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Posts Tagged ‘Cataclysm’


Wenn es nicht so abgedroschen wäre, könnte ich jetzt sagen: „Und wieder ist ein Jahr vorbei…“. Tatsache ist jedoch,  dass Weihnachten – allerdings zum Glück nur äußerlich – für mich nicht so perfekt war wie 2010, da das Wetter nicht so mitspielte wie damals. Das Bild oben stammt übrigens vom damaligen Weihnachtsspaziergang auf der Alb. Wetter hin oder her – für Literatur und Spiele spielt es keine Rolle, ob der Winter toll oder weniger toll ist. Allenfalls wird man bei feuchtkaltem Schmuddelwetter sich noch lieber in der Leseecke oder hinter dem Zock-Compi verkriechen, als bei echtem, knackig kalten Winterwetter mit Schnee, Eis und Sonnenschein. Aber auch in einem Bilderbuchwinter, der einen tagsüber hinauslockt, sind die Abende lang genug zum Lesen und Spielen.   

Bücher…

Zu 2012 lässt sich sagen, dass der ganz große Fantasy-Boom vielleicht schon vorbei ist – und nicht erst seit dem abgelaufenen Jahr. Trotzdem tut sich einiges, vielleicht hat sich das Genre ja seinen Platz in der Welt der Literatur gesichert, so das die Liebhaber von Elfen, Orks und Zwergen vorerst konstant Nachschub an Lesestoff bekommen. Ich persönlich habe gerade eine weitere Trilogie von Licia Troisi angefangen – Die Schattenkämpferin“. Zuvor hatte ich den zweiten Band von Wolfgang Hohlbeins Chroniken der Elfen, „Elfenzorn“, der mir, nachdem mir der erste Band „Elfenblut“ sehr gut gefallen hat, ehrlich gesagt, wenig Lust auf „Elfentod“, den dritten Teil gemacht hat.

Endlich herausgekommen ist mittlerweile die Fortsetzung von Patrick Rothfuss „Der Name des Windes„. Da muss ich demnächst wohl auch gucken, dass ich mir das besorge. Zuvor werde ich mir wohl aber den zweiten und dritten Band von Frank Rehfelds Zwergentrilogie („Zwergenfluch, „Zwergenbann“ und Zwergenblut“) zu Gemüte führen, die ich auf dem Gabentisch gefunden habe. Sehnsüchtig warte ich auf einen weiteren Band von den insgesamt sieben, welche die „Zerrissenen Reiche“ von Thomas Plischke einmal umfassen sollen. Nach „Die Zwerge von Amboss“ und „Die Ordenskrieger von Goldberg“ hat mich auch „Die Halblinge des ewigen Hains“ in seinen Bann geschlagen. Leider herrscht aus dieser Richtung derzeit bereits seit längerem Funkstille, sowohl das Blog als auch die Homepage des Schriftstellers schweigen sich darüber aus. Ich hoffe doch, dass nicht der Verlag diese tolle Septologie klammheimlich hat sterben lassen…

… und Spiele

Was das Gamen angeht, bin ich in allerjüngster Zeit nicht zu viel gekommen: Zwischen den Jahren habe ich mich mal wieder mit dem 3D-Modellieren befasst und mich ein wenig in Blender 2.5 eingearbeitet. Zuvor habe ich mich, obwohl Einzelspieler-Rollenspiele ja nicht so mein Ding sind, ein gut Stück durch Drakensang gespielt, das mir immer noch aufgrund der wunderschönen Grafik ausnehmend gut gefällt. Deutsche Wertarbeit eben, da kann man den ganzen Manga-artigen Asienkrempel dagegen frohgemut in die Tonne treten.

Auch World of Warcraft kann sich grafikmäßig mehr als nur eine Scheibe von Drakensang abschneiden. Vor allem, was die Qualität der Darstellung angeht (es gibt tatsächlich auch runde Räder), als auch die Diversität der Gebäude und die Landschaftsformen. Über meine Eindrücke nach einem Jahr Cataclysm habe ich mich ja unlängst ausführlich verbreitet und auch meiner Genugtuung darüber Ausdruck gegeben, dass die Worgen jetzt auch ein einfach zu bekommendes Mount haben, auch wenn es offiziell nicht als Rassenmount bezeichnet wird.

Was nun ansteht, ist die nächste Erweiterung „Mists of Pandaria“, die ja wohl für dieses Jahr zu erwarten ist. Vielleicht schon recht bald, denn dem Vernehmen nach heißt die Blizzard-Firmenband bereits L90ETC . Bei mir hält sich, um ehrlich zu sein, die Spannung allerdings in Grenzen und ich befürchte weitere Änderungen in eine Richtung, die mir schon seit dem Todesritter nicht gefällt: Man nennt das offiziell wohl Phasing, ich empfinde es als Gängelung des Spielers, denn ich wähle meine Quests lieber selber aus einem reichhaltigen Angebot, anstatt mir eine bestimmte Vorgehensweise vorschreiben zu lassen. Das hatte ich nämlich bereits vor 25 Jahren zur Genüge und es ist auch mit ein Grund dafür, das ich nicht gerade der ganz große Fan von Einzelspieler-Rollenspielen bin.

Zum Schluss noch einmal zurück zu den Asien-Games: Ich habe da ein neues „World of Warcraft für Arme“ entedeckt und angespielt, das kostenlose MMORPG „Forsaken World“. Leider muss man sich, wenn man es spielen will, von der unsäglichen Steam-Plattform gängeln und ausspionieren lassen.  Was die Grafik angeht, ist Forsaken World auch wieder eines der Spiele, die sich die WoW-Macher einmal ansehen sollten: Vor allem auch, was die Gebäude angeht, sieht man, dass man heutzutage nicht mehr unbedingt mit lauter Versatzstücken arbeiten muss.

„Forsaken World“ kommt zwar von einem amerikanischen Hersteller, wird aber in China gemacht. Leider sieht man das nur zu deutlich: Während die als NPCs fungierenden Zwerginnen zwar eher lieblos gemacht sind, aber immerhin aussehen wie Zwerginnen, ist die Version für Spielercharaktere einfach unterirdisch. Sie erinnern an die Sorte Mädchen, die in den einschlägigen asiatischen Comics von Apparaten verrückter Wissenschaftler sowie Tentakeln und anderen Körperteilen ekliger Monster drangsaliert werden.. Schauderhafter sind nur noch die Zwerginnen aus Lineage II.

Zurück zum Neuen Jahr: Ich wünsche Euch allen, egal ober Ihr lieber spielt, das Lesen vorzieht oder – wie ich auch – das eine tut und das andere nicht lasst, ein glückliches und zufriedenes 2012 und natürlich auch immer Phat Lootz!

