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MMORPGs machen Spaß, keine Frage. Ein wichtiges Element dabei ist der Kontakt zu anderen Spielern. Deswegen gibt es ja auch bei wohl jedem Online-Rollenspiel eine Chat-Funktion, in der Regel sogar mit mehreren Kanälen, so dass man auch mal mit ein paar Leuten etwas bekakeln kann, was nicht alle mitbekommen sollen. Das Problem dabei ist weniger, dass Tastatur-Chat eine Sache aus dem letzten Jahrhundert ist, sondern dass man eben nicht gut gleichzeitig vernünftig zocken und sich über die Tastatur unterhalten kann.  Eine vernünftige Sprachkommunikation ist also ein wünschenswertes Zusatzfeature.

Unabhängig davon, welches Spiel man spielt, ob man nun irgendein MMORPG oder auch einen EgoShooter, ein Strategiespiel, meinetwegen auch Schach übers Internet oder ein lokales Netz, es klappt besser, wenn man miteinander reden kann.  Stammgruppen, wie sie Yitu hier auf seinem Warhammer-Online-Blog beleuchtet, funktionieren vielleicht notfalls auch ohne Sprachkontakt, aber es ist allemal netter, wenn man sich akustisch anstatt nur mit Fingergymnastik austauschen kann. Schließlich redet eine Fußballmannschaft ja auch nicht nur über Elfmeter, Eckbälle und Abseitsfallen, sondern auch einmal über Autos, Frauen und dergleichen und auch das geht einfach via voice besser.

Voice-Chat tut not

Vor allem aber läuft die Zusammenarbeit in Gruppen wesentlich reibungsärmer, wenn man Sprachkontakt hat. Bei kniffeligen Gruppenquests braucht man Hände und Tasten zum Spielen und kann auch mit den Augen nicht ständig am Chat hängen. Aus diesem Grunde hat zum Beispiel World of Warcraft auch  seit einiger Zeit einen Voice-Chat, der aber nicht besonders ist und zwar nicht nur, aber wohl auch aus diesem Grunde recht wenig angenommen wird – zumindest so weit ich das mitbekommen habe.

Eine exzellente Lösung bietet hier TeamSpeak: Es hat eine gute Tonqualität, ist einfach zu bedienen, wird von vielen Leuten benutzt und – es kostet nichts.  Vor allem der Client ist ruck-zuck heruntergeladen und installiert, mehr braucht der Spieler ja nicht. Aber auch der Server ist relativ einfach zu installieren und einzurichten. Man kann sich nämlich seinen eigenen Server aufsetzen und auch die hierzu erforderliche Software ist kostenlos. Dazu aber weiter unten mehr, denn das ist schon eher etwas für Freaks.

TeamSpeak-Client herunterladen, installieren und benutzen

Auch für Nicht-Freaks ohne irgendwelche Probleme zu bewerkstelligen ist jedoch die Installation des Clients. Man lädt ihn sich von der TeamsSeak-Website herunter und erhält ein ganz gewöhnliche Installationsdatei, die man startet. Das ist schon alles.

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Das Fenster des Teamspeak-Clients im Betrieb

Startet man das Programm, kann man auch schon mit anderen Spielern Kontakt aufnehmen. Dazu benötigt man die Adresse eines Servers, die man von dem Spieler erfährt, der einen einlädt. Wenn ein Gildenserver vorhanden ist, kann man dessen Adresse beim Gildenleiter oder anderen Mitgliedern erfahren. Manchmal wird man auch in Random Groups auf einen Server eingeladen. In jedem Falle benötigt man die IP-Adresse und den Port des jeweiligen Servers in dieser Form: xxx.xxx.xxx.xxx:pppp. Der Standardport des TS-Servers ist 8767, es lassen sich aber auch andere Ports konfigurieren, so dass neben der IP-Adresse immer auch der Port mitgeteilt wird.

Diese Daten kan nman dann entweder unter dem Menüpunkt „Quick Connect“ des Connect-Menüs eingeben oder unter „Connect“ im selben Menü. Dazu gibt man noch einen Namen ein, am besten den Namen des Chars den man spielt. Mit diesem erscheint man dann in der Liste auf dem Client, die anzeigt wer on ist.  „Quick Connect“ ist gedacht, wenn man einen Server nur einmal besucht. Login-Name und Paswort braucht man nicht, wenn der Server für Gastzugang konfiguriert ist.

