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Archive for Februar 2009

… alte Sack der noch am Compi zockt.  Aber das wusste ich schon. Was ich mir zwar denken konnte, aber noch nicht definitiv wusste: Ich bin auch nicht der einzige alte Sack, der über Computerspiele bloggt. Mindesten einen gibt es außer mir noch:

Sein Blog heißt Senior Gamer, Deutschlands führendes Gamer Blog für alte Säcke.

Wer gerne am Compi zockt, wird bei Harzzach, dem Blogmaster, allerhand interessantes finden. Vor allem wenn er fundierte Infos braucht. Außerdem hat Harzzach eine flotte Schreibe und ist daher gut zu lesen. Es gibt übrigens keine Alterskontrolle, auch junge Pinsel dürfen gerne mal reingucken.

Weiter so, Harzzach!

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Wer neu bei World of Warcraft ist, der wird ebentuell ein Problem mit den vielen Abkürzungen haben, die durch den Chat und dei Foren schwirren. Man kommt sich vor wie bei der Bundeswehr, wo ja bekanntlich auch der AküFi (Abkürzungs-Fimmel) herrscht.

Was PvP und PvE bedeuten wird ja noch aus dem Handbuch klar und Was „Rep“ oder „G“ bedeutet kapiert man auch schnell.  Aber was bitte ist SM (!) oder ein Rookie? Und was die BFT oder der PWL?

Eine recht umfangreiche Liste mit (nicht nur) WoW-Fachausdrücken hat der Foren-Moderator Firderis vom Gamona-Forum zusammengestellt:

FAQ in Sachen Abkürzungen

Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

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Mit der Erweiterung „Wrath of the Lich King“ (WotLK) bekam World of Warcraft seine erste Heldenklasse: Den Todesritter. Lang erwartet und mit großen Vorschusslorbeeren bedacht, kam er bei den Spieler offenbar auch recht gut an. Jedenfalls trifft man die Burschen jetzt überall – und wenn es einer von der anderen Seite ist, überlebt man es meist auch nicht.

Zugegeben: Auch ich habe einen und es macht mir auch Spaß ihn hin und wieder zu spielen. Weniger Spaß macht es allerdings, wenn man einem begegnet. Selbst wenn so ein Bursche erst in den Siebzigern ist, benötigt man schon einen gut ausgerüsteten und geskillten Mainchar, wenn man überhaupt so etwas ähnliches wie eine Chance haben will: Dieses Ding ist so imba, wie nur irgendetwas imba sein kann.

Sein zweiter Vornamen lautet Imba: Der Todesritter macht so ziemlich alles problemlos platt

Sein zweiter Vornamen lautet Imba: Der Todesritter macht so ziemlich alles problemlos platt

Naive Gemüter werden möglicherweise denken, dass der Todesritter so eine Art Belohnung für verdiente Spieler ist. Schließlich muss man erst einmal einen Char auf Lvl 55 gegrindet und gequestet haben, um sich überhaupt so einen Kerl respektive so ein Weib machen zu können.  In Wirklichkeit steckt aber alles andere als ein noble Geste der WoW-Macher dahinter, sondern vielmehr handfeste Geschäftsinteressen.

Es wird immer einfacher…

Wer schon deutlich länger als ein paar Monate WoW spielt, wird sich noch gut erinnern, wie schwierig und mühsam das Leveln früher war.  Es war eine wahre Schinderei, bis man endlich Level 40 wahr und sein Mount kaufen konnte. Und der damalige Höchstlevel 60 lag immer noch in weiter Ferne.  Mittlerweile jdeoch geht es im Eiltempo durch Azeroth, ruck-zuck ist man 30, bekommt da bereits sein Mount und kann dann noch schneller von Quest zu Quest eilen.

Warum aber werden die Anforderungen an den Spieler immer weiter zurückgeschraubt? Und was soll der Todesritter dabei? Das wird klar, wenn man einige grundsätzliche Überlebungen anstellt: Solange es zu einem Spiel noch keine Erweiterung gibt, muss das Leveln langsam vonstatten gehen. Wenn ein Spieler nämlich den Höchstlevel erreicht hat, besteht die Gefahr, dass er aufhört weil er schon alles gesehen hat. Nicht jeder ist nämlich für immer weitergehende Verfeinerung seiner Ausrüstung und seiner Fähigkeiten, für heroische Instanzen und Tagesquests zu haben, sondern langweilt sich, wenn er den Höchstlevel erreicht hat.