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Jetzt kann Worgen-Krieger Terrorwauzl seinen Streik beenden: Der Patch 4.3 bescherte den Worgen endlich auch ein Mount

Mein größter Kritikpunkt an World of Warcraft Cataclysm in meinem Allianz-Artikel zum Launch der Erweiterung war ja dieses unsägliche, vierbeinige Gehampel, das man den Worgen anstelle eines Mounts zugemutet hat. Jetzt hat Blizzard diesen unsäglichen Zustand beendet: Worgen können sich seit dem Patch 4.3 bei Astrid Langstrumpf in Darnassus gleich bei der Heulenden Eiche ein „Bergpferd“ kaufen. Wie üblich gibt es davon außer der gewöhnlichen auch ein schnelle Version für fortgeschrittene Reiter.

Wie es heißt ist das Bergpferd kein Rassenmount, sondern lediglich zum Ausgleich eingefügt worden, damit die Allies bei diesem Erfolg mit den Reittieren nicht benachteiligt würden.  Wie bei den „richtigen“ Rassenmounts üblich, können es andere Rassen aber nur erwerben, wenn sie bei der jeweiligen Fraktion, hier also Gilneas, mindestens den Ruf „ehrfürchtig“ besitzen.

Wie dem auch sei: Mein Worgen-Krieger Terrorwauzl hat sich so ein Pferdchen zugelegt und kann jetzt seinen Streik beenden. In den ist er nämlich vor einem Jahr getreten, nachdem er auf Stufe 20 gemerkt hatte, was ihm die Blizzard-Entwickler da anstelle eines anständigen Mounts zumuten wollten. Wenn man schon das Pech hat, sich ab und zu in einen Wolf verwandeln zu müssen, muss man deswegen ja nicht auch noch durch Vorenthaltung eines anständigen Mounts diskriminiert werden!

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Mittlerweile ist etwa ein Jahr ins Land gegangen seit die dritte WoW-Erweiterung Cataclysm erschienen ist. Das war für mich genug Zeit, im Wesentlichen alles zu sehen, was sich auf Azeroth so getan hat, mir drei 85er heranzuziehen und mir ein Urteil über die heutige World of Warcraft zu bilden. Über das, was sich in den alten Gebieten getan hat und über meine Eindrücke von den neuen Rassen und ihren Startgebieten habe ich ja bereits vor einiger Zeit hier zwei Artikel veröffentlicht, einen über die Allianz– und einen über die Hordenseite. Diesmal geht es speziell um das Leveln von 80 bis 85 und die Gebiete, die man dabei kennenlernt.

Was meine Chars so treiben

Vor einem Jahr waren meine Mainchars alle beide Zwergenjäger. Das hat sich seither geändert. Drahtbart auf dem Echsenkessel, einer der beiden, ist praktisch noch nicht weitergekommen als bis zu dem Gasthaus auf dem Hyal, von dem aus es losgeht. Ommo, der andere kurzbeinige Waidgeselle hat die 85 erreicht und sich auch allerhand lila PvP-Equip verdient. Er war der erste Char auf meinen eigenen Account und ist ursprünglich einmal auf dem PvE-Server Lordaron erstellt worden. Als Leute, mit denen ich schon viel auf dem Echsenkessel zusammen gespielt hatte, auf einmal auf Mal’Ganis auftauchten, transferierte ich Ommo, der damals 70 war dorthin, weil ich Drahtbart nicht vom Echsenkessel abziehen wollte.

Etwas finster sieht er aus, der gute alte Ommo in seiner Rüstung des boshaften Gladiators

Ebenfalls auf Mal’Ganis transferiert habe ich Rautgundis, mein Zwergenschurkin, die ursprünglich auf dem Echsenkessel war. Sie ist mittlerweile auch 85 und war mein erster Levelcap-Char, der kein Zwergenjäger war. Sie rennt aber derzeit noch in ihrem einfachen Equip herum, dass beim Leveln so zusammen kam. Dafür konzentriert sie sich auf die berufliche Fortbildung und kommt in der Verzauberei ganz gut voran.

Rautgundis unterwegs beim Leveln in Nordend

Mit Sinepinim, dem rauhbauzigen Ork-Hexenmeister habe ich nun auch einen großen Hordler. Er steht am Anfang seiner PvP-Karriere. Mit der Teufelsgewebten Gewandung des boshaften Gladiators hat er sich sein erstes Lila PvP-Ausrüstungsteil verdient. Ich muss mich immer ein bisschen aufraffen, ihn auf dem Schlachtfeld zu spielen, denn derzeit bekommt er noch jedesmal ordentlich auf die Mütze. Das frustet, zumal ich den Warlock ja auch lange nicht so gewöhnt bin wie den Jäger.

Sinepinim unterwegs mit der Raketenbahn in Azshara

Das gleiche gilt natürlich auch für Rautgundis, denn auch mit dem Schurken bin ich noch lange nicht so erfahren wie mit dem Jäger. Aber wenn ich Zeit habe, soll sich das ändern und ich hoffe, das sowohl Rautgundis als auch Sinepinim irgendwann ganz in lila PvP-Equip daher kommen.

Ein verhältnismäßig neuer Char ist Hühnergusti, eine – naja, was sonst? – Zwergenjägerin. Sie hatte ich vor Cataclysm auf Mal’Ganis erstellt und auch noch bevor ich Ommo und Rautgundis dorthin transferierte. Sie ist derzeit eine knackige 60erin (geht ja jetzt recht schnell), die derzeit auf die Großmeister-Titel in Ingenieurs- und Schmiedekunst hinarbeitet und hängt hauptsächlich in der Schmiede und der Kneipe auf der Ehrenfeste herum.

Hier ist Hühnergusti mit der Goblin-Rakete unterwegs in die Sümpfe des Elends

Das Skillen von zwei Chars in jeweils zwei Berufen bedeutet natürlich, das Ommo der Bergmann und Kürschner farmen muss, was das Zeug hält. Da Rautgundis sich beim Verzaubern parallel zu Hühnergustis Schmiede- und Ingenieurskünsten bewegt, profitiert sie von dem Zeug was diese craftet. Und natürlich auch von den grünen Waffen, die bei Ommos Farmerei hin und wieder anfallen. Omm0 besorgt ihr auch hin und wieder Knotenhautleder, aus dem sie mit ihrem zweiten Beruf Lederverarbeiter Sachen macht, die dann wiederum zu Mats für die Verzauberkunst entzaubert werden.

In der Lederverarbeitung bringt sie das aber nicht weiter, denn da ist sie ihren Verzauberkünsten weit voraus und strebt derzeit die 450er Marke an. Das ruht aber gerade; da geht es dann voraussichtlich erst so richtig weiter, wenn ihre Verzauberkunst und Hühnergustis Ingenieurs- sowie Schmiedekünste ebenfalls so weit gediehen sind. Ommo graust es jetzt schon, wen er an die Unmengen boreanischen Leders denkt, die er dann beschaffen muss.

