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Posts Tagged ‘Finsterwald’

Mensch Lampo von Garbenschwang, Zwerg Ommo Drahtbart und Orkmädchen Billa am Lagerfeuer im Finsterwald unweit des orkdorfs Stillwald

Auf Rehbockjagd im Finsterwald: Abends am Lagerfeuer ist ein Orkmädchen zu Besuch gekommen (Klick ins Bild führt wie üblich zu einer Version mit höher Auflösung)

Über das Pfingstwochenende ist dieses Bild entstanden, das eine Szene aus dem „Dolch des Schamanen“ zeigt: Ommo und Lampo sitzen am Lagerfeuer in ihrem Jägerlager unweit des Orkdorfes Stillwald im nordöstlichen Finsterwald, nahe des Ehernen Gebirges. Zu Besuch ist das Orkmädchen Billa (die ich hier vor einiger Zeit als seinerzeit noch namenloses Orkmädchen vorgestellt habe), mit der Lampo eine kurze, aber heftige Affäre hat. Gerade sitzt sie neben ihm und himmelt ihn an, während Ommo sich nachdenklich mit seinem Bierhumpen befasst. Billas zwei Freundinnen, mit denen sie gekommen ist, sind bereits gegangen. Später wird sie vorgeben, sich nicht alleine durch den Wald heim zu trauen und unbedingt bei „dem großen, blonden Mann“ schlafen wollen…

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Gerade habe ich die neuste Version vom Finsterwald-Trailer auf YouTube geladen. Außer einigen Überarbeitungen ist der Trailer auch wieder länger und erzählt jetzt, wie die Zwerge in den Finsterwald kamen….

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Vor einiger Zeit habe ich ja der Website über Endom, der Hintergrundwelt der Geschichten um Ommo Drahtbart & Co, ein ansprechendes Design spendiert. Mittlerweile sind aber auch meine Aufzeichnungen über die Welt schon wieder gewachsen, so dass ich die Website einmal wieder aktualisiert habe.

Außer dass ich die Infotexte zu den einzelnen Themenbereichen aktualisiert und neue Versionen der Weltkarte und der Karte von West-Norsileum hochgeladen habe, gibt es jetzt auch eine Neuerung: Einen tabellarischen Überlick über die Geschichte von Norsileum. Damit besteht jetzt ein grober historischer Rahmen, in den dann einzelne geschichtliche Fakten eingeordnet werden können, die für irgendwelche Stories von Bedeutung sind.

Man bekommt bereits jetzt einen Überblick über die Himntergründe der politische Situation des Kontintents zur Zeit von Ommo Drahtbart: Was es mit dem Altsegetischen Großreich auf sich hat, wo die Finsterwald-orks herkommen, wie die Zwerge in den Finsterwald kamen, wie sich die westnorsileischen Staaten entwickelt haben und, Iserndam zur imperialistischen Hegemonialmacht geworden ist und warum es seinen Machtbereich nicht auf Auerland und den Wald von Türstock ausweiten konnte. Werft also einfach mal einen Blick auf die aktuelle Version der  Endom-Website.

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Abenteurergruppe im Finsterwald, Ork, Orkfrau, Mensch, Zwerg und Elf mit Hund und großer Katze v.n.l.r.: Loudin Artinny, Herr Zwick (zwergischer Waldhund), Lampo von Garbenschwang, Shirk'ra Dor'krom, Grisnira (Schneepantherin), Ommo Drahtbart

Die Freunde aus dem "Dolch des Schamanen" als Gruppenbild. Klick ins Bild für Version in höherer Auflösung

Nachdem nun die vorläufige Fassung des ersten Bandes des Zwergenstahl-Zyklus soweit fertig ist, sind auch die Modelle der Mitglieder der Abenteuerergruppe soweit. Hier seht ihr nun die fünf humanoiden Helden plus ihren beiden Tieren in einem Gruppenbild, zu dem sie sich irgendwo im Finsterwald zusammengefunden haben. Von links nach rechts: der Elf Loudin Artinny, der im „Dolch“ das erste Mal auftaucht, Herr Zwick, der zwergische Waldhund, der einen ganz besonderen Narren an Lampo gefressen hat, Lambertus von Garbenschwang, genannt Lampo, Shirk’ra die Orkfrau mit dem losen Mundwerk, Dor’krom, von dem zwar im „Lesezeichen“ einmal die rede war, der aber im „Dolch“ das erste Mal leibhaftig auftritt, Ommos Katze, die Schneepantherin Grisnira und last not least Ommo Drahtbart selbst.

Gemacht habe ich das ganze natürlich wieder im DAZ-Studio, auch wenn das Ding einen mit seinen Macken ab und an zur Weißglut treiben kann.

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Zwerge lieben bekanntlich einen guten Kampf und das gilt auch für die wackeren Kurzbeine aus Dvergrvirki und dem Finsterwald auf dem Planeten Endom. Auf meinem neuen Bild ist einer im Finsterwald mit einem Troll aneinander geraten und es sieht nicht gut aus für das lange Elend.

Uriger Zwerg mit gezopftem Zwergenbart und Streithammer in verzierter Rüstung kämpft im Wald mit einem blauen Troll

Mit einem Zwerg sollte man sich lieber nicht anlegen: Für den Troll kommt diese Weisheit offensichtlich zu spät (Klick ins Bild für größere Auflösung)

Trolle sind, auch wenn sie in der Regel spindeldürr wirken wie auch der Bursche auf dem Bild, alles andere als schwächlich. Dieser hat mit seiner monströsen Axt ausgeholt und führt einen gewaltigen Hieb nach dem Hals des Zwerges, der diesem den Kopf glatt vom Rumpf trennen sollte. Allerdings hat der blaue Bursche eines nicht bedacht: Zwerge verfügen nicht nur über unglaubliche Körperkräfte, sie  sind darüber hinaus auch wesentlich flinker und gewandter als man ihnen dem äußeren Anschein nach zutraut.

Für unseren Zwerg war es daher keine große Sache, sein Standbein nach vorne zu verschieben und dessen Knie zu beugen, so dass er nach vorne und unten unter der im Bogen heran sausenden Axt hinweg tauchen konnte. Gleichzeitig hat ihn diese Bewegung auf die Reichweite seines Streithammers an den Troll heran gebracht. Schon hat er seinen Gegenangriff gestartet: Während der Axthieb des Trolls nutzlos über seinen Kopf hinweg geht, kracht sein schwerer Streithammer dem Gegner mit gewaltiger Wucht in die kurzen Rippen und die Leber.

