sind einem zunächst im Prinzip nur die Questen in den niedrigeren Gebieten zugänglich; ist man hier durch, muss man die Aufgaben für die höheren für teuer Geld kaufen. Oder man muss sich geistlos hinauf grinden, also seine EP mit dem sturen Töten von Mobs verdienen. Irgendwie gibt es auch noch eine „epische“ Questreihe, die auch für „freie“ Spieler zugänglich sein soll, aber das reißt es auch nicht heraus.

Auch das Reiten, das ja in einer größeren Spielwelt wichtig ist, wenn sich nicht auf langen Fußmärschen Frust breit machen soll, dient bei HdRO der Abzocke der „freien“ Spieler: So ohne weiteres mit Questen und dergleichen kommen bei Herr der Ringe Online nämlich nur „VIP“-Spieler an ein Mount. Für alle anderen heißt es – wenn wundert’s – wiedereinmal: Löhnemann & Söhne… Der Gipfel dabei: Unterprivilegierte (aka „freie“) Spieler können sich – natürlich wieder gegen echte Kohle – für jeweils 24 Stunden einen Zossen mieten, der offenbar bereits am Rande der Tierkörperverwertungsanstalt balanciert und sagenhafte 33% Geschwindigkeitsbonus bringt. Ein solcher ausgemergelter 24-Stunden-Verleiher ist auch in dem Geschenkpaket enthalten, das man auf Stufe fünf bekommt. Schließlich ist ja auch beim netten Dealer vom Schulhof der erste Schuss gratis…

Irgendwie soll es übrigens auch Möglichkeiten geben, sich Punkte für den Shop auch im Spiel zu verdienen, was aber offenbar äußerst mühselig sein muss. Genaueres darüber habe ich jedoch noch nicht herausgefunden. Wenn ich schon zocke will ich Spaß haben und mich nicht abrackern.

Wie es in einer Schmiede wirklich aussieht, wissen allerdings die HdRO-Designer genauso wenig wie die von WoW.... 😉

 Ich persönlich bin ja sowieso bei so genannten Free 2 Play Spielen stets skeptisch, weil ich mir schlecht vorstellen kann, dass ein Anbieter allein mit Items, die keinen Einfluss auf den Spielerfolg haben, sondern lediglich der Optik dienen, auf seine Kosten kommen kann. Realistisch, wie ich nun einmal bin, vermute ich zunächst immer irgendwo eine versteckte Abzocke und schaue angeblich geschenkten Gäulen besonders tief ins Maul. Ich gehe davon aus, dass ein solches Spiel sich wahrscheinlich zum Groschengrab entwickelt und dann mehr kostet, als ein kostenpflichtiges. Ein „F2P“-Spiel jedoch, bei dem man sogar die Quests kaufen muss, kann man meiner Ansicht nach – wie es bei uns im Dornenschlehengäu heißt – den Hasen geben, sollte es aber tunlichst grün anstreichen, damit wenigstens die es fressen.

Nicht zu laut meckern…

Allzu laut will ich jedoch nicht meckern. Abgesehen davon, dass HdRO ein gut gemachtes Spiel ist und man nicht ernsthaft erwarten kann, dass man so etwas für lau bekommt, muss man sich ja nicht auf das Abzock-System einlassen. Sprich: Free 2 Play sollte man bei HdRO mit „zeitlich unbegrenztes, jedoch in den Möglichkeiten eingeschränktes kostenloses Probespielen“ übersetzen. So gesehen ist die F2P-Variante sogar eine feine Sache, wenn auch das Item-Shop-System übel nach Abzocke stinkt. Wenn einem das Spiel also gefällt und man es ernsthaft spielen will, sollte man sich für die „VIP“-Variante entscheiden. Mit der 60-Tage-Gamecard für ca. 28 Eurillos liegen die Kosten ähnlich wie bei World of Warcraft und damit im üblichen Bereich.

HdRO ist alles in allem ein sehr gut gemachtes Spiel. Wer aber meint, hier kostenlos in den Genuss des vollen Spielspaßes zu kommen, liegt damit falsch. Wer jedoch ein Fantasy-MMORPG mit adäquater Atmossphäre spielen will und bereit ist, eine monatliche Gebühr zu bezahlen, sollte sich Herr der Ringe Online unbedingt ansehen!