Hühnergusti lernt fleißig Ingenieurs- und Schmiedekunst

Ettunilbog, mein Goblinjägerin ist noch nicht weitergekommen. Sie ist auf Mal’Ganis als einzige Hordlerin unter meinen ganzen Allis in einer etwas unglücklichen Lage, da diese sie ja kaum (allenfalls mit dem Auktionshaustrick) mit Geld, Ausrüstung oder Mats unterstützen können. Außerdem sind die Taschenorks nicht wirklich so ganz mein Fall.

Mein Worgenkrieger Terrorwauzl ist auch noch nicht weiter als 20. Er streikt, weil er kein vernünftiges Reittier bekommt. Mit Ommo auf den Schlachtfeldern unterwegs, habe ich erstmal so richtig gesehen, wie lächerlich das aussieht, was man den Worgen anstelle eines Reittieres zumutet. Das soll sich ja zum Glück mit dem nächsten Patch ändern und dann wird wohl auch Terrorwauzl wieder aktiv werden.

Die neuen Gebiete

Wenn man mit WoW-Cataclysm seinen 80er weiterleveln will, hat man zunächst zwei Gebiete zur Auswahl. Beide sind am Anfang sehr derbe, was sich dann aber gibt, wenn man sich erst einmal ein paar neue Ausrüstungsgegenstände verdient hat. Außerdem sind die Unterschiede zwischen den Levels wesentlich größer als man das von früher kennt: In den ersten 60 Stufen kann man sich zumindest mit Jägern und Hexern ja schon mal an Mobs wagen, die fünf, sieben, ja vielleicht sogar acht Stufen größer sind als der eigene Char. Das ist in den WoW-Cataclysm-Gebieten illusorisch.

Auf dem Hyjal geht es stellenweise ganz schön zur Sache...

Wer es wagt, naseweis mit einem 80er das Schattenhochland aufzusuchen wird dort die meiste Zeit vom Friedhof zurück zum Ort seines Ablebens unterwegs sein. Wer will, kann es ja ausprobieren. Muss aber nicht sein, denn in WoW-Cataclysm levelt man verhältnismäßig schnell. Der Weg von 80 auf 81 ist nicht zu vergleichen mit der Ochsentour, die man zu Anfangszeiten von WoW Burning Crusade von 60 auf 61 zu absolvieren hatte.

Zumindest ist das auf dem Hyjal so. Vashj’ir hat mich nicht lange gesehen, um nicht zu sagen: Ich finde es bescheuert. Zu den am Anfang sehr harten Gegnern kommt noch dazu, das man sich dreidimensional bewegen muss. Gut, man kennt da ja aus Kämpfen mit Murlocs, Nagas, Mnacruras, Frenzies und was es noch so alles an Mobs gibt, die man auch in anderen Ländern zuweilen tief unter Wasser bekämpft. Aber ganze Levels lang muss ich das nicht haben.

Ich wählte daher die Alternative Hyjal. Wie gesagt waren auch hier die Gegner am Anfang recht derbe. Vor allem ging Ommo einige Male das Tier ein, weil man es von den alten Ländern her gar nicht gewöhnt ist, auf dessen Gesundheit zu achten. Wie ebenfalls bereits erwähnt, wird das schnell besser, wenn die ersten neuen Ausrüstungsgegenstände verdient sind. Dann wachsen Schutz und Schaden zusehends in ungeahnte Höhen.

Was mir am Hyjal nicht gefällt, ist, dass der Ablauf beim Leveln mehr oder weniger vorgegeben ist. Man muss praktisch alle Quest nacheinander erledigen. Hat man dann den Hyjal gerettet, gibt es nichts mehr zu tun, daher kann man sich hier auch noch kein Polster an EP schaffen bzw. noch einen Level länger dableiben.

Ork-Hexenmeister Sinepinim mit seiner Mülltüte in Tiefenheim

Das ist in Tiefenheim dann etwas besser. Hier gibt es doch auch wieder Questreihen, die man parallel machen kann. Wenn man in diesem Gebiet alles bis zum Ende durchspielt und nicht gleich nach Uldum geht, nachdem man die Quest erhalten hat, die einen dorthin führt, ist man schon fast fit fürs Schattenhochland. Man wird dann in Uldum nicht mehr viele Quest machen müssen.

Rautgundis in der Pyramide in Uldum

Natürlich kann man hier dennoch ein wenig länger verweilen und noch fitter für das Schattenhochland werden. Es gibt unter anderem ein Wiedersehen mit Harrison Jones, mit dem man eine Questreihe zu absolvieren hat, die gewisse Steampunk-Elemente aufweist. Außerdem kann man Ärger mit Sandpygmäen haben, mit einem Taschendiktator namens Schnotz, der manche an gewissen Anstreicher aus Österreich erinnert und noch allerlei anderen üblen Kreaturen.

Ommo in Uldum

Im Schattenhochland schließlich geht es einmal wieder um den Konflikt zwischen Horde und Allianz, genauer gesagt, prallen hier die Interessen von Zwergen des Wildhammerklans und Drachenmal-Orks aufeinander. Und natürlich geht es auch um die Bedrohung beider Seiten durch Todesschwinge und seine Helfershelfer, durch den Schattenhammerkult und um den Kampf der roten Drachen gegen all das Üble, das Azeroth angreift.

Mit der Horde unterwegs ins Schadenhochland

Nett fand ich, dass man als Allie eine Ehe zwischen einer Zwergin und einem Zwerg stiften kann: Die dralle, tat- und schlagkräftige Fanny Donnermar heiratet Keegan Feuerbart, der als echter Zwerg solche Qualitäten zu schätzen weiß. Damit werden gewisse Unstimmigkeiten zwischen zwei Zweigen der Wildhämmer beigelegt. Man darf sogar dem Barden helfen, das Hochzeitslied zu dichten und hilft auch, einen Angriff der Drachenmal-Orks während der Trauung abzuwehren.

Die Hordenquests im Schattenhochland sind etwas anders als die Allianzquests. Daher wird es auch nicht langweilig, wenn man zuerst einen Hordler und dann eine Allie durch dieses Gebiet bewegt oder umgekehrt.

Im Schattenhochland

Wenn man in Tiefenheim und Uldum gut vorgelegt hat, muss man im Schattenhochland nicht alle Quests machen, um schließlich die Stufe 85 zu erreichen. Natürlich kann man aber dann noch weiter machen, um in der üblichen Weise Gold statt Erfahrung zu verdienen.