Ist aber ersteinmal eine Erweiterung da, liegen die Verhältnisse komplett anders: Jetzt müssen die Neueinsteiger schnell leveln, damit sie auch die Erweiterung kaufen. Die neue Rasse, die es mit Burning Crusade jeweils für Horde und Allianz gab und einen Nutzen auch für diejenigen Käufer darstellte, die noch nicht groß genug für die Scherbenwelt waren, war wohl keine ausreichende Maßnahme. Nicht jeder will schließlich einen Oktopus im Gesicht haben oder aussehen wie Thomas Gottschalk. Wichtiger war es, das Leveln in der alten Welt zu beschleunigen, damit die Neueinsteiger möglichst bald in die Scherbenwelt konnten und dazu den Burning Crusade kauften, was dann auch im Herbst 2007 geschah.

In der Scherbenwelt ging es dann zunächst wieder nur zäh weiter, damit der neue Content nicht zu schnell durchgespielt wurde.  Wer erinnert sich nicht an den Schock, den man bekam, wenn man fix von 58 bis 60 geleveltwar und dann sah, wieviel Erfahrungspunkte nun bis zur Stufe 61 zu ergattern waren?

Das änderte sich aber wieder mit dem Erscheinen von WotLK: Bereits im Vorfeld waren die Anforderungen in der alten Welt ja deutlich heruntergeschraubt worden und dann wurde auch die Scherbenwelt kräftig entschärft. Der Clou aber war der Todesritter, der dann mit der eigentlichen Erweiterung kam: Mit ihm bekommt der Spieler einen Anreiz, WotLK bereits zu kaufen, bevor er überhaupt auch nur den kleinsten Blick durch das Dunkle Portal in die Scherbenwelt, geschweige denn nach Nordend werfen darf.

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Früher musste man sich einigermaßen anstrengen, bis man den Level 40 erreicht hatte und reiten durfte. Heute ist das keine große Sache mehr...

Das Leveln des Todesritters gestaltet sich dann auch alles andere als schwierig. Zugegeben: Das Aufbauen des Chars in der neuen Heldenklasse ist gewissermaßen ein Spiel im Spiel und hat seinen eigenen Reiz, auch wenn es nicht besonders schwierig ist und man die Items,  Talentpunkte und sogar noch ein Epic-Mount hinterhergeworfen bekommt.  Bis der Todesritter dann landfein ist, hat er auch schon Lvl 58 und kann in die Scherbenwelt.

Weil er nun einmal dermaßen imba ist, bekommt er auch nicht, wie normalsterbliche Chars, erst einmal kräftig die Hucke voll.  Er überlebt vielmehr weitgehend problemlos unter Höllenorks, Arakkoa und Felshetzern. Auch die anderen Gebiete kann er jeweils schon mit einer Stufe betreten, auf der Jäger, Krieger und so weiter noch nicht einmal genau wissen, wie man „Zangarmarschen“ oder „Schergrat“ überhaupt schreibt. Entsprechend schnell k0mmt er natürlich auch auf Lvl 68 und in den Genuss des eigentlichen Contents von WotLK. Und genau das ist der Zweck der Übung.

Fazit:

Tja, es tut mir leid, das sagen zu müssen: der sagenhafte Todesritter ist in der Tat keine Belohnung für in zahlreichen Kämpfen gestählte und ergraute Recken von Azeroth, sondern: Eine Klasse für Noobs, eine Abkürzung für diese nach Nordend. Blizzard lebt nun einmal nur indirekt davon, das wir Spaß und Erfolgserlebnisse haben, sondern in erster Linie davon, dass möglichst viele Leute WoW, möglichst gleich mit allen Erweiterungen, kaufen und spielen.

Das ärgerliche daran ist, dass es funktioniert: Bei den heutigen Anforderunge ist auch ein Neueinsteiger recht fix auf 55 gelevelt und taucht kurz darauf mit einem Todesritter in der Scherbenwelt auf. Schon da kann er ohne viel Spielkönnen deutlich größere Chars anderer Klassen wegputzen. Wer nach alter Väter Sitte mit einer herkömmlichen Klasse dort questet, muss ständig damit rechnen, dass er gnadenlos gegankt wird. Besonders perfide dabei: Weil der Deathknight wesentlich größere Chars wegputzen kann, bekommt er auch noch Ehre satt für die Gankerei.