Will bzw. darf man öfter kommen,  verwendet man „Connect“ zum Einloggen. Hier kann man die Serverdaten speichern und so auch mehrere Server verwalten. Hat man die Login-Daten für einen TS-Server einmal eingegeben, kann man diesen Server immer wieder aus der Liste wählen und muss nicht beim Login jedesmal alles eintippen.

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Das Connect-Fenster des TeamSpeak-Clients

Wenn man öfter auf einen Server kommen darf, wird man dort einen Account bekommen. Dann kommen zur Adresse mit Port und Anzeigenamen noch ein Loginname und ein Passwort dazu, die man auch im Listeneintrag des jeweiligen Servers speichert. Der Anzeigename kann durchaus ein anderer sein als der Loginname. Bei unserem Gildenserver z.B. ist es üblich einen Anzeigenamen der Form „RL-Name@Charaktername“ zu wählen, z.B. Volker@Rautgundis.

Und warum nutzt keiner TeamSpeak?

Das Problem von Teamspeak ist, dass es zu wenig benutzt wird.  Es ist zwar das Voice-Programm für Gamer und wenn jemand ein solches benutzt, dann ist es meist auch TeamSpeak. Insgesamt wird aber beim Gamen zu wenig gesprochen. Erst neulich war ich in Zul’Drak unterwegs und machte mal wieder die Trollpatrouille. Als ich gerade den Wassermohn holte, sprach mich ein 76er an, der mit dieser Sache mit den Wasserfürsten nicht klarkam. Er wusste nicht mal, dass man sowas bei buffed.de problemlos nachschlagen kann und dort normalerweise auchdie Lösung findet. (O.k. in der Regel neben allerhand Infos darüber, wer alles den 70er Questmob allein mit einem 10er Gnom in epischer Unterhose und mit eine Kürschnermesser bewaffnet gelegt und dabei noch nicht mal die Chipstüte aus der Hand gelegt hat, aber das tut nichts zur Sache.)

Bis ich die Sache bei buffed.de nachgeschlagen hatte, war der junge Mann (ich nehme mal an, dass es einer war) schon soweit, dass er aufgeben wollte. Das musste ich ich ihm ersteinmal ausreden. Natürlich hat es dann doch geklappt, aber hätte er TeamSpeak gehabt, wäre es wesentlich einfacher gewesen, ihm zu erklären, um was es geht.  Zu erklären, was man dort machen musste, hätte per Sprachkommunikation keine halbe Minute gedauert, so aber musste ich ewig tippseln.

Besonders grauenhaft sind Random Gruppen in Inis ohne Teamspeak.  Da tut jeder was er will. Was der Party Leader im Tastaturchat schreibt wird mal grundsätzlich ignoriert. Man muss ja schließlich auf die Mobs gucken und kann nicht dauernd den Chat lesen. Aber warum bitte installieren sich diese Leute dann kein TeamSpeak? Also ich bin bald so weit, dass ich in keine Inze mehr gehe, wenn nicht alle auf TemSpeak sind.

Das Problem scheint mir eine gewisse Mikrophonscheu zu sein. Man beobachtet das auch in öffentlichen Voice-Chats wie Paltalk. In einem Raum mit 30, 40, 50 Usern sind in der Regel kaum zehn, die auch ans Mic gehen. Der Rest tippselt seinen Stuss ein. Was bitte ist dabei ans Mikro zu gehen und was zu sagen? Naja, es gibt bekanntlich eine Reihe von Männern, die sich als Frauen ausgeben, das würde ja dann auffliegen. Aber das ist nicht der Grund, denn bei einem Onlinegame ist es ja kein Problem, wenn hinter dem knackigen Orkfräulein oder der drallen Zwergin Drahtbarts sonore Bluesstimme hervorkommt. Es ist diese saublöde Mikrofonscheu, die Leute erzählen lässt, dass sie TeamSpeak nicht haben oder es bei ihnen nicht läuft, das Headset kaputt sei oder sie überhaupt keines hätten.