Ist die nicht nüüüdlüüüch? Fanny Feuerbart geb. Donnermar im Brautkleid

 Fazit

Insgesamt gefällt mir WoW-Cataclysm recht gut und es hat mir Spaß gemacht, mittlerweile drei Charaktere auf 85 zu bringen. Was wir nicht gefällt, ist, dass es, vor allem auf dem Hyjal, doch eine gewisse Linearität gibt, die praktisch keinen Raum für eine eigenständige Auswahl der Quests lässt, wie das vor allem in der alten Welt, aber auch noch bis WoW Warth of the Lichking möglich war. Das könnte Blizzard aber relativ leicht ausbügeln, indem die Programmierer einfach mehr Quests einbauen. Ob die Knappheit der Quest und der daraus folgende vorgezeichnete Weg das Spiel für Deppen leichter machen soll, ob sie mit dem Trend zum Phasing zu tun hat, oder ob es einfach Zeitdruck oder Sparen an Entwicklungsarbeit ist, kann ich nicht sagen.

Die Trauung von Fanny Donnermar und Keegan Feuerbart

Auf jeden Fall hat Blizzard für WoW Cataclysm wieder tolle Landschaften geschaffen. Dass mir nicht alle gleich gut gefallen – ich favorisiere das Schattenhochland und den Hyjal – ändert daran nichts. Schließlich sind die Geschmäcker verschieden. Auch sind wieder nette Gags wie die Zwergenhochzeit und das Disziplinieren der Dattelpflücker in Uldum eingebaut. Alles in allem habe ich die Erweiterung wieder gerne gespielt und spiele auch nach jetzt fast fünf Jahren noch immer wieder gerne einmal World of Warcraft. Und nach wie vor ist WoW das MMOPRG, das mir persönlich am besten gefällt.

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Viel hat sich auf Azeroth verändert: Nicht nur im Hügelland...


Wie ich hier bereits erwähnt hatte, habe ich nach mehrmonatiger WoW-Abstinenz zwischen den Jahren meinen Account reaktiviert und die dritte Erweiterung von World of Warcraft, Cataclysm installiert. Mittlerweile habe ich auch die ersten Schritte in der umgestalteten Spielwelt getan und erste Eindrücke gewonnen von der neuen alten World of Warcraft: Cataclysm, das muss ich leider sagen, gefällt mir nicht wirklich. Dabei sind es eigentlich nur ein paar Kleinigkeiten, die mir den Spaß an World of Warcraft Cataclysm verderben.

Nachdem ich mir vor einigen Wochen einen neuen Computer zugelegt hatte, installierte ich darauf auch wieder World of Warcraft. Cataclysm kam dann gleich nach dem ersten Start als Patch, denn der weitaus größte Teil der Erweiterung besteht ja aus Änderungen der Spielwelt – und damit großenteils aus dem Umbau von Gebieten, die auch für Spieler zugänglich sind, die World of Warcraft Cataclysm noch nicht installiert haben. Dass das Aufspielen des Patches natürlich wieder unglaublich lange gedauert hat, brauche ich hier ja wohl nicht zu erwähnen.

... und in den westlichen Pestländern...

Zunächst loggte ich mich jedoch noch nicht ein, da ich keine Lust hatte, eine Gamecard anzubrechen, nur um ein paar Blicke auf das Spiel zu werfen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag war es dann aber so weit: Ich nahm mir die Zeit, fügte meinem Account 60 Tage Spielzeit hinzu und installierte anschließend World of Warcraft Cataclysm.

Generve mit den Talenten bei World of Warcraft Cataclysm

Als erstes unternahm ich ein paar Streifzüge mit meinen vorhandenen Chars. Natürlich musste ich mich wie üblich zunächst einmal darüber ärgern, dass beim Aufspielen von World of Warcraft Catclysm wieder einmal sämtliche Talente zurückgesetzt worden waren. Das geht zwar bei Änderungen am Talentsystem nicht anders, zumal bei so grundlegenden wie sie hier stattgefunden haben. Ärgerlich ist es aber allemal, denn zum einen muss man, anstatt loslegen zu können, erst einmal mit den Talentpunkten herumfummeln und zum anderen hat man die alte, oft mit viel Mühe ausgetüftelte Abstimmung seines Charakters verloren. Zu allem Überfluss sind dann auch noch die darauf abgestimmten und eingeübten Vorgehensweisen im Kampf entwertet. Anstatt in der gewohnten Weise mit seinem fetzigen Char loslegen zu können, muss man, wenn man wirklich Leistung haben will, erst einmal im Netz herumstudieren und sich über die Veränderungen schlau machen. Das ist das diametrale Gegenteil von dem, was sich vorstellt, wenn man sich in der geruhsamen Zeit zwischen den Jahren einmal wieder einloggt in World of Warcraft, Cataclysm installiert hat und ganz entspannt einmal sehen möchte, was sich so getan hat auf Azeroth.

... wo in Andorhal Neues aus den verseuchten Ruinen wächst.

Zu Nutz‘ und Frommen der Blizzardianer muss man allerdings auch sagen, dass sie den Mechanismus der Talentvergabe bei World of Warcraft Cataclysm entscheidend verbessert haben: Talentplaner sind jetzt weitestgehend überflüssig und ein falsch gesetzter Talentpunkt ist keine Katastrophe mehr: Man kann jetzt direkt in der Talentvergabe die Talentpunkte zunächst wie in einem Talentplaner beliebig setzen und löschen. Erst wenn man das hat, was man will, bestätigt man die Anordnung und nach einer Nachfrage, ob man sich auch wirklich sicher sei, werden die Talente endgültig gesetzt. Das, muss man sagen, ist ein gewaltiger Gewinn an Komfort.

Das neue, alte Azeroth von World of Warcraft Cataclysm

Ich setzte mich zunächst einmal noch nicht mit den Feinheiten des neuen System auseinander, sondern verteilte meine Talente bei den Chars, die ich hervorholte erst einmal ganz einfach nach grober Daumenpeilung. Dann ging es jeweils los auf Entdeckungsreise in der näheren und weiteren Umgebung der aktuellen Standorte der Chars.

Es gibt jetzt tatsächlich wieder allerhand zu entdecken in der World of Warcraft. Cataclysm brachte sehr viel neues Ambiente: Späherkuppe hat einen ganzen Haufen neue Gebäude bekommen und wird gerade mit einer Festungsmauer umgeben. Bei Alextons Bauernhof hat sich ein Loch aufgetan, über dem ein Wirbelsturm Bäume und Felsen herumsausen lässt. Alte Quests sind teilweise weggefallen oder wurden verändert und neue sind hinzugekommen. Die Bauersleute Brauenwirbel, die man früher als erstes traf, wenn man aus dem Wald von Elwynn nach Westfall kam und die einem die ersten Quest im neuen Gebiet gaben, sind samt ihrem Pferd Graumähne ermordet worden. Ihren Tod aufzuklären ist Gegenstand einer neuen Questreihe, die schließlich Schreckliches zu Tage fördert.

Eine der neuen Quests führt einen nun zu Kapitän Grausohn, der als Geist das Amt des samt seiner Familie von Murlocs ermordeten Leuchtturmwärters versieht und den man früher eher zufällig entdeckte. Anstatt der Ölfläschchen von den Erntegolems benötigt er jetzt Schluchtschlamm von den Schluchtschleimen, die in dem bereits erwähnten Loch bei Alextons Bauernhof herumsiffen.