Beliebt ist es auch, Posten der jeweiligen Gegenseite für einen kleinen Ein-Mann-Raid zu besuchen, vor allem wenn der Todesritter die 80 erreicht hat. Daher kann es einem heute sogar in der Scherbenwertwelt und in Nordend noch passieren, dass man nicht weiterkommt, weil irgend so ein Todesritter die Questgeber und den Flugmeister umgenietet hat.

Man muss also sagen, dass der Todesritter für die meisten Spieler das Spielerlebnis nicht verbessert, sondern eher verschlechtert hat. Daran wird sich auch vorerst nichts ändern, denn ganz offensichtlich sind die Zugewinne bei den Noobs größer als der Schwund bei den alten Spielern, die durch die Todesritter genervt das Spielen aufgeben.

Ein kleiner Tipp aus dem zwergischen Nähkästchen vom alten Drahtbart: Wie gesagt, natürlich habe auch ich einen Todesritter, besser gesagt eine Todesritterin. Und manchmal juckt es mich gewaltig, diese Dame – können Zwerginnen eigentlich Damen sein? 😉 – fix auf 80 zu leveln, anständig zu equippen und zu skillen, damit ich die Hordler plätten kann, die meine kleineren Chars ständig ganken. Aber ich halte mich bis jetzt noch zurück, denn ich habe noch einige Twinks, welche die Ochsentour durch die Scherbenwelt und Nordend noch vor sich haben. Und die käme mir umso härter vor, wenn ich sie schon einmal im Schnelldurchlauf mit meiner Todesritterin Ebselnegrewz gemacht hätte.

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Bilder mit Fantasymotiven gibt es viele und darunter auch wunderschöne. Warum also nicht so ein Bild als Desktophintergrund verwenden? Ein martialisches Ork-Heer, ein hübsches Einhorn oder eine süße Elfe bringen ein wenig etwas fürs Auge in den grauen Büroalltag.

Für die Romantiker: Ein Einhorn

Für die Romantiker: Ein Einhorn. (Klick auf das Bild führt zur Download-Seite auf wallpaper.to)

In Fantasy-Themen steckt einiges für Grafiker und Maler drin. Man denke nur mal an die wunderbaren Bilder von Roger Dean. Wer, so wie ich, nicht mehr ganz jung ist, kann sich sicher noch an die Plattencover von Uriah Heep erinnern, die mit Bildern von ihm gestaltet waren. Er ist aber lange nicht der einzige Künstler dieses Genres; es gibt eine Menge Leute, auch weniger bekannte, die wunderbare  Bilder von Wesen, Landschaften und Szenen aus phantastischen Welten schaffen.

Wer seine Fantasy-Leidenschaft beim Spielen am Computer auslebt, bekommt noch am ehesten bildliche Eindrücke von den Welten, die er in seiner Phantasie besucht, auch wenn Auflösung und Qualität bei den Spielanimationen natürlich nicht das sein können, was sie bei Videosequenzen oder gar stehenden Bildern sind. Leider sieht es für die Leser da schon schlechter aus: Die Illustrationen von Fantasy-Romanen beschränken sich meist auf den Umschlag, der sehr oft Lust auf mehr macht, die dann leider in der Regel unbefriedigt bleibt.

Das ist sicherlich ein Orkheer am Grat der Welt auf Faerun (Klick führt zur Downloadseite des Originals)

Das ist sicherlich ein Orkheer am Grat der Welt auf Faerun (Klick führt zur Downloadseite des Originals)

Fantasy-Motive zum Download

Zum Glück kann man einige sehr schöne Fantasy-Motive im Internet finden, sogar in Formaten, die sich als Desktop-Hintergrund eignen. Eine recht reichhaltige Sammlung gibt es z.B. hier:

Fantasy-Hintergründe bei wallpaper.to

Hier dürfte so ziemlich jeder etwas für seinen Geschmack finden, egal ob er es eher romantisch, phantastisch oder heroisch mag. Wie man auf den Screenshots vielleicht erkennen kann, kann man jedes der Bilder auch bewerten.