Abgesehen von der Verständigung über Aktionen im Spiel gewinnt ein Online Rollenspiel durch die Sprachkommunikation erheblich. Ich muss sagen, dass ich vor einem Jahr mal kurz davor war, mit World of Warcraft aufzuhören, weil es langweilig wurde. Da wurde ich in eine Gilde eingeladen, bei der immer einige nette Leute auf dem TeamSpeak waren. Da kam auch der Spaß am Spiel wieder.

Als diese  Gilde später kaputtging, weil einige der Leute einschließlich der Gildenleiterin mit Lineage II „fremdgingen“, behielt ich über TS Kontakt zu einigen dieser Leute. Und ich blieb per TS mit einigen anderen in Kontakt, die zwar bei WoW geblieben waren, aber die Gilde verlassen hatten, weil ihnen nicht gefiel, wie der neue Gildenleiter die Gilde führte.

Als schließlich die Abtrünnigen teilweise reumütig zu WoW zurückkehrten, war ich außer dem Gildenleiter das letzte verbliebene Mitglied. Unter neuem Namen bauten wir die Gilde wieder auf,  und durch die TeamSpeak-Kontakte konnten wir wenigstens einen Teil unserer alten Mitglieder wieder gewinnen.

Also: Leute baut Eure Mikrofon-Scheu ab und benutzt TeamSpeak! Ihr werdet sehen, es lohnt sich wirklich!

Ein eigener TS-Server

Bezahlen muss für Teamspeak nur derjenige, der TS-Server kommerziell anbietet(an TeamSpeak)  bzw. einen TS-Server von einem kommerziellen Anbieter mietet (an den Anbieter). Auch das gibt es oft: Ernstzunehmende Gilden haben in der Regel ihre eigenen TS-Server, die sie bei solchen professionellen TeamSpeak-Providern mieten. Der Vorteil solcher Server besteht darin, dass sie breite Internet-Anbindungen haben und daher eine Menge Teilnehmer in vielen Räumen gleichzeitig verbinden können, ohne dass es Probleme mit der Übertragungsgeschwindigkeit gibt. So ein gemieteter Server kostet natürlich ein paar Euro im Monat, denn der Provider hat ja außer den Lizengebühren für TS auch Kosten für seine Hard- und Software sowie die Internetabbindung und will schlussendlich auch noch etwas verdienen.

Ein privater TeamSpeak-Server auf dem eigenen Internet-Server zuhause kostet jedoch keine Lizenzgebühren, genauso wenig wie der Client. Wenn man den eigenen TS-Server jedoch mit dem Internet verbinden will, sollte man sich einigermaßen mit Firewalling, Routing und dem Konfigurerien des TS-Servers selbst auskennen, damit man nicht aus Versehen ein gewaltiges Einfalltor für Hacker öffnet. Am besten ist es übrigens, wenn man sich für Dinge wie den eigenen lokalen TS-Server, einen eigenen, lokalen Webserver und dergleichen einen dedizierten Server aufsetzt, der in einer so genannten entmilitarisierten Zone liegt, also vom Rest des lokalen Netzwerkes getrennt ist.

Natürlich können auf einem häuslichen TS-Server lange nicht so viele Leute gleichzeitig on sein, wie auf einem bei einem Provider gemieteten mit direktem Zugang zu einem Backbone. Bei einem 16000er DSL-Zugang können aber ohne weiteres auch bei der höchsten Sprachqualitätsstufe eine Handvoll Leute miteinander quatschen. Für die Kommuniation einer Questgruppe etwa reicht das allemal.

Eine Anleitung, wie man einen TS-Server aufsetzt und administriert, würde hier zu weit führen. Schließlich ist das ein Fantasy-Blog und keines über IT. So etwas ist aber neben sehr vielen weiteren Infos auf der Seite Teamspeak-Einstieg.de zu finden. Außerdem gibt es auf meinem Selbstversorger-Blog noch einen Artikel über eine LAN-Architektur mit entmilitarisierter Zone, mit der man nicht nur einen TS-Server betreiben kann, sondern auch Konsolenspiele spielen kann, die ja oft irgendwelche Ports geöffnet haben möchten, die am Gateway des sonstigen lokalen Netzes besser geschlossen bleiben.