Technische Hintergrundinformationen

Typischer Zwerg mit gezopftem Zwergenbart und Streithammer in reich verzierter Rüstung

Hier sieht man den Kämpfer aus dem oberen Bild im Portrait wobei alle Zöpfe des Bart in Grundstellung sind. (Klick ins Bild für höhere Auflösung)

Das Bild ist wiederum im DAZ-Studio entstanden, der Streithammer sowie die Rüstung des Zwerges in Blender und  die Landschaft für das Hintergrundbild in Bryce. Die Axt des Trolls ist ein Freebie aus dem Netz, ich glaube von der DAZ-Website. Eine Schwierigkeit beim Bauen solcher Bilder besteht darin, dass der lange, wilde Bart eines Zwerges ja nicht starr sein kann, sondern auf die Bewegungen seines Besitzers mit einem fidelen Eigenleben reagiert. Anders ausgedrückt: In statischen Posen muss er entsprechend der Haltung des Zwerges herunter hängen oder auch irgendwo aufliegen; bewegt sich der stämmige Bursche schnell, muss er möglichst realistisch durch die Gegend fliegen. Nicht umsonst war es in der ersten Kampfszene, die ich hier gezeigt habe, Richmodis, die das rabiates Axtweib gab, weil bei ihr die Problematik des fliegenden Bartes entfällt. In der Regel wachsen den Zwerginnen auf Endom ja keine Haare im Gesicht, zumindest nicht vor dem Klimakterium  und wenn doch, dann allenfalls ein niedlicher Flaum.

Mittlerweile habe ich, wie man ja auf dem Bild sehen sehen kann, jedoch auch diese Problematik gelöst: Ich habe ein Plug In für das DAZ3D-Studio gefunden, dass einem Tools zur Verfügung stellt, mit denen man seine Objekte selbst riggen, also mit Knochen versehen und beweglich machen kann. Man kann damit selbst gebaute Figuren beweglich machen und so seine eigenen Charaktere schaffen.  Da das dann doch ein wenig aufwendig ist, habe ich als kleine Vorübung den Bart dieses Zwerges geriggt, so dass sich die Zöpfe einzeln unabhängig voneinander bewegen lassen. Auf diese Weise konnte ich sie passend für die gezeigte Szene zurecht biegen, ohne dass ich extra eine passende Version des Bartes modellieren musste.

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Mittlerweile fange ich so langsam an, mit dem DAZ3D Studio nicht nur Figuren zu gestalten und bestenfalls irgendwo hinzusetzen oder zu stellen, sondern kleine Szenen zu bauen. Nach dem Ork beim Zwerg in der Schmiede und dem Oger, der seiner Frau zeigt, was „Intellenz“ ist,  habe ich jetzt einmal eine Kampfszene gebaut und zwar mit Richmodis in ihrer neuen Rüstung.

Zwergin in blauer und goldener Rüstung kämpft gegen einen Oger und erzielt gerade einen treffer am Knie

Richmodis hat den entscheidenden Treffer gelandet, der den Oger fällen wird... (Klick ins Bild führt zu Version mit höherer Auflösung)

Bekanntlich hausten im Finsterwald ja früher Oger und Trolle, die der Hauptgrund dafür waren, dass die Menschen vom linken Modaufer sich dort nicht hin trauten. Als die aus Dvergrvirki ausgewanderten Zwerge das rechte Ufer des großen Stroms aus dem Ehernen Gebirge und den Finsterwald. besiedelten, räumten sie dort gründlich auf. Sie vertrieben die Oger und Trolle, die sich ins Eherne Gebirge zurückzogen, wo es von beiden Rassen auch heute noch durchaus ansehnliche Populationen gibt.

Normalerweise bleiben sowohl Trolle als auch Oger in ihren einsamen Hochtälern, wo sie ein karges Leben fristen und meiden den Finsterwald, ihre alte Heimat wie die Pest, da Zwerge und Orks nicht lange fackeln wenn sie einen erwischen, der mutig (oder wohl eher dumm) genug war, sich auf das für sie verbotene Territorium zu wagen. Allenfalls im äußersten Osten oder Norden, am Fuße des Ehernen Gebirges kann man ihnen hin und wieder begegnen.

Eine solche Begegnung hat Richmodis auf dem Bild hier.  Sie ist zur Jagd im Nordosten des Finsterwaldes und die Orks, bei denen sie zu Gast ist, haben sie um Hilfe gebeten, weil wieder einmal Oger gesichtet wurden. Tatsächlich hat die rabiate Zwergenfrau bei der Streife im Wald einen erwischt, der dann auch angreift. Möglicherweise nur, weil er dachte, gegen eine Zwergin eine Chance zu haben; vor männlichen Zwergen nehmen Oger nämlich gerne Reißaus, zumindest, wenn sie bereits Erfahrungen, mit den stämmigen Burschen gemacht oder wenigstens davon gehört haben, was Zwerge mit Ogern tun.

Bei Richmodis ist der Koloss jedoch an die Richtige geraten: Sie weiß, dass Oger strunzdumm sind und nicht darauf kommen, ihre Keule waagerecht in Kniehöhe zu schwingen, so dass ein Zwerg weder darüber springen noch darunter hinweg tauchen könnte. Stattdessen schlagen sie immer von oben zu. Die knallharte Zwergin hat ihren Rundschild erhoben um den Keulenschlag abzulenken. Wenn die Keule sie voll träfe, würde sie vermutlich ungespitzt in den Boden gerammt werden. Da sie jedoch genug Platz hat, kann sie leicht zur Seite ausweichen und den Schlag an ihrem Rundschild abgleiten lassen.