Ob das Diane und Mickey aus der Drachenwelt Saga sind? (Klick aufs Bild führ tzur Downloadseite)

Ob das Diane und Mickey aus der Drachenwelt Saga sind? (Klick aufs Bild führt zur Downloadseite)

Zu kleine Wallpapers passend gemacht

Leider gibt es bei wallpaper.to sehr viele Bilder nur für die Bildschirmauflösung 1024×768. Wer sich in ein Bild verguckt hat, das für seine Auflösung zu klein ist, kann sich jedoch helfen. Das Vergrößern in einem Grafikprogramm wird nicht immer befriedigende Ergebnisse bringen; man kann aber ein zu kleines Bild auch ganz einfach in einen farblich passenden Rahmen setzen. Dazu wählt man in den Desktop-Eigenschaften die gewünschte Farbe als Hintergrundfarbe aus und lässt das Bild mit der entsrechenden Option zentrieren. Das funktioniert bei Windows – und ganz ähnlich bei der KDE-Oberfläche für Linux. Perfektionisten können darüherhinaus auch noch Design und Farben des Desktops passend zum Wallpaper einrichten.
Fokkos Ultimativer Noob-Guide zu World of Warcraft: Hier klicken, mehr erfahren!
Man kann sein Wunschbild aber auch mit einem gestalteten Rahmen versehen. In der Regel bieten Bildbearbeitungsprogramme ein Werkzeug zum Vergrößeren der Leinwand an. Damit wird einfach das kleinere Bild vor einen Hintergrund in der angegebenen Größe gesetzt und kann dabei auch zentriert werden. Den verbleibenden Rand kann man dann mit einem passenden nahtlosen Muster oder mit selbstgezeichneten bzw. irgendwo geclippten Ornamenten gestalten.

Wallpapers selbst gemacht

Wallpapers kann man sich aber auch leicht selber machen: Im Prinzip lässt sich ja jede Pixeldatei in einem von Windows (respektive Linux) unterstützten Format als Desktop-Hintergrund anzeigen. Wenn das Seitenverhältnis nicht passt, schneidet man das Bild entweder zu oder macht es kleiner als der Bildschirm ist und lässt einen Rand außenherum.

Sehr gut eignen sich z.B. Screenshots aus Spielen. Wenn man in einer kleineren Auflösung spielt als man sie auf dem Desktop hat, stellt man einfach für die Dauer des „Foto Shootings“ diese Auflösung auch  im Spiel ein. Wenn dieses dann nicht besonders gut läuft, ist das nicht weiter schlimm, denn man will ja nur einige Szenen stellen und Screenshoots davon machen. Bei World of Warcraft z.B. kann man mit [Alt]-Y sogar das Interface ausblenden damit es nicht nachher auf dem Bild stört.

Ein WoW-Screenshot als Desktop-Hintergrund

Ein WoW-Screenshot als Desktop-Hintergrund

Wenn man ein schönes Motiv als Aufsichtsvorlage (Plattencover, Buchumschlag etc.) hat, scnannt man es einfach ein. Dazu nimmt man eine möglichst große Auflösung. Denn Scan schneidet man dann im Grafikprogramm zuerst auf das Seitenverhältnis des eigenen Desktops zurecht, z.B. 4:3 bei einem Desktop mit 1600×1200 Pixel. Dann verkleinert man das Bild auf die entspechende Größe.

Wenn Vorlagengröße und Auflösung des Scanners nicht ausreichen um ein Bild von der exakten Größe des Desktops zu machen, macht man es eben so groß wie möglich. Anschließend versieht man es mit einem Rand, so wie das oben schon beschrieben wurde.

Achtung: Auf solchen Bildern ist ein Copyright. Man kann sie zwar für sich selbst verwenden, aber nicht weitergeben und schon gar nicht ins Netz stellen! Das könnte nämlich teuer werden!