Ich persönlich bin zwar neulich über die Sache mit dem vermeintlich geschenkten Gaul ziemlich stinkig gewesen, derzeit spiele ich aber mit dem Gedanken, mir eine Gamecard zu gönnen,auch wenn ich World of Warcraft eigentlich nicht untreu werden will…

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Online-Rollenspiele sind eine tolle Sache, kosten aber Geld. Nicht jeder, der gerne WoW, WAR, Lineage, Age of Conan oder was auch immer spielen würde, kann oder will die monatliche Gebühr bezahlen, die das Spielen auf den offiziellen Servern kostet. Es gibt aber auch private Server, so genannte Freeshards, auf denen man kostenlos spielen kann. Ist das die Lösung für den MMORPG-Fan mit dem schmalen Geldbeutel?

Wenn man jemanden trifft und im Gespräch feststellt, dass er oder sie das gleiche MMORPG spielt, wie man selbst, ist die nächste Frage die nach dem Server. Meist ist es einer der offiziellen, manchmal bekommt man aber auch zu hören, dass der oder die andere auf einem privaten Server, einem Freeshard also, spiele. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Es kostet nichts. Was aber ist der Haken bei der Sache und gibt es überhaupt einen?

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Dalaran in World of Warcraft: Aufbau und Betrieb komplexer Online-Welten erfordern einen hohen Aufwand, den sich die Anbieter natürlich über Spielgebühren bezahlen lassen.

Verlockung Freeshard

Zugegeben, es ist eine verlockende Vorstellung, alle möglichen Online-Spiele für lau zu spielen. Wenn man World of Warcraft,  Herr der Ringe Online, Warhammer online, Age of Conan, Lineage II und wie sie alle heißen mit regulären Accounts spielt, geht das schon ein wenig ins (Taschen-)Geld. Wenn man gar mehrere Spiele gleichezeitig spielt, kann das sogar für ein Erwachsenen-Budget ein spürbarer monatlicher Posten werden. Auf jeden Fall, wenn es mit der Daumenbreite nicht allzuweit her ist, wie das heute ja leider bei vielen Haushalten – vor allem eben auch bei solchen mit Kindern – der Fall ist.

Bei Kids mag auch noch eine Rolle spielen, dass man nicht nur die Abo-Gebühr von den Eltern erbetteln oder vom Taschengeld abzwacken muss: Zumindest wenn man von sponsored by Papi oder Mami zocken will, muss man denen ja zuätzlich auch noch klar machen, warum dieses oder jenes MMORPG dringend erforderlich ist. Eine vermeidliche Diskussion, wenn man sich den Client einfach saugt, installiert und einen Account auf einem Freeshard erstellt.

Rechtliche Risiken bei privaten Servern

Allerding ist lange nicht alles Gold, was glänzt. Da wäre zunächst einmal das  rechtliche Problem. Wer sich einen regulären Account zulegt, kauft dazu auch den Client und ist auf der sicheren Seite. Auf Freeshards wird unter Umständen mit Raubkopien gespielt, was problematisch werden könnte.  Oft jedoch bietet der Betreiber eines Onlinespieles  den kostenlosen Download des Clients an, mit dem man dann einen ebenfalls kostenlosen Probeaccount nutzen kann. In diesem Falle ist die Client-Software keine Raubkopie und die Benutzun daher allenfalls ein Verstoß gegen die EULA und damit keine Straftat sondern lediglich ein Vertragsbruch. Der kann zwar keine Geld oder Haftstrafe, aber theoretisch immerhin Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Aber wirklich eher theoretisch. Ich frage mich übrigens immer noch, inwiefern ein „Vertragsabschluss“ per Klick in ein Kästchen auf dem Bildschirm überhaupt vor einem Gericht Bestand hat – vor allem, wenn die EULA nicht in der Muttersprache des Benutzers war.