Gleichzeitig nutzt sie es aus, dass die Beine des Monstrums ungedeckt sind. Sie lässt ihre Axt von innen nach außen schwingen und treibt die volle Reichweite der Waffe ausnutzend deren Schneide in das Knie des Ogers. Das ist der entscheidende Treffer, der den Oger stürzen lassen wird, so dass sein Kopf in die Reichweite von Richmodis‘ Axt gelangt. Denn Rest kann man sich denken…

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Gerade ist mal wieder eines meiner 3D-Bilder fertig geworden. Natürlich wieder ein Fantasy-Motiv – und zwar eine Szene in der Schmiede eines Zwerges. Diesmal habe ich ein wenig mit dem Licht herumgespielt und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

Orks und Zwerge sind im Finsterwald auf Endom ja bekanntlich gute Freunde. Wenn die Orks, anders als die Zwerge, auch eher dazu neigen,  in den Tag hinein zu leben und nur das Nötigste zu arbeiten, schätzen beide Rassen aneinander die Ehrlichkeit, den Mut und die Trinkfestigkeit, die beiden zu Eigen sind.

So wundert man sich auch nicht, dass der bullige Ork bei dem stämmigen Zwergenschmied in der Werkstatt steht und staunend zuschaut, wie dieser mit wuchtigen Hammerschlägen das glühende Eisen formt.  Ob der grüne Bursche wohl da ist, weil er sich bei Meister Zwerg eine neue Waffe oder ein Rüstungsteil bestellen will? Oder ist er selber ein Schmied und hat vorbeigeschaut, um mit dem Kollegen ein Pläuschchen zu halten, ein wenig fachzusimpeln und nicht zuletzt mit den Augen zu stehlen? Dass Letzteres erlaubt sei, haben viele von uns ja in ihrer Lehrzeit vom Meister zu hören gekriegt…

Die Szene habe ich mit dem DAZ-Studio zusammengestellt, aus dem auch die Figuren stammen. Die Gegenstände sind teilweise DAZ-Props, die ich im Netz gefunden habe, zum größeren Teil habe ich sie jedoch mit Blender gebaut. Die Texturen sind, soweit ich nicht mit Standardoberflächen ausgekommen bin,  mit PaintShop Pro gemacht und in Blender mit dem UV-Editor eingepasst. Besonders freut mich, das ich heute dahinter gekommen bin, wie man mit Blender texturiert. Das mit den UV-Koordinaten und dem zugehörigen Editor ist auf den ersten Blick etwas kompliziert, aber wenn man erst einmal dahintergekommen ist, wie es funktioniert, wird daraus vor allem eine Fleißarbeit.

Weil mir das Bild recht gut gefällt, stelle ich es wieder in voller Größe ins Netz: Mit einem Klick auf die Version hier im Text gelangt ihr zu der großen und könnt sie Euch abspeichern, wenn Euch meine Zwergenschmiede gefällt.

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Gerade habe ich eine überarbeitete Version meines Finsterwald-Trailers auf YouTube hochgeladen. Die alten, in  Second Life geknippsten Bilder habe ich durch in Bryce gebaute ersetzt. Außerdem habe ich den Vorspann und den Blick auf die Landkarte als Blender-Animation ausgeführt. War ein Haufen Arbeit, aber ich denke es hat sich gelohnt: Wenn meine Künste auch noch lange nicht perfekt sind, habe ich bei der Produktion dieses Trailers doch eine ganze Menge gerlernt.

Und hier geht es zum neuen Finsterwald-Trailer (Update 23.05.11: Der Trailer wurde mittlerweile nochmal überarbeitet und der Link angepasst)

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Zur Zeit, das muss ich gestehen,  leidet die Arbeit am Dolch des Schamanen Not. Warum? Weil mich derzeit die Möglichkeiten des digitalen Modellierens in 3D allzusehr faszinieren. Natürlich kommen dabei vor allem Fantasy-Szenen heraus und darunter möglicherweise auch Dinge, die als Illustrationen für meinen Roman dienen können. Genau das war ja auch der Grund, warum ich angefangen habe, mit diesen Dingen zu experimentieren. Gerade ist wieder ein Bild fertig geworden – und natürlich wieder eine Szene aus Norsileum.

Mein neues Bild heißt „Der Lüsterne Ork“ und zeigt eine Szene im sommerlichen Finsterwald: Das Wasser auf der kleinen Lichtung im sommerwarmen Wald war an diesem Vormittag doch allzu verlockend. Die Zwergin hat sich daher ihrer Rüstung entledigt und ist pudelnackend in das kühle Nass gestiegen.

Verträumt und selbstvergessen planscht sie vor sich hin und merkt gar nicht, dass hinter dem Busch ein Ork steht, der sich herzu geschlichen hat und sie nun lüstern beobachtet. Aber wehe, wenn sie ihn erwischt! Dann möchte ich nicht in der grünen Haut des Waldbewohners stecken. Sieht man sich die Arme der drallen Reckin an, ist klar, dass er froh sein muss, wenn er nach einer Ohrfeige von ihr noch alle Zähne in seinem grünen Gesicht hat…

Wie üblich gibt es das Bild auch wieder in einem größeren Format auf meinem Facebook-Account.  Und wenn ihr auf die Abbildung oben im Text klickt, bekommt ihr es in Originalgröße und groß genug als Desktop-Hintergrund. Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß wie ich an dieser hintergründigen und einmal etwas anderen Szene aus dem Finsterwald.

Übrigens: Nicht dass ich mich mit einem unserer großen Maler vergleichen möchte, aber wenn sich der eine oder andere ein wenig an Carl Spitzweg erinnert fühlt, kommt das nicht von ungefähr. Tatsächlich mag ich diesen Maler sehr und sehe in aller Bescheidenheit den Lüstenern Ork ein Stück weit auch als Hommage an ihn an.

Wie mir, wenn wir schon einmal dabei sind,  auch auffällt, kann man mit den Werkzeugen, die ich verwendet habe, zwei Dinge recht gut beherrschen, die auch bei Spitzweg eine wichtige Rolle spielen: Die Körperhaltungen der dargestellten Personen und das Licht. Das erste mit dem DAZ-Studio, mit dem ich die Figuren gestaltet habe und das zweite mit Bryce, dem Programm mit dem ich die Waldszene aufgebaut habe.

Malen für Jedermann

Beide Programme sind kostenlos erhältlich und, wenn sie auch meilenweit von perfekter Software entfernt sind, doch recht gut geeignet, solche Dinge umzusetzen. Die Ausrüstungsteile, die auf dem Felsen liegen habe ich mit Cinema 4D gemacht, da ich diese Programm gerade als zeitlich begrenzte aber voll funktionsfähige Probeversion habe. Dieses Programm ist sehr teuer, muss aber nicht sein: Mit dem kostenlosen 3D-Modellierprogramm Blender geht es praktisch genauso gut.