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Zwerg Drahtbart kennt sich aus

Zwerg Drahtbart sagt gerne was er denkt

Das Alteractal ist derzeit nicht mehr das, was es einmal war. Zum einen liegt das daran, dass die Schlachtfelder nicht soviel Zulauf bekommen, wenn es noch relativ neuen Cotent in der freien Welt und jede Menge Bedarf an XP zum Leveln gibt. Zum anderen aber an einem erheblichen Mangel des Anmelde- und Zulassungsmechnismus, mit dem man auf das Schlachtfeld kommt, der jedoch leicht zu beheben wäre.

Vor dem Erscheinen von Wrath of the Lichking war das Alteractal eine feine Sache. Jedenfalls, wenn man Lvl 70 oder nicht viel darunter war. Zu einigrmaßen normalen Zeiten gab es immer eine ganze Reihe von laufenden Instanzen, so dass man nie lange warten musste nachdem man sich angemeldet hatte. Meist kam bereits einige Sekunden nach der Anmeldung auch schon der Dialog mit der Einladung.

Ein hartes Brot war es auch früher…

Zwar war die Horde oft überlegen und man musste sich als Alli mit dem zweiten Platz begnügen. Es waren aber neben der einen Marke für die Mitglieder der Verliererpartei doch immerhin einige Ehrenhafte Siege drin, vor allem wenn, wie so oft, die Schlacht durch Zergen entschieden wurde.  So konnte man nach und nach doch zu dem einen oder anderen epischen Ausrüstungsteil und zu einem Streitwidder der Sturmlanzen kommen, der ja für einen ordentlichen Zwerg unerlässlich ist.

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Das Alteractal war mal eine feine Sache...

Es war wohl immer wieder  frustrierend, dass Orks, Tauren und Co.  augenscheinlich besser organisiert waren und man öfter verlor als gewann. Dafür war es dann aber umso schöner, wenn man es den Hordlern doch einmal so richtig zeigen konnte und die Allianz siegreich war.  Das Alteractal hatte überdies sehr durch die Einführung der Verstärkungspunkte gewonnen. Dadurch können die Schlachten nicht mehr, wie früher, potentiell unendlich lange gehen. Das wirkt sich vor allem dann aus, wenn man nicht so sehr die Ehre, sondern die Marken brauchte, wie etwa für die epischen Belohnungs-Reittiere.

… aber heute ist es grauenhaft

Leider ist das Alteractal derzeit absolut nicht mehr das, was es vor WotLK war. Das größte Problem ist jedoch nicht das nach dem Erscheinen der Erweiterung zunächst stark verminderte Interesse an den BGs. Dieses Problem bessert sich bereits, weil es mittlerweile schon wieder eine Menge Chars auf der neuen Maximalstufe 80 gibt, die wieder auf die BGs wollen.

Das große und eigentliche Problem jedoch ist, dass derzeit wesentlich mehr Hordler als Allis für das Alteractal melden – und Blizzard sie auch alle hinein lässt. Dadurch steht – zumindest in meinem Realmpool Schattenbrand – die Allianz regelmäßig einer doppelten bis dreifachen Übermacht der Horde gegenüber.

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... aber bei einem derartigen Kräfteverhältnis...

Bei solchen Verhältnissen ist es für Allianz-Spieler natürlich vorbei mit dem Spielspaß. Dass allerschlimmste aber ist, das dieses Problem sich  nicht bessert, sondern naturgemäß verstärkt: Je leichter es für die Horde und je schwerer es für die Allianz wird, desto mehr Hordler und desto weniger Allis kommen auf das Schlachtfeld. Verschlimmert wird das ganze auch noch dadurch, dass die Horde in dieser Situation natürlich wesentlich mehr Ehre und Marken einheimst. Die eingefleischten Schlachtfeldgänger der Horde werden so nicht nur zahlenmäßig, sondern auch von der Kampfkraft der einzelnen Chars her immer stärker.

Selbstverstärkende Tendenz

Auf lange Sicht kann sich das unter Umständen sogar nicht nur auf das Verhältnis der Spielerzahlen auf dem Schlachtfeld, sondern auch auf das Horde/Alli-Verhältnis auf dem Server allgemein auswirken: Die guten Möglichkeiten auf dem Schlachtfeld an ansehnliches PvP-Equip zu kommen könnte durchaus eine Rolle spielen, bei der Entscheidung, auf welcher Seite man spielen will. Dazu kommt noch, dass sich die Anzahl und Kampftstärke der Spieler ja auch auf das freie PvP auswirkt. Und damit auf die Wahrscheinlichkeit, mit der man in der in der Welt draußen eins auf die Mütze bekommt. Was sich wiederum beim Erstellen von neuen Chars auf die Wahl der Seite auswirken und auch Grund für Serverwechsel sein kann.