Ein tatsächliches Risiko geht der Betreiber eines Freeshards ein. Verwendet er die Original-Serversoftware, dann hat er auf jedenfall mal eine Raubkopie und kann deswegen belangt werden. Daher werden hier wohl gerne Clones der Originalsoftware gefahren, die aber rechtlich auch nicht ganz unproblematisch sind. Zum einen liegt immer der Verdacht nahe, dass ein Reengineering des Originals stattgefunden hat, was verboten oder zumindest rechtlich fragwürdig ist. Zum anderen können auch bestimmte Algorithmen geschützt sein, so dass schon deren Nachprogrammieren mit etwas andeem Code einen Verstoß gegen das Urherberrecht darstellt. Schließlich kann ich mir aber auch kaum vorstellen, dass man einen Server-Clone programmieren kann, ohne irgendwelche Schutzrechte an Designs, Namen oder Verfahren zu verletzen.

Probleme des Spielers

Das sind jedoch Probleme des Betreibers, die dem Spieler im Grunde – bis auf einen Aspekt, auf den ich später komme –  egal sein können. Welche Probleme aber erwarten den Freeshard-Zocker?

Zunächst gibt es auf  Freeshards manchmal Dinge, die scheinbar besser sind als auf den Originalservern. Mögliche Features sind zum Beispiel schnelleres Leveln, ein höherer Endlevel, mehr Schaden, Rüstung, Gesundheit, bessere Items oder mehr Ingame Money beim Start. Das sind Sachen die verlockend klingen aber im Endeffekt genau nichts bringen: Sie stehen ja auch allen anderen Spielern zur Verfügung. Außerdem sind solche veränderlichen Parameter auf den Originalservern fein abgestimmt und Veränderungen daran können die Balance des Spieles empfindlich stören.
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Dazu kommt, dass auf Freeshards oft ältere Versionen des Spieles laufen und das es genauso oft haufenweise Bugs gibt. Ich habe mal einen WoW-Freeshard ausprobiert, der wirklich nicht toll funktionierte: Die Version war so veraltet, dass  die Questtexte zumindest teilweise noch englisch waren. Außerdem gab es immer wieder Störungen und Hänger, von Bugs gar nicht zu reden. Und das größte Problem der Freeshards: Gähnende Leere. Das ist nicht nur langweilig, sondern macht auch das Lösen von Gruppenquests und den Besuch von Instanzen praktisch unmöglich.

Selbst wenn man das Glück hat, einen Freeshard zu finden, der quasiprofesionell geführt und gut besucht ist, ist man noch lange nicht aus dem Schneider. Ein Freeshard kann von heute auf morgen verschwinden: Sei es, dass die Betreiber die Lust verlieren, sich verstreiten, das Geld ausgeht oder der Anbieter des Originals es schafft, den Freeshard schließen zu lassen. Gerade der letzte Fall wird wohl umso wahrscheinlicher, je besser besucht und je professioneller ein privater Server betrieben wird – sprich: je mehr Spielspaß er tatsächlich bietet. Daher auch weiter oben die Ausführungen zu den rechtlichen Problemen des Betreibers, die ansonsten ja nicht die des Spielers sind. Aber für den ist es eben mehr als ärgerlich, wenn er monatelang einen Charakter gelevelt, geskillt und ausgerüstet hat – und  der ist dann auf einmal einfach weg, weil der Server geschlossen wurde.

Allenfalls ein Notbehelf

Alles in allem ist das Spielen auf Freeshards also wirklich keine Alternative zu den Originalservern sondern in aller Regel höchstens ein äußerst dürftiger Notbehelf für Leute, die wirklich nicht die  zehn oder fünfzehn Euro für einen regulären Account aufbringen können. Denn mit den Originalen lassen sich Freeshards kaum jemals vergleichen. Und wenn man sich es recht überlegt: Vor allem, wenn ein Online Rollenspiel so viele Spieler hat wie WoW, ist es für den Betreiber in der Tat eine echte Cash-Cow. Das ändert aber nichts daran, dass der einzelne nicht so furchtbar viel bezahlt, wenn man sich einmal klar macht, was man für das gleiche Geld sonst kaufen könnte. Die Monatsgebühren der gängigen MMORPGs bewegen sich nämlich in etwa im Bereich der Kosten von zwei Kinokarten oder ein paar Halben Bier. Und die spart man damit garantiert wieder ein…

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