Was ich eigentlich sagen will: Ich bin ja alles andere als ein guter Maler oder Zeichner, habe aber immer wieder Ideen für Bilder. Mit den Möglichkeiten der 3D-Computergrafik kann ich sie jetzt auch umsetzen. Das ist eine feine Sache und ich kann es jedem nur empfehlen. Insgesamt kann man sagen, dass abgesehen von einem bisschen räumlichen Vorstellungsvermögen, das man dafür braucht, das Modellieren komplexer Szenen als 3D-Computergrafik vor allem ein Geduldspiel ist. Vor allem auch deswegen, weil Bryce und DAZ Studio doch einige üble Macken haben, über die ich mich schon halb tot geärgert habe. Wenn dann aber wieder einmal ein hübsches Bild fertig ist, wird man auch dafür entschädigt.

Also: Ruhig einmal selbst ausprobieren! Blender kann man sich von der Blender Website herunterladen, Bryce und das DAZ Studio gibt es bei Digital Art Zone (DAZ).

Update 19.09.2010: Ich habe das Bild gegen eine neu gerenderte Version ausgetauscht, da ich noch Fehler entdeckt habe.

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Heute gibt es mal wieder ein Erzählung aus West-Norsileum. Ommo Drahtbart ist auf der Jagd im Finsterwald und will in der Nähe von Bärenfels einen alten Jagdfreund besuchen. Als er dessen Hof erreicht, ist dort Schreckliches geschehen und noch Schlimmeres kann er gerade noch verhüten…

Das Gesetz der Orks

Es war einer jener Herbsttage, an denen ein echtes Jägerherz gar nicht anders kann, als hinaus zu gehen auf die Jagd.

Die Sonne schien auf den Finsterwald und in der Luft war jene besondere milde Wärme, welche die schönen Tage des Spätsommers und des Herbstes in Nordwest-Norsileum so unvergleichlich macht. Zwischen dem Gelb des Bergahorns, den verschiedenen Rottönen und dem goldenen Braun der Buchen lugten vereinzelt die grünen Blätter der stolzen Esche hervor, die trotzig ihr Sommerkleid behält, bis es ihr vom Leib fällt.

Es war Orksommer im Finsterwald, ein milder Herbst, ein Goldener Mond des Wisents. Eine Zeit, in der Ommo Drahtbart seinen Standardspruch vom Herbst, welcher der wahre Sommer des Jägers sei, öfter klopfte als in anderen Jahren. Der Zwerg saß auf seinem stämmigen Pony, hatte gerade am Rande der Lichtung unweit von Bärenfels halt gemacht, auf der das Gehöft von Bekor lag, seinem alten Jagdfreund. Zufrieden blinzelte er in die Sonne, als er aus dem Wald kam und blickte dann auf die Hoffläche vor ihm.

Der Platz zwischen den niedrigen Gebäuden der orkischen Hofstelle lag still in der Nachmittagssonne. Eine Spur zu still, wie es Ommo langsam aufging, als er auf den Hof ritt. Er wendete den Kopf zu Grisnira der Schneepantherin, seiner treuen Gefährtin und sah sie ratsuchend an. Die rabenschwarze Katze erwiderte seinen fragenden Blick und signalisierte ihm, dass sie ebenfalls der Ansicht war, dass hier etwas nicht stimmte.

Plötzlich raschelte etwas hinter einem der Nebengebäude und die Zweige der Büsche über dem niedrigen Dach des Schuppens bewegten sich. Zwerg und Katze blickten zunächst in die Richtung des Geräusches und sahen sich dann wieder an. Als Ommo gerade aus dem Sattel gerutscht war um zu Fuß hinter den Schuppen zu gehen, hörte er Wimmern und Schluchzen aus der offenen Tür des Wohngebäudes.

So schnell ihn seine stämmigen, kurzen Zwergenbeine trugen, sprintete Ommo dorthin. Was er durch die Küchentür sah, erfüllte selbst den hartgesottenen Jäger mit Entsetzen und brannte sich binnen Bruchteilen einer Sekunde in seine Netzhaut: Fana, das Eheweib von Bekor war breitbeinig auf den Küchentisch gefesselt, ihre leinene Hose und das Hemd aus dem gleichen Stoff zerfetzt, Brüste und Unterleib entblößt.

„… werde ich Dir fein säuberlich die Kehle durchschneiden, Orkschlampe…“ hatte Ommo noch im Herbeispringen gehört. Der Bursche, der das mit einem widerlichen Lachen gesagt hatte, hielt ein langes orkisches Jagdmesser in der Hand. Mit der anderen hielt er noch seine offene Hose, die er offenbar gerade hochgezogen hatte.

Das lähmende Entsetzen, das Ommo hatte erstarren lassen, währte nur einen kurzen Moment. Dann stieg der furchtbare, blutig rote Zwergenzorn in ihm auf. Während sich, ohne dass er recht wusste, was er tat, Ommos Arme mit der schweren, rasiermesserscharfen Streitaxt weit über seinen klobigen Schädel erhoben stieß er eine seiner obszönsten Beschimpfungen aus.

Das Letzte, was der Vergewaltiger auf dieser Welt zu hören bekam, war, brachte ihn mit nicht ganz alltäglichen geschlechtlichen Handlungen sowie Körperöffnungen und Geschlechtsteilen gewisser Haustiere in Verbindung. Dann spaltete die Zwergenaxt nicht nur seinen Schädel vollständig, sondern auch noch seinen Brustkorb bis zum Sternum. Als die Muskeln in seinen Unterarmen erschlafften, öffneten sich seine Finger. Zunächst fiel das Messer klirrend zu Boden, dann rutschte seine Hose herunter und entblößte die teigige, ekelhaft grauweißliche Haut seiner Arschbacken.

Bevor der tote Wilderer, um einen solchen handelte es sich nämlich offenbar, zusammensacken konnte, stemmte Ommo ihm den Fuß ins Kreuz, zog seine Axt heraus und beförderte ihn gleichzeitig mit einem Fußtritt in die Ecke. Dann klaubte er das Messer auf, zerschnitt die Fesseln der Orkfrau, die jetzt hysterisch zu schreien begonnen hatte, und zog sie auf die Beine.