... sieht davon hauptsächlich die Friedhöfe.

... sieht zwerg davon hauptsächlich die Friedhöfe...

Aus diesen Gründen haben ausgeprägte Alli- bzw. Hordeserver und -Realmpools sicherlich die Tendenz das Übergewicht der jeweiligen Seite eher zu verstärken als von sich aus abzubauen. Natürlich kann ich, was die Hordenlastigkeit betrifft, nur von meinem eigenen, hauptsächlich bespielten Server, dem Echssnkessel sprechen. Allerdings ist eine Allianzlastigkeit eines Servers bzw. Realmpools genausowenig wünschenswert, da sie die gleichen Probleme aufwirft.

Lösungsmöglichkeit

Gegen das Übergewicht der einen Seite auf einem Server etwas zu tun, dürfte nicht so einfach sein. Das ist einzusehen. Blizzard hat es nicht in der Hand, ob sich ein Spieler, der einen neuen Char erstellt, für eine Horden- oder eine Allianzrasse entscheidet.

Was aber leicht zu korrigieren wäre, das ist das Übergewicht einer Seite auf einem Battleground. Dazu wäre lediglich eine einfache Änderung am Mechanismus erforderlich, welcher den Zugang zum Schlachtfeld regelt: die Software müsste zunäscht ganz einfach nur immer abwechselnd je einen Alli und einen Hordler zum Battleground zulassen.  Auf diese Weise könnte eine Seite immer nur höchstens einen Spieler mehr haben als die andere.

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... und auch die Ausbeute ist nicht sonderlich zufriedenstellend.

Etwas problematischer wird das ganze natürlich dadurch, dass immer wieder einmal Spieler abspringen und so doch wieder ein Übergewicht einer Seite entstehen könnte. Aber auch dass ist nicht weiter schlimm: Spieler verlassen das Schlachtfeld vor allem dann, wenn sie sehen, dass die Gegenseite in der Übermacht ist. Bei einem ausgeglichenen Verhältnis passiert das nicht so oft und vor allem statistisch gesehen auf beiden Seiten gleich häufig: Toilettendrang, Ruf zum Mittagessen, Besuch usw.  kommen sowohl bei Hordlern als auch bei Allis vor.

Außerdem würde auch hier wieder der vorgeschlagene Mechanismus helfen, selbst wenn sich z.B. eine ganze Fünfergruppe verabschiedet: Solange eine Seite mehr Spieler hat, werden eben nur Spieler der Gegenseite zugelassen. Dadurch gleicht sich das Übergewicht  wenigstens zum Teil aus und kann sich vor allem nicht durch Neuzugänge bei der eh‘ schon überlegenen Seite weiter verstärken.

Warum ein solcher Mechanismus nicht schon lange von Blizzard installiert wurde, ist absolut unverständlich. Schließlich pfeift auch kein Schiedsrichter ein Fußballspiel an, wenn von der einen Mannschaft erst fünf oder sechs Spieler auf em Platz sind. Natürlich kann man ein Schlachtfeld auch öffnen bevor die Sollstärke auf beiden Seiten erreicht ist – aber bitte so, dass auf beiden Seiten etwa gleichviel Spieler sind.

Und der einzelne Spieler?

Was kann nun der einzelne Spieler tun? Leider nicht viel, aber doch ein bisschen etwas: Vor  allem desertiert nicht, wenn ihr seht, dass die Gegenseite in der Überzahl ist. Das gibt nicht nur eine Sperre, sondern macht es Euren Kameraden noch schwerer. Vor allem aber nimmt man, auch wenn es gewaltig auf die Mütze gibt, immerhin eine Marke und in aller Regel wenigstens noch ein paar Ehrenhafte Siege und Ehrenpunkte mit. Außerdem: Dreimal haushoch verlieren kann schneller gehen als einmal gewinnen und bringt ebenfalls drei Marken ein, wenn auch nicht soviel Ehre. Wer vor allem die Marken braucht, kann sich so behelfen, auch wenn es ein wenig frustrierend ist.

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