Die Gnome haben jetzt in Gnomeregan ihr eigens Startgebiet

Neu hinzugekommen sind allerhand Flugpunkte: Bei Mondbruch etwa und bei Brauenwirbels Kürbishof in Westfall, aber auch in den anderen Gebieten: in Goldhain, im Holzfällerlager des Osttales, an neuen Orten im Schlingendorntal und so weiter. Das erspart Beinarbeit, so wie die zusätzlichen Friedhöfe, die es jetzt so wie die Flugpunkte auch, praktisch an jedem Hühnerstall gibt. Eine wirklich sinnvolle Erleichterung, denn die langen Fußmärsche früher waren keine positiv im Sinne einer Herausforderung empfundenen Erschwernis des Spiels, sondern nervten lediglich. Es ist tatsächlich viel gearbeitet worden an der World of Warcraft. „Cataclysm“ bedeutet so etwas wie „grauenhafte Überflutung“ und ist im Sinne der Hintergrundgeschichte zwar ein zerstörerisches Ereignis, hinsichtlich der Ausstattung der Spielwelt wurde jedoch mit der gleichnamigen Erweiterung – wie sich ja eigentlich auch leicht hatte denken lassen – mehr hinzugefügt als weggenommen: In Sturmwind etwa gibt es jetzt zwar ein paar beschädigte und zerstörte Gebäude, dafür sind aber ganz neue Dinge hinzugekommen. Auch in Andorhal in den westlichen Pestländern beispielsweise gibt es neue Gebäude bei den Ruinen – offenbar machen wir Fortschritte mit unseren Bemühungen, das Städtchen vom üblen Gelichter zu säubern. Allerdings gibt es auch Orte denen übel mitgespielt wurde: Süderstade etwa besteht nur noch aus Ruinen. Diese traurige Entdeckung machte ich, als ich mir den Flugpunkt dort wieder holen wollte, der wie ich dachte aufgrund eines Fehlers aus meiner Liste verschwunden zu sein schien. Die Felder des Hügellandes sind von bösen Mächten übernommen worden und wurden umgestaltet. Was mich persönlich besonders traurig macht, ist, dass ausgerechnet mein geliebtes Loch Modan sehr gelitten hat, was ich schon aufgrund der entsprechenden Szene im Trailer befürchtet hatte.

Neues auch in Westfall...

Gadgetzan liegt neuerdings direkt am Meer. Ob es wohl auch in Azeroth eine Klimaerwärmung mit Polkappenschmelze und steigendem Meerespiegel aufgrund eines Treibhauseffektes gibt? Wer daran wohl schuld ist? Die Venture Company mit ihren üblen Umweltfrevelei? Oder haben etwa die Tauren zu viel gepupst?

Die hier beschriebenen Änderungen sind natürlich lange nicht alles. Es ist lediglich eine Auswahl an Dingen, die ich bei ein paar Streifzügen entdeckt habe. Übrigens sind auch die Monster in den alten Gebieten oft schwächer geworden. Das liegt vielleicht daran, dass zusätzliche Gebiete entstanden sind: Wenn es insgesamt mehr Platz gibt und man neue Gebiete mit den stärksten Monstern bevölkert, kann man den Levelanstieg von Gebiet zu Gebiet gewissermaßen strecken und so Gebiete im mittleren Bereich früher zugänglich machen.

Ein neues spielbares Volk bei World of Warcraft Cataclysm: Die Worgen

Einer meiner Streifzüge führte meinen Ork-Hexenmeister Sinepinim auch in das neuerdings zugängliche Land Gilneas. Dieses existierte ja im Rahmen der Hintergrundgeschichte von WoW bereits vor World of Warcraft Cataclysm und wurde hinter dem Graumähnenwall angenommen. Jetzt kann man es tatsächlich auch betreten, allerdings nur bedingt.

Wenn man das toll gestaltete Gilneas mit einem "fremden" Charakter betritt, wirkt es wie ausgestorben

Wenn man mit einem Char vom Silberwald durch das Tor im Graumähnenwall nach Gilneas reist, wundert man sich zunächst: Ein toll gemachtes Gebiete ist hier zu finden, dessen Bewohner aber vollständig ausgestorben zu sein scheinen. Des Rätsels Lösung: Das Gebiet ist so eine Art instanziert, wie man das vom Startgebiet der Todesritter her bereits seit Wrath of the Lich King kennt: Die NPCs, die es bevölkern, sieht man nur, wenn man sich einen Worgen macht, für die Gilneas das Startgebiet ist.

Wie beim Todesritter auch, ist der Aufbau eines Worgen gewissermaßen als Spiel im Spiel gestaltet. Durchgespielt wird dabei die Geschichte des Überfalls der Verlassenen auf das Königreich Gilneas, die mit der Flucht der Gilneaten nach Darnassus und weiter an die Dunkelküste endet. Dort kann man dann in der üblichen Weise frei weiter questen und sich durch die Gebiete der Nachtelfen kämpfen. Ich verzichtete jedoch auf die Gastfreundschaft der Baumknutscher, weil mir weder Dunkelküste, noch das Eschental noch ihre Bewohner besonders gefallen und nahm das Schiff nach Sturmwind. Für den Wald von Elwynn ist man zu diesem Zeitpunkt – etwa Stufe 14 – bereits zu groß, so dass man dann gleich nach Westfall weiterreisen kann, was ich auch getan habe und was auch der Grund dafür ist, dass ich oben relativ viel über die Veränderungen in diesem Land schreiben konnte.

Sicherlich geht es den meisten so wie mir: Es gibt Gebiete die einem gut und andere, die einem weniger gut gefallen. Von der Landschaft her sind Loch Modan, das Hinterland, Grizzlyhügel und eventuell noch Nagrand meine Lieblingsländer. Hinsichtlich der Orte und Gebäude ist es seit Neuestem – Gilneas. Schade nur, dass es lediglich den Hintergrund für die ersten Stufen der Worgen bildet. Ich finde, so ist die offensichtliche Liebe, Kreativität und Sorgfalt, mit der die gilneatischen Gebäude gestaltet wurden, zu einem großen Teil für die Katz‘.

Doch wenn man sich einen Worgen erstellt...

Dabei würde es sich gerade aufgrund der Instanzierung von Gilneas und der Geschichte der Übernahme durch die Verlassenen als Questgebiet anbieten: Thema könnten die Bemühungen von Allianz und Horde sein, es zurück zu erobern bzw. dies zu verhindern. So könnten Quests und Stützpunkte für beide Fraktionen hier eingerichtet werden.