„Es ist vorbei Fana“, brummte Ommo, „das ekelhafte Schwein ist mausetot und kann dir nichts mehr tun.“ Er legte den Arm um den Brustkorb der Frau (bis zu den Schultern reichte er ja nicht), die nun die Hände vors Gesicht geschlagen hatte und immer nur schrie. Er sprach weiter beruhigend auf sie ein: „Alles ist gut, es kann dir nichts mehr passieren…“

Als das nichts half, schüttelte er sie kurz und heftig, wobei er einen scharfen Schrei ausstieß. Das holte Fana in die Wirklichkeit zurück.

„Gar nichts ist gut, sie haben meinen kleinen Pan’tokar“, wimmerte sie jetzt, „seine Komplizen sind mit ihm davon.“

„Scheiße!“ entfuhr es Ommo. Dann ging es ihm auf: „Die können noch nicht weit sein, als ich auf den Hof kam, hat sich etwas hinter dem Schuppen bewegt! Das waren sie wohl, als sie sich verdrückt und ihren Kumpel hier im Stich gelassen haben.“

„Dann nichts wie hinterher!“ Schlagartig hatte die Orkfrau zu wimmern aufgehört und sich gefasst. Das plötzliche Bewusstsein, etwas tun zu können, hatte sie zu sich kommen lassen. Sie riss sich die Reste ihrer Kleider vom Leib, rannte in die Kammer und kehrte mit einem Lendenschurz zurück, den sie sich hastig umschlang. Sie griff sich ein Wehrgehänge mit einem kurzen Jagdschwert von der Wand und Bekors bewährte Saufeder, die Ommo einmal für ihn geschmiedet hatte.

Bis Ommo zu einem Reittier zurückgekehrt und in den Sattel geklettert war, hatte Fana bereits eines der kleinen, stämmigen Waldpferde aus dem Stall geholt, ihm ein einfaches orkisches Reithalfter übergestreift und war auf seinen Rücken gesprungen.

Von der Rückseite des Schuppens führten gut erkennbare Hufspuren in den Wald. „Sie sind offenbar in Richtung Straße“, vermutet Fana. „Leider haben diese Dreckschweine mir auch den Hund erschlagen, der könnte uns sonst gute Dienste leisten.“

Jetzt wusste Ommo auch, was vorhin gefehlt hatte, warum ihm der Hof zu still erschienen war: Das Gebell hatte gefehlt, mit dem die Hofhunde der Orks sonst jeden Besucher ankündigten.

„Grisniras Nase ist zwar nicht so fein wie eine Hundenase, aber eine frische Spur kann sie allemal verfolgen“, meinte er.

An der Straße wandte Grisnira sich ohne zu zögern nach links. Offenbar war die Spur noch ganz frisch. Es war ja auch noch nicht lange her, seitdem Ommo auf den Hof gekommen war und die Komplizen verschwunden waren.

„Sie sind in Richtung auf das Gebirge gezogen“, vermutet Fana erschrocken. Sie sagte nichts weiter und auch Ommo nickte zunächst lediglich. Beide wussten jedoch, was das höchstwahrscheinlich bedeutete, auch wenn es keiner aussprach: Die Verbrecher wollten den kleinen Orkbuben im ehernen Gebirge an einen Trollschamanen verkaufen, der ihn als Opfer für irgendeine seine grausigen Zeremonien brauchte.

„Sie werden aber nicht weit kommen“, brummte er dann beruhigend.

*

Sie waren ein kleines Stück weit geritten während dessen Fana Ommo erzählt hatte, was sich vorher zugetragen hatte: Bereits vor ein paar Wochen war Bekor von der Arbeit auf dem Topinamburfeld in der Nähe nicht zurückgekehrt. Als sie nachsehen gegangen war, wo ihr Mann bliebe, hatte sie ihn mit durchschnittener Kehle gefunden. Und heute waren diese drei Gestalten auf ihrem Hof aufgetaucht…

Ommo wusste, dass Bekors Familie Fana nicht besonders mochte. Das war auch der Grund dafür gewesen, dass die beiden sich den kleinen Hof ein Stück außerhalb von Bärenfels aufgebaut hatten. So war er auch nicht besonders verwundert, als ihm Fana erzählte, dass Bekors Familie sie verdächtigte, ihren Mann getötet zu haben. Der Tod seines Jagdfreundes betrübte Ommo und auch Fana, die ihn sehr geliebt hatte, tat ihm Leid. Doch zum Trauern würde später Zeit sein. Jetzt galt es, den kleinen Pan’tokar zu retten.

„Achtung, da vorne…“ zischte er nach einer kleinen Straßenbiegung auf einmal, glitt aus dem Sattel und zog das Pony mit sich ins Unterholz am Straßenrand. Die Orkfrau reagierte sofort und tat es ihm gleich. Im Gebüsch holte Ommo sein Spektiv hervor, zog es auseinander und richtete es auf das, was er gesehen hatte.

Die Straße führte mit einer leichten Steigung an einem Berghang entlang. Vielleicht eine halbe Meile entfernt, machte sie eine scharfe Biegung um, wie Ommo wusste, dann in entgegengesetzter Richtung weiter den Berg zu erklimmen.

„Da vorne sind sie! Und Deinen Sohn haben sie auch dabei.“ Ommo beobachtete die zwei Reiter, von denen der eine den gefesselten Orkbuben an einem Strick hinter sich her zog. Offenbar kamen Sie deswegen nicht gut voran, so dass Ommo und Fana sie bereits nach so kurzer Zeit hatten einholen können.

„Und der Platz könnte nicht besser sein, um sie abzufangen.“ Ommo lachte grimmig. Er kannte sich hier aus und er wusste, dass die Straße nach der Biegung ein Stück oberhalb der Stelle, an der sie sich befanden, wieder vorbei führte. Es würde kein ganz leichter Aufstieg werden, vor allem für das Pony, aber es war durchaus zu bewältigen. Der Zwerg überlegte einen Augenblick, ob er es besser zurücklassen sollte, entschied sich dann jedoch dagegen: Wenn es nicht auf Anhieb so klappte, wie er sich das dachte, mussten sie alle beide ihre Reittiere für die weitere Verfolgung zur Verfügung haben.

