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Archive for 17. Februar 2011


Ein Fantasy-Roman, der manchem vielleicht zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig erscheint, in dem man sich jedoch durchaus festlesen kann, ist das Buch des Feuers von James Clemens. Obwohl keine Zwerge und Orks vorkommen, hat mir das Buch gefallen.

Vor undenklichen Zeiten herrschte der Gott Chi mit Hilfe von Magikern über das Land Alasea, welche die Kräfte von Feuer und Licht beherrschen. Aus unbekannte Gründen schwindet jedoch die Kraft des guten Gottes. Die Magiker können ihre Kräfte nicht mehr aufladen und haben dem Zugriff des Herrn der Dunklen Mächte weniger und weniger entgegenzusetzen. Im Moment des endgültigen Zusammenbruches schaffen drei Männer mit Hilfe eines jungen Magikers das Buch des Feuers, in dem sie einen letzten Rest guter Kräfte bündeln um sie für eine Wiederkehr von Chi aufzubewahren.

Jahrhunderte später erhält Elena, die Tochter eines Obstbauern, die nichts von dem Buch des Feuers weiß, am Tage ihrer ersten Regelblutung magische Kräfte: Als sie sich beim Äpfelpflücken nach einem besonders schönen und großen Exemplar reckt, wird ihre recht Hand feuerrot. Sie hat unbeabsichtigt „in Licht gegriffen“, also das Ritual ausgeführt, mit dem die alten Magiker ihre Kräfte von der Sonne erneuern ließen. Elena ist erschrocken über ihre plötzlich rote Hand und darüber, dass der Apfel verbrennt, als sie sich vorstellt, dass man daraus einen wunderbaren Apfelstrudel backen könnte.

Einer der drei Männer, die seinerzeit das Buch des Feuers geschaffen haben, hat sich mittlerweile dem Herrn der Dunklen Mächte zugewandt und will Elena ergreifen. Aus einer Prophezeiung weiß er, dass eine Hexe erscheinen wird, welche die alte Magik benutzen kann. Er versucht Elena zu entführen, wobei deren Eltern getötet werden und ihr Hof abbrennt, Elena jedoch entkommen kann. Sie findet bei Hilfe bei einem weiteren der drei Männer, der ebenfalls nicht hatte sterben können und als Gaukler durch die Lande zieht. Dieser und ein riesiger, bärenstarker Gebirgsmensch schließen sich Elena an. Sie suchen den Onkel des Mädchen auf, der bei den Ruinen der alten Schule der Magiker lebt und über die alte Chi-Magik und das Buch des Feuers forscht. Die Kreaturen des Herrn der Dunklen Mächte verfolgen sie jedoch und sie flüchten in die Katakomben der Schule. Dorthin kommen, durch scheinbaren Zufall auch Vertreter anderer Völker und ein spannender Kampf beginnt, in dessen Verlauf Elena die ersten Schritte zur Beherrschung ihrer Magik tun muss.

Aufgeteilt in mehrere Handlungsstränge, die teilweise auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, erzählt James Clemens in „Das Buch des Feuers“ die Ereignisse, die seit das Buch des Feuers geschaffen wurde, die Akteure am Schauplatz der entscheidenden Geschehnisse zusammenführen. In bewährter Fantasy-Manier verlässt er immer wieder den einen Handlungsstrang an einer spannenden Stelle, um den Blick auf einen anderen zu richten. Auch sonst ist das Buch des Feuers lebendig geschrieben und hat mich nach anfänglicher Skepsis schon bald gefesselt. Ein durchaus empfehlenswertes Buch!

„Das Buch des Feuers“ ist bereits vor einigen Jahren erschienen. Das schadet jedoch nichts, vor allem sind mittlerweile auch die weiteren Bände des Zyklus erschienen, der mit „Das Buch des Feuers“ beginnt. So mus man nicht auf die Erscheinung der weiteren Bände warten, wenn man wissen will, wie es weitergeht.

James Clemens
Das Buch des Feuers
Heyne 2005
ISBN-10: 3453265408
ISBN-13: 978-3453265400

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