Ob das vielleicht so geplant ist? Sinnvoll und machbar wäre es und anbieten würde es sich auch. Warten wir also mal ab, was sich tut…

Das Leveln geht jetzt fix bei World of Warcraft. Wo man sich früher plagen musste, oft starb und weite Wege vom Friedhof zurück laufen musste, wie etwa bei den Murlocs und Gnollen im Rotkammgebirge, fallen jetzt die Monster wie die Fliegen um. Man kann sich mit dreien oder vieren gleichzeitig anlegen, was früher tödlich geendet hätte. Da und dort laufen jetzt in der freien Welt wieder Elite-Mobs herum, wie etwa die Ettins im Rotkammgebirge. Allerdings verdienen sie diesen Namen kaum: Man kann sie ohne größere Schwierigkeiten alleine töten, es ist im Prinzip nicht schwerer als bei herkömmlichem Mobs, die zwei vielleicht drei Stufen größer sind als der eigene Char.

Eine erste herbe Enttäuschung bei World of Warcraft Cataclysm

Schon nach kurzer Zeit hat man daher jetzt Lvl 20 erreicht. Bei meinem Worgen-Krieger war das heute Nacht der Fall. Zeit fürs erste Mount, weit über vier Gold klimpern in der Tasche und zwar nur aus gedroptem Bargeld und beim Händler verkaufter Beute. Nichts im Auktionshaus verkauft und auch beim Händler nicht alles, was ich erbeutet habe: Materialien, die eventuell noch brauchbar sein könnten und nicht seelengebundene grüne Items habe ich aufgehoben.

... sieht man, dass hier durchaus einiges los sein kann.

Ob das Geld reichen wird? Aber ja: Die einfache Reitfähigkeit kommt jetzt mit Level 20, der Besuch beim Reitlehrer ist überflüssig: Spricht man diesen doch an, weil man noch nicht mitbekommen hat, wie es jetzt läuft, steht da: „Bereits bekannt“.

Ein Reittier? Tja… Gibt es für Worgen nicht. Was für eine Enttäuschung, wenn man so wie ich, sich nicht vorher informiert hat: Statt einem netten Mount bekommt man als Worgen die Fähigkeit, sich auf lächerliche Art und Weise auf allen Vieren mit einer der jeweiligen „Reitfähigkeit“ entsprechenden Geschwindigkeit fortzubewegen.

Worgen? Nein Danke!

Was bitte hat sich Blizzard bei diesem „Geniestreich“ gedacht? Ich bin ja bekanntlich ein alter PvP-Fan. Soll ich jetzt zum Gespött der Leute auf allen Vieren durchs Arathibecken hampeln? Hinter Nachtelfen auf schicken Säblern und Hexenmeistern auf wuchtigen Teufelsrössern herhecheln? Mir „Komm her, Fiffi! Brav, Fiffi!“ und quäkendes Gelächter von Gnomen auf Roboschreitern anhören?

Es fehlt eigentlich nur noch ein Halsband mit Nieten und eine Nachtelfe im Domina-Outfit mit der Hundeleine in der Hand: Traut sich tatsächlich jemand in dieser Körperhaltung auf ein Schlachtfeld?

Es könnte ja noch angehen, wenn man sich bei Einsatz der „Wilde Hatz“ genannten „Reitfähigkeit“ der Worgen in einen schnittigen Wolf verwandeln würde. Aber nein: Es wird einem zugemutet, mit einem menschenartigen Körperbau auf allen Vieren daher zu krabbeln wie ein Verkappter mit Hundehalsband bei einer Domina.

Nein, danke! Auf einen Char, der beim „Reiten“ daher kommt, wie Ede Wolf nachdem Gevatter Bär und die drei Schweinchen ihn unter den Tisch gesoffen haben, kann ich verzichten. Schade, denn mit den Worgen ist Blizzard an sich ein sehr gut aussehendes Volk gelungen; aber für mich ist das Thema „Worgen“ so lange erledigt, bis Blizzard diesem Volk ein anständiges Mount spendiert.

Die zweite herbe Enttäuschung bei World of Warcraft Cataclysm

Auch die zweite Unverschämtheit war wohl schon vorher bekannt und ich wusste es nur nicht, weil ich mich in den letzten Monaten nicht mit WoW befasst habe und mich daher von World of Warcraft Cataclysm  fast vollkommen überraschen ließ. Bereits beim ersten Besuch mit meinem 80er Zwergenjäger Ommo hatte ich feststellen müssen, dass die Hauptstadtportale in Dalaran nicht mehr an ihren gewohnten Plätzen sind, was mich schon sehr wunderte.

Bis ich mich dann heute nach schlau machte, hegte ich noch ein gewisse Hoffnung, dass diese lediglich irgendwo anders hin verlegt worden wären. Doch diese Hoffnung trog: Blizzard hat diese Reisemöglichkeiten ersatzlos gestrichen. Dafür, so äußerte man sich dort bereits im Vorfeld, gäbe es dann ja auch Lehrer und Auktionatoren in diesen Städten.

Ein virtueller Schildbürgerstreich ersten Ranges: Keine Portale zu den Hauptstädten mehr in Shattrath und Dalaran

Angeblich soll  der Zweck der Übung sein,  dass die Hauptstädte in der alten Welt wieder attraktiver würden. Wie das funktionieren soll, erschließt sich mir jedoch nicht: Wenn es keine Portale mehr gibt und Lehrer und Auktionshaus in der Scherbenwelt und in Nordend verfügbar sind, warum bitte soll ich dann überhaupt noch  in eine der Hauptstädte der alten Welt reisen, wenn ich zwischen 60 und 80 in der Scherbenwelt und in Nordend unterwegs bin? Auch das Anmelden für ein Schlachtfeld erfordert mit dem neuen System ja keinen Besuch bei den Kriegsherren in den Hauptstädten mehr.

Die Realität gibt mir natürlich Recht: Eisenschmiede ist auch mit World of Warcraft Cataclysm ausgestorben wie eh und je, Darnassus ist nicht besser dran und in Sturmwind hat man ja auch früher immer einige Leute getroffen. Ein klassischer Schuss in den Ofen also. Dafür kann man jetzt nicht mehr so leicht seinen Mainchar zum Schutz von Twinks vor Gankern in einem niedrigeren Gebiet zum Einsatz bringen. Will man nicht jedesmal, wenn man einen anderen Kleinen spielt, seinen Main umständlich verholen, muss man  hilflos zusehen, wenn Leute mit Minderwertigkeitskomplexen ihre womöglich mit vom Hartz-4 abgesparten Geld beim Chinamann erstandenen und mit gekauftem WoW-Gold ausgerüsteten Levelcap-Chars in Low-Level-Gebiete schicken und dort kleine Chars ganken.

Gängelei und Nanny-Staat jetzt auch schon in virtuellen Welten?