„Ob du weißt, wie sich ein Eichelhäher anhört, brauch ich dich ja wohl nicht zu fragen“, meinte Ommo zu Fana, „und sicher auch nicht, ob du selbst einen nachmachen kannst…“

Die Orkfrau grinste schief.

„Also wenn du den Eichelhäher hörst, weißt du, dass ich den Aufstieg geschafft habe und so weit bin. Dann schließt du auf das Pack auf und antwortest mit dem gleichen Ruf, wenn du bereit bist, von hinten anzugreifen.“

Fana nickte und Ommo verschwand mit seinem Pony am Zügel und gefolgt von Grisnira im Unterholz am Hang.

*

Hartwig Eimer ärgerte sich ein bisschen. Ein wenig machte er sich auch Sorgen. Was würde Zeno sagen, falls er überlebt hatte und falls er ihn je wieder sah? Immerhin hatte er ihn ja genau genommen im Stich gelassen, als dieser vermaledeite Zwerg plötzlich auf dem Hof dieses Orktrottels und seiner Pritsche aufgetaucht war. Aber schließlich war der Idiot ja selbst schuld. Was musste er sich auch noch unbedingt mit dieser Orkschlampe vergnügen? Er hätte kurzen Prozess mit ihr machen sollen. Das Orkblag hatten sie ja bereits eingesackt, also warum hatten sie nicht schnellstmöglich verschwinden können? Nicht nur Hartwig Eimer kannte genug Geschichten, von Männern, die von ihren Eiern an den Galgen gebracht worden waren…

Er drehte sich zu Pan’tokar um, den er an einem Strick hinter seinem Pferd her zog. Der kleine Ork machte ein trotziges Gesicht, obwohl er bereits sichtlich erschöpft war. Sollte er doch! Er hatte keine Chance zu entkommen und der Trollschamane würde gutes Geld für ihn bezahlen. Irgend so ein Trollfeiertag stand bevor und da musste offenbar etwas geopfert werden…

Der Gedanke an das Gold, das er für den Orkbengel bekommen würde, heiterte Hartwig Eimer ein wenig auf. Seine Laune besserte sich noch mehr, als ihm einfiel, dass nun ja einer weniger da war, mit dem er teilen musste. Und warum sollte er eigentlich mit diesem Norbert Schinzanger, dem verbliebenen Partner teilen? Der Kerl war dumm wie Goblinscheiße; es bedurfte wohl keiner besonderen Kunstfertigkeit, ihn zu beseitigen…

Hartwig erschrak kurz, als links vor ihm im Wald ein Geräusch ertönte. Als ihm klar wurde, dass es nur der Schrei eines Eichelhähers war, beruhigte er sich jedoch sogleich. Er hatte gerade wieder angefangen, seinen Gedanken nachzuhängen, als ein zweiter Eichelhäher schrie. Und zwar diesmal ein Stück hinter ihnen. Das war seltsam. Und nun fiel ihm auch ein, irgendjemand hatte ihm einmal erzählt, dass die Orks sich im Wald manchmal mit Hilfe dieses Schreis verständigten…

Hartwig Eimer wollte gerade anfangen, sich Sorgen zu machen, da stand dieser rothaarige Zwerg vor ihm. Eimer hatte nicht gesehen, wo er hergekommen war. Er war einfach auf einmal da, stützte sich auf seine zweihändige Axt und sah Eimer an.

*

„Einen wunderschönen guten Tag, werter Herr“, grüße Ommo höflich, kam dann aber ohne weitere Umschweife zur Sache: „Ihr habt da etwas, das ich gerne haben möchte.“ Er wies mit einer leichten Kopfbewegung auf den gefesselten Orkjungen und zwinkerte ihm dabei beruhigend zu.

Hartwig Eimer versuchte überlegen zu bleiben: „Sooooo“, meinte er gedehnt, „aber stellt euch einmal vor, Herr Zwerg, ich denke nicht im Traum daran, es euch zu geben! Der kleine Lümmel ist nämlich einen ansehnlichen Haufen Gold wert.“

„Na so was!“ Ommo grinste freundlich. „Dann werde ich mir den Buben wohl ohne euer Einverständnis nehmen müssen…“

„Und wenn ich ihn euch nicht kampflos überlasse?“

Während des Wortwechsels zwischen Ommo Drahtbart und Hartwig Eimer hatte Schinzanger eine kleine Armbrust zu Hand genommen und war gerade dabei, sie zu spannen. Ommo sah ihn vorwurfsvoll an und wendete dann den Blick leicht nach rechts, wo ein rabenschwarzer Katzenkopf mit grünen Augen gespannt aus dem Unterholz lugte. Ommo hätte wieder einmal schwören können, dass die Katze amüsiert grinste.

„Und du abgesägter Oger glaubst tatsächlich, dass ich auf diesen uralten Trick hereinfalle?“ fragte Eimer, der Ommos Kopfbewegung sehr wohl registriert hatte und begann scheppernd zu lachen.

Ommo grinste weiterhin freundlich und zuckte mit keiner Wimper. Auf einmal endete Eimers Lachen mit einem gurgelnden Geräusch und seine Augen weiteten sich. Dann blickte er auf sein Brustbein, aus dem auf einmal die Spitze einer Saufeder ragte. Einen Moment vorher war sie noch nicht da und nun sah es so aus, als wenn sie schon immer dort gewesen wäre. Ommo grinste immer noch, als Norbert Schinzanger, der es geschafft hatte, seine kleine Armbrust zu spannen, diese erhob.

Oder vielmehr erheben wollte. In diesem Moment schoss nämlich ein schwarzer Schatten aus dem Gebüsch am Wegrand auf ihn zu und 200 Pfund stahlharte Katzenmuskeln rissen ihn vom Pferd. Der Schuss löste sich aus der Armbrust und der Bolzen blieb im Stamm einer uralten Wetterfichte hoch über Ommos Kopf stecken. Jetzt sprang der Zwerg mit erhobener Axt auf den Komplizen zu, während Hartwig Eimer der Strick aus der Hand glitt und er sich ganz langsam auf die Seite zu neigen begann, bis er schließlich aus dem Sattel fiel.