Abgesehen davon: Wenn die Blizzardianer die alten Hauptstädte attraktiver machen wollen, sollten sie dort interessanten Content aufstellen. Im Übrigen bezahlen wir dafür, dass wir spielen dürfen, und da wird man doch wohl noch selbst entscheiden können, in welchem Teil der Spielwelt man sich aufhält, oder? Die fehlenden Portale sind daher eine unverschämte und unglaubliche Gängelei der Spieler! Gibt es davon nicht schon genug in der realen Welt? Braucht man jetzt auch schon in virtuellen Welten einen Nanny-Staat?

Übrigens bin ich mit der neuen Methode, mit denen Todesritter und Worgen ihre ersten Stufen durchleveln auch nicht wirklich einverstanden: Ich habe mir seit Erscheinen von WotLK genau einen Todesritter gemacht und auch wenn die Worgen nicht durch das fehlende Mount versaut wären, würde es wohl bei dem einen bleiben. Warum? Weil das Durchspielen der Geschichten einmal ganz lustig ist, ab dem zweiten Mal aber einfach nur noch öde. Ich habe hingegen ein ganze Anzahl anderer Chars, vor allem natürlich Zwerge, aufgebaut, ohne dass es langweilig wurde. Man kann nämlich hier das, was man bei früheren Chars gelernt hat – die Positionen von Questgebern, Materialien, die man später gebrauchen kann und dergleichen – anwenden, um das Leveln von Char zu Char immer schneller und effizienter zu gestalten und so zu optimieren. Das ist bei der „neuen Methode“ aber nicht möglich, da man hier stur eine Quest nach der anderen lösen und einen Ort nach dem anderen aufsuchen muss – was ich auch wieder als Gängelei empfinde. Genauso gut kann man sich nämlich auch durch die Level von PacMan oder sonst einem Uralt-Spiel daddeln, aus einer Zeit, als moderne MMORPG-Welten technisch noch nicht machbar waren.

Fazit

Was Technik und Gestaltung angeht, ist World of Warcraft Cataclysm nach allem, was ich bisher gesehen habe, wirklich gut geglückt. Die neuen Inhalte in den alten Gebieten bewirkten bei mir, dass sich World of Warcraft teilweise wieder ganz ähnlich „anfühlte“ wie in meinen allerersten Wochen auf Azeroth vor nunmehr bereits vier Jahren. Wie gesagt gefällt mir Gilneas besonders gut und auch die vielen neuen Gebäude und Örtlichkeiten in den anderen Gegenden lassen das Spiel gewinnen.

Allerdings versaut Blizzard diesen guten Eindruck von World of Warcraft Cataclysm erheblich und zwar mit der unsäglichen „Reitfähigkeit“ der Worgen und der Gängelei mit den entfernten Portalen in Shattrath und Dalaran. Ehrlich gesagt: Meine anfänglichen stillen Befürchtungen, mit World auf Warcraft Cataclysm könnte das WoW-Zocken wieder mehr von meiner Zeit ausfüllen, als genau genommen gut ist, sind zerstreut: Die unsägliche „Wilde Hatz“ der Worgen und die geklauten Portale haben mir den Spaß an World of Warcraft Cataclysm ordentlich verdorben.

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Wieder ist ein Jahr herum und wieder beginnt ein neues . Im Februar werden es auch schon wieder zwei Jahre, dass Fokkos Fantasy-Blog am Netz ist und so war 2010 das erste volle Kalenderjahr dieses Blogs. Viel hat sich in dieser Zeit getan, obwohl ich meiner Leidenschaft für Fantasy treu geblieben bin: Ich habe drei Guides zu World of Warcraft geschrieben, die jetzt mit Erscheinen der dritten Erweiterung Cataclysm leider veraltet sind, der unmögliche Zwerg Ommo Drahtbart mit seinen Freunden und seiner Heimatwelt Endom ist entstanden und ich habe meine ersten Schritte in der Welt der 3D-Gestaltung unternommen.

Mittlerweile gibt es über Ommo Drahtbart nicht nur ein paar Kurzgeschichten, sondern ich habe mit „Zwergenstahl“ sogar einen Romanzyklus begonnen, in dessen Mittelpunkt der rothaarige Zwerg aus Grimrborg am Rande des Finsterwaldes steht. Der erste Band „Der Dolch des Schamanen“ ist in Arbeit und soll in nächster Zeit auch wieder in den Fokus meiner Schreiberei rücken. Die Welt Endom, „Zwergenstahl“ und „Der Dolch des Schamanen“ haben mich mit einem faszinierenden modernen Genre der Kunst in Kontakt gebracht, der 3D-Gestaltung.  Dazu passte auch, dass ich mich dieses Jahr beruflich wieder einmal mit CAD befassen musste und ich so ein wenig damit herumexperimentieren konnte, wie sich exakte 3D-Konstruktionswerkzeuge als Ergänzung zu künstlerischen 3D-Gestaltungsprogrammen einsetzen lassen.

Vor lauter 3D-Kunst litt in den letzten Monaten nicht nur die Arbeit am „Dolch“, sondern ich kam auch nicht mehr dazu, World of Warcraft zu spielen. Erst jetzt zwischen den Jahren habe ich mir die Zeit genommen, meinen Account zu reaktivieren und Cataclysm zu installieren. Jetzt bin ich dabei, meine ersten Schritte auf dem völlig umgemodelten Azeroth zu machen. Einen 16er Worgen-Krieger habe ich bereits und außerdem mit diesem und jenem meiner alten Chars ein wenig geguckt, was sich in den alten Gebieten so verändert hat.

Viele Dinge sind begonnen worden und wollen fortgeführt werden.  Im Neuen Jahr wartet also wieder allerhand Arbeit auf mich, aber die ersten Tage will ich es noch ruhig angehen lassen. Meine Kids haben Ferien und bei uns in Württemberg dauert die Weihnachtszeit ja dank des Feiertages am 6. Januar eine Woche länger.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch, noch ein paar geruhsame Tage und ein glückliches und zufriedenes Neues Jahr 2011!

Euer Fokko

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Wieder einmal ist es so weit: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und das bedeutet unabhängig davon, welche Bedeutung man dem Weihnachtsfest beimisst, für die meisten ein paar ruhige Tage. Leider haben wir dieses Jahr wiedereinmal ein so genanntes Arbeitgeber-Weihnachten, ein Jahr also, für das, wie ein ehemaliger Arbeitskollege von mir vor Jahren scherzhaft meinte, der Arbeitgeberverband den Kalender gemacht hat.

Viel Schnee hier bei uns im guten, alten Dornenschlehengäu!

Wenn Heiligabend und Silvester auf Freitage fallen, ist dies nämlich die ungünstigste Konstellation, da dann sowohl der 1. und 2. Weihnachtsfeiertag als auch Neujahr in das Wochenende fallen. Für Bundesländer in denen der Dreikönigstag am 6. Januar auch ein Feiertag ist, sind die günstigsten Konstellationen die, bei denen Heiligabend und Silvester auf jeweils auf Dienstag oder Mittwoch fallen. Das sind dann so genannte Arbeitnehmer-Weihnachten, an denen man mit möglichst wenigen Urlaubstagen möglichst viele zusammenhängende arbeitsfreie Tage erreichen kann.