Mit einem gewaltigen Satz war Ommo bei Schinzanger und schwang seine Axt. Doch der lag wimmernd am Boden, hob schützend die Arme über den Kopf und ergab sich. Ommo ließ die erhobene Axt sinken. Einen Gegner, der sich ergeben hatte, tötete ein Zwerg nicht. Ein sauberer Hieb der Zwergenaxt oder Grisniras Genickbiss wären zwar gnädiger gewesen als das, was den Mann jetzt bei den Orks erwartete, aber das war nicht Ommos Problem. Er pfiff seinem Pony, um aus der Satteltasche einen Strick zu holen, mit dem er den vor Angst schlotternden Schinzanger sicherheitshalber binden wollte.

Während dessen hatte Fana den kleinen Pan’tokar von seinen Fesseln befreit. Sie weinte vor Freude, herzte und küsste das Kind, gab ihm Kosenamen wie es alle Mütter auf ganz Endom und wohl auch im Rest des Universums in solchen Situationen von jeher getan haben und immer tun werden. Auch Ommo wischte sich verstohlen eine dicke Zwergenträne aus dem Augenwinkel.

„Mami, du und Onkel Ommo, ihr ward ganz große Klasse! Und Grisnira natürlich auch!“

Jetzt lachten Ommo und Fana, während der kleine Ork zu der Schneepantherin lief und sie umarmte, worauf diese artig Köpfchen gab – und schon wieder grinste, wie sich Ommo ganz sicher war.

Dann wurde Fana ernst: „ich habe noch etwas zu erledigen“, sagte sie hart und trat zu dem immer noch lebenden Hartwig Eimer.

„Fana, der Mann ist wehrlos…“ protestierte Ommo der Forma halber, denn er wusste, dass er die Orkfrau nicht aufhalten würde.

„Der gehört mir. So ist das Gesetz der Orks im Finsterwald. Der andere eigentlich auch, aber dem hast Du ja Pardon gewährt. Was er übrigens noch heute bereuen wird…“

Sie lachte hart, drehte den verkrümmt aus der Seite liegenden Wilderer auf den Bauch,wobei sie die Saufeder, die immer noch in seinem Rücken steckte, als Hebel benutzte und mit dem nackten Fuß nachhalf. Dann zog sie den Spieß aus dem zuckenden und röchelnden Mann, wischte ihn an seiner Hose ab und warf ihn Ommo zu.

Der fing die Waffe auf, legte den Arm um den kleinen Pan’tokar und wies in die Richtung aus der gerade sein Pony angetrottet kam: „Schau, da kommt das Pferdchen, auf dem du heim reiten darfst.“

Unterdessen hatte Fana das Jagdschwert gezückt und riss Hartwig Eimer an den Haaren auf die Knie. Ommo zuckte zusammen als er das Geräusch hörte, mit dem das Schwert Halsmuskeln und Wirbelsäule durchtrennte.

Fana ließ sich von Ommo die Saufeder zurückgeben, steckte den abgeschlagenen Kopf darauf und pflanzte sie im weichen Waldboden neben der Straße auf. Dann herzte sie ihren Sohn ein weiteres Mal, drückte ihn an ihre nackten, blutbespritzten Brüste und umarmte schließlich auch Ommo.

„Das hätte ich ja fast vergessen“, entschuldigte sie sich, „ohne dich und Grisnira wären wir beide verloren gewesen. Und nun zurück ins Dorf. “ Zunächst bedankte sie sich aber auch bei der Katze und auch der Kleine drückte Grisnira noch einmal kräftig.

Ächzend kletterte der Zwerg auf den langbeinigen Wallach des Toten, nachdem er Pan’tokar auf sein eigenes Pony gesetzt hatte. Fana ritt auf ihrem Pferdchen und trug die Lanze mit dem Kopf des glücklosen Wilderers. Dem mit auf den Rücken gefesselten Händen auf seinem eigenen Pferd sitzenden Schinzanger hatte sie nach bewährter Orkmanier eine Leine um den Hodensack gebunden, deren anderes Ende an ihrem Wehrgehenk befestigt war.

„So haut das Schwein garantiert nicht ab“, hatte sie zu Ommo gemeint, als sie ohne Umschweife die Hose des Verbrechers geöffnet und die Sicherheitsvorkehrung getroffen hatte. „Einen kleinen Schwanz und mickrige Eier hast du ja auch“, hatte sie zu dem Unglücklichen gemeint, „aber das ist jetzt scheißegal, denn du wirst dein Gemächte sowieso nie wieder brauchen. Außer zum Schmerzen darin haben heute abend und um dich damit vollzupissen…“

Plötzlich hatte sie dem Zitternden mit der Rückhand hart ins Gesicht geschlagen: „Pfui, du Sau! Du musst damit nicht jetzt schon anfangen…“

*

Es war bereits fast dunkel, als der Dorfhäuptling, die Ältesten und ein paar Jäger aus dem Wald zurückkehrten und zum Feuer traten. Kurz vorher war Schinzangers schreckliches Schreien und Wimmern verstummt.

Die Dorfbewohner samt Fana und Ommo fanden sich ebenfalls auf dem Dorfplatz ein und der Häuptling ergriff das Wort: „Dieser Mensch namens Norbert Schinzanger hat bei der Befragung bestätigt, was wir aus den Beweisen bereits wussten. An Ommo Drahtbarts Worten war sowieso nicht zu zweifeln, denn jeder hier kennt ihn als ehrenhaften und tapferen Zwerg. Das Messer, mit dem Zeno Übelacker Fana töten wollte, als Ommo ihn erschlug, gehörte zweifellos Bekor. Er hatte es immer bei sich und laut Fana war es nicht mehr da, als sie seinen Leichnam fand. Das ebenfalls verschwundene Amulett Bekors, haben Fana und Ommo bei Hartwig Eimer entdeckt und Bekors Tabaksbeutel haben wir vorhin bei diesem Schinzanger gefunden.“

Der alte Ork machte eine Pause und räusperte sich. Dann fuhr er fort: „Dem Gesetz der Orks vom Finsterwald ist Genüge getan: Alle drei Schuldigen sind tot. Aber es gibt da noch eine weitere Sache: Beroks Familie hat Fana verdächtigt, ihren Mann umgebracht zu haben. Abgesehen davon, dass es mir fast so aussieht, als habe Zeno Übelacker bewirken wollen, dass zwischen Bekors und Fanas Familien eine Blutfehde entstehen sollte, zeigen unsere Erkenntnisse klar und eindeutig, dass Fana unschuldig am Tode ihres Mannes ist. Er sah einen alten Ork an, der mit betretenem Gesicht in der ersten Reihe, gleich beim Feuer stand. Ich schlage vor, Norom, dass sich deine Sippe von Herzen bei Fana entschuldigt.“

Der alte Ork straffte sich und sagte mit fester Stimme: „Tur’kom, das ist selbstverständlich. Wenn wir einen Fehler machen geben wir es auch zu. Meine Tochter hat sich bereits mit Fana ausgesprochen und wir, das heißt ich sowie jedes andere Mitglied meiner Familie werden sie auch noch um Verzeihung bitten.“

Tatsächlich hatte Ommo mitbekommen, dass sich Fana und eine nicht mehr junge Orkfrau weinend in den Armen gelegen waren: „ Fana, Fana, ich schäme mich so. Wir haben dich für ein schlechtes Mädchen gehalten und jetzt hast du uns so beschämt, als du gezeigt hast, was du für eine Mutter bist. Und das Schlimmste ist, dass ich meinem lieben Bekor nicht mehr Abbitte leisten und ihm sagen kann, was er sich für eine prächtige Frau ausgesucht hat.“

Doch der Häuptling war noch nicht fertig: „Und noch eine dritte Sache ist da, etwas, das wir zu entscheiden haben.“ Er lächelte Ommo zu. „Der Zwerg Ommo Drahtbart, den jeder hier kennt und achtet, hat sich heute ganz besonders um unser Dorf verdient gemacht. Wenn er nicht gewesen wäre, hätte Fanas Familie nach Lage der Dinge denken müssen, dass jemand aus dem Hause Norom sie getötet hätte. Das wäre wahrscheinlich der Beginn einer Blutfehde geworden, die unter Umständen das ganze Dorf ausgelöscht hätte. Ommo hat also nicht nur Fanas und Pan’tokars Leben gerettet, sondern vermutlich unser ganzes Dorf vor dem Untergang bewahrt.“

Tur’kom räusperte sich und kam dann zur Sache: „Langer Rede kurzer Sinn: Ich schlage vor, dass wir Ommo Drahtbart als Ehrenmitglied in unsere Dorfgemeinschaft aufnehmen. Wer ist dafür?“

Alle anwesenden Orks hoben die Hände.

„Gegenprobe: Wer ist dagegen?“

Niemand hob die Hand.

„Lieber Ommo“, der alte Orkhäuptling kam auf den Zwerg zu und nahm in die Arme. „Du gehörst nun ehrenhalber zu unserer Dorfgemeinschaft. Ich weiß zwar, dass du bei deinem Clan in eurer Burg in Grimrborg sehr glücklich bist. Aber solltest du das je wollen, kannst du dich jederzeit hier bei uns im Dorf niederlassen. Und wenn du zu Besuch hier bist, sollst du in meinem Bau wie einer meiner Söhne gelten.“

Ommo bedankte sich und der alte Ork wandte sich wieder zu den Orks aus dem Dorf, die nun jubelten und in die Hände klatschten. Einige Orks liefen zu Ommo, schüttelten ihm die Hand, schlugen ihm auf die Schulter und umarmten ihn.

Tur’kom wartete, bis sich das Dorfvolk beruhigt hatte. Dann schloss er den offiziellen Teil: „Ich weiß, ihr wisst, eigentlich ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt zum Feiern. Noch zu frisch ist die Trauer um Bekor, noch liegt der Schatten seines Todes über uns. Trotzdem wollen wir essen und trinken, ihm zum Gedenken, Ommo und Fana zu Ehren.“

*

„Und du meinst wirklich, dass das Bekor gegenüber in Ordnung war?“ fragte Ommo. Fana kuschelte sich fester an ihn: „Aber ja doch. Schau, er sitzt jetzt sicher mit Tra’rok’nar und Irk’nari bei Met, Beerenwein und Bratfleisch am Feuer und lässt es sich gut gehen.“ Sie kicherte. „Vielleicht teilt er ja auch das Lager mit Dirat. Weißt du, die Kleine, die letzten Sommer beim Beerensammeln zwischen eine Bärin und ihr Junges gekommen ist…“

Ommo brummte etwas.

„Bei uns löst der Tod, wie bei euch auch, die Ehe. Hierwelt ist Hierwelt und Anderwelt ist Anderwelt. Ich habe Bekor sehr geliebt, so dass ich noch nicht gleich wieder heiraten werde. Aber wenn ich genug um ihn getrauert habe, werde ich wieder einen Mann finden, denn ich will doch schließlich mehr als nur ein Kind haben…“

Der kleine Pan’tokar lag in seinem Bettchen und man hörte sein niedliches Kinderschnarchen. In den kleinen Bauernhäusern in West-Norsileum, nach deren Muster Bekor sein Haus gebaut hatte, gab es nur eine Schlafkammer für die ganze Familie. Morgen wollte Fana zurück zu ihrer Familie und für heute hatte sie Ommo gebeten, als Schutz bei ihr zu bleiben. Dann hatte sie Ommo ganz selbstverständlich mit in das große Bett genommen: „Ich habe die erste Nacht in diesem Haus mit einem guten Mann verbracht und so soll es auch in der letzten sein.“

Wenn auch Orksommer war, die Tage waren in den Mond des Wisents gerückt und die Nächte wurden bereits kühl. Ommo freut sich, dass er es schön warm hatte. Nicht, das es einem Zwerg wie Ommo einer war etwas ausgemacht hätte, im Freien zu schlafen. Aber das musste ja nicht unbedingt sein.

Grisnira war zu ihnen unter die Decke geschlüpft und wärmte ihm den Rücken. Von Vorne gab Fana warm. Ommo brummelte zufrieden vor sich hin und murmelte ein kleines Dankgebet an Hljomr und Vidja. Dann mischte sich sein kräftiges Zwergenschnarchen als Bassbegleitung in das Schnarchkonzert von Mutter und Kind.

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