Trotzdem es dieses Jahr also nicht so gut aussieht, bedeutet der Jahreswechsel für die die Meisten von uns doch einen kleinen Urlaub. Viele fahren ja auch fort, was nicht so mein Ding ist. Als Mensch, der sich an den Rhythmen der Natur orientiert sehe ich den Weihnachtsurlaub gewissermaßen als Gegenpol zum Sommerurlaub: Im Sommer ist man aktiv und so ist der Sommerurlaub die Zeit zum Fortfahren, zum Reisen und für Abenteuer. Im Winter ist man weniger aktiv, ruht aus und so ist die Weihnachtszeit für mich die Zeit der geruhsamen Behaglichkeit. Essen, Trinken, ein wenig Spazieren gehen, liebe Menschen besuchen und vor allem – gemütlich zu Hause sein.

Und zum gemütlich zu Hause Sein passt was besonders gut? Natürlich Fantasy! Ob man einen Fantasy-Roman liest (zwei davon lagen für mich gestern unterm Weihnachtsbaum), Rollenspiele spielt oder am Computer etwas aus dieser Richtung zockt – bei Schnee und Kälte machen solche Sachen eben so richtig Spaß. Natürlich liest sich ein Fantasyroman auch am Badesee gut und Rollenspiele bei Kerzenschein auf der Terrasse haben selbstverständlich auch ihren Reiz. Mit Wintersport, Spazieren gehen und auf der Jagd kann man auch im Winter draußen etwas unternehmen. Aber zum Winter gehören eben auch dunkle Nachmittage und lange Abende, die sich vortrefflich mit Spielen und Büchern füllen lassen – oder auch mit schönen Filmen wie denen über den  Herrn der Ringe (war letztes Jahr bei mir dran). Und ganz besonders gilt das, wenn, anders als zum Glück bei mir im Augenblick, der Winter gar kein Winter sondern lediglich ein Nichtsommer mit Sch…wetter ist, dann sind Bücher und Spiele unsere besten Freunde.

Bei mir liegt schon länger eine unbenutzte WoW-Gamecard herum und seit einigen Tagen auch Cataclysm. Ich habe zwar heute Nachmittag vor, mit meinen Lieben meinen Bruder zu besuchen, bei dem sich allerhand Nachkommenschaft versammelt hat. Aber morgen – oder vielleicht auch schon heute abend- werde ich wohl meinen WoW-Account mit neuer Spielzeit ausstatten und Cataclysm installieren.

Euch allen, egal ob ihr mich öfter lest oder zum ersten Mal auf Fokkos Fantasy-Blog gestoßen seid, und allen anderen auch wünsche ich von Herzen frohe Weihnachtstage, egal wo und wie ihr sie verbringt!

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Jetzt ist es also heraus: Diese Woche wurden die Spekulationen um den Erscheinungstermin der schon lange erwarteten  World of Warcraft Erweiterung Cataclysm beendet. Blizzard gab offiziell bekannt, dass die schon lange mit Spannung erwartete dritte Erweiterung ab dem 7. Dezember zu haben sein wird.

Ganz unerwartet kam die Nachricht ja nicht. Der Patch 4 deutete bereits darauf hin, denn eine neue Zahl vor dem Punkt in  der Patch-Nummer bedeutet einen großen Content-Patch, der auch bisher schon die Erweiterungen vorbereitete.

Viel Neues in der World of Warcraft

Neue Rassen, Gebiete, Fähigkeiten und Belohnungen kennen wir ja bereits von den bisher erschienenen Erweiterungen. Natürlich wird es das auch diesmal geben; mit Spannung erwartet werden ja speziell auch die beiden neuen Rassen Worgen und Goblins. Ganz neu ist aber, dass sich mit dieser Erweiterung auch die alte Welt von Azeroth erheblich verändern wird: Durch den Cataclysm, den Kataklysmus, eine unvorstellbare Katastrophe, werden die altvertrauten Gebiete in den Östlichen Königreichen und  in Kalimdor komplett umgemodelt.

Für altgediente WoW-Zocker wird es daher nicht nur interessant werden, mit dem Mainchar die neuen Herausforderungen der fünf zusätzlichen Level, der neuen Gebiete, Belohnungen und Instanzen und all dieser Dinge anzunehemen. Auch das Spielen neuer Charaktere wird einen zusätzlichen Reiz bekommen, da sich ja die Gebiete für die ersten 60 Level verändern und dann darauf warten, neu entdeckt zu werden.

Wie wird die neue alte World of Warcraft aussehen?

Ich selbst bin schon mal gespannt, wie die neuen Gebiete und die umgewandelten alten aussehen werden, denn ich habe an der Beta nicht teilgenommen. Die Scherbenwelt gefällt mir persönlich ja nicht so besonders, am ehesten fühle ich mich dort noch in Nagrand wohl. Nordend trifft meinen Geschmack wesentlich besser, besonders gut gefällt mir Grizzlyhügel. Was mir von den mit Cataclysm zur World of Warcraft neu hinzu kommenden Gebieten gefallen wird, muss sich zeigen und natürlich auch, wie mir die neuen Gesichter der altvertrauten Länder zusagen werden.

Falls ich Zeit haben werde, wieder einmal öfter World of Warcraft zu spielen, denn derzeit bin ich ja mit meinen 3D-Experimenten und den Bildern zu meiner Welt Endom stark beschäftigt. Und natürlich sollte es auch mit dem ersten Roman des Zwergenstahl-Zyklus, dem Dolch des Schamanen wieder vorangehen, der derzeit auch Not leidet. Gut ist jedoch allemal der Termin, an dem die neue Erweiterung zu World of Warcraft erscheint: Grad recht zur Winter und Weihnachtszeit, wo zumindest ich mich gerne mit solchen Dingen vergnüge.

Zeit für World of Warcraft Classic

Ein bisschen traurig ist dabei, das mit dem Start von Cataclysm das alte World of Warcraft verschwinden wird wie es den Veteranen nunmehr seit  einem halben Jahrzehnt und auch mir seit nunmehr bald vier Jahren bekannt ist. Langsam wird es nun also Zeit, die ersten „WoW-Clasic“-Server aufzusetzen, die sich viele  ja schon lange wünschen.  So etwas würde nicht nur alten WoW-Zockern die Möglichkeit einer Reise in die eigene „World of Warcraft Jugendzeit“ ermöglichen, sondern auch neuen Spielern erlauben, einmal zu sehen, „wie es damals war“. Also Blizzard, frisch ans Werk und World of Warcraft Classic aufgesetzt!

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