Update:

Hier noch ein paar Links mit weiteren Fantasy-Wallpapers, die ich zwischenzeitlich gefunden habe:

webdesignerdepot.com

Free Computer Wallpapers

getawallpaper.com

Wallpaper Abyss

invision-grafics.com

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Gouverneur Arnold Schwarzennegger hatte in Kalifornien ein Gesetz erlassen, das den Verkauf von bestimmten Computerspielen stark einschränkte. Dieses Gesetz wurde von einem US-Bundesgericht jetzt gekippt. Der Grund dafür war, dass da Gericht dieses Gesetz als Einschränkung der Redefreiheit ansah. Mehr dazu erfährt man in Markus Pytliks Artikel auf WinFuture:

Gewaltspiele-Gesetz in den USA verfassungswidrig

Ein lustiger Aspekt dabei: In jungen Jahren hat der ehemalige Mr. Universum, Arnold Schwarzenegger, den Fantasy-Helden Conan in zwei Monumentalfilmen gespielt. Beide sind übrigens auch heute noch sehr sehenswert. Damit hat er diese Gestalt aber erst allgemein bekannt gemacht, denn der hyperborische Held und König ohne Thron, der ja bekanntlich das Geheimnis des Stahls sucht, war bis dahin eine mehr oder weniger nur Insidern bekannte Gestalt. Es fragt sich daher, ob das Online-Rollenspiel „Age of Conan“, dass genau die Kriterien des Gesetzes erfüllt, ohne die Schwarzenegger-Filme überhaupt entstanden wäre.

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Zur Zeit ist es in den Medien ja offenbar angesagt, immer mal wieder über die bitterbösen Folgen des Zockens am Compi zu lamentieren. Vor allem geht es da um MMORPGs und immer wieder ganz speziell um World of Warcraft. Job weg, Beziehung weg, soziale Kontakte weg, Realitätsverlust, gesundheitliche Schäden…  Sind das die unausweichlichen Folgen die dem ambitionierten Zocker blühen?

Auch der Blogger-Kollege vom Visual Reactor schreibt über den „Suchtmacher World of Warcraft“ und nennt dabei sogar handfeste Anhaltspunkte für ein Suchtpotential bei solchen Spielen:

Eine Sucht ist wissenschaftlich klar definiert und zwei der Faktoren, die sie ausmachen sind “zwanghaftes Verlangen nach Konsum” sowie “Übermaß und der Verlust der Möglichkeit, aufzuhören“. Entsprechend kann man sicher vom Suchtmacher World of Warcraft (WOW) sprechen.

Naja, das mag schon stimmen. Bloß: nach dieser Definition ist so ziemlich alles ein Suchtmittel was Spaß macht, denn alle Dinge, die uns erfreuen, können uns im Prinzip auch beherrschen.

Was haben Computerspiele mit anderen Leidenschaften...

Was haben Computerspiele mit anderen Leidenschaften...

Folgen der Leidenschaft…

Und was den Zeitbedarf und den Gruppenzwang angeht:  Man stelle sich einmal vor,  einer  spielt ernsthaft und in einer einigermaßen erfolgreichen Fußballmannschaft. Zwei- oder mehrmals die Woche abends Training,  sonntags die Spiele und montags oft krank wegen Verletzung. Wo bleiben da Beruf und Familie? Es haben auch schon Leute ihre Ehe mit der Jagd und sicher auch mit dem Angeln oder anderen Hobbies ruiniert. Da redet kein Mensch davon.
Fokkos Ultimativer Noob-Guide zu World of Warcraft: Hier klicken, mehr erfahren!
Auch mit der Arbeit seine Beziehung zu ruinieren ist offenbar kein Problem: Ich war mal bei einem Geschäftsfreund und der hatte neuerdings sein Bett in der Firma stehen. Seine Frau hatte ihn rausgeschmissen, weil er bloß noch bei der Arbeit war. Vor „workaholism“ wird in der Tat immer wieder mal gewarnt, aber nimmt das – außer mir 😉 – jemand wirklich ernst?

Und die Kids die nur noch WoW zocken? Ich garantiere:  Ohne WoW würden die vor der Glotze hocken oder schlimmeres anstellen. Weil es nämlich nicht an WoW liegt, sondern daran, dass viele Jugendliche ganz einfach nichts  gescheites mit sich anzufangen wissen. Und das liegt an den Eltern, der Schule und der Gesellschaft.  Genauso, wie es an diesen Dingen liegt, wenn sie saufen – und nicht an der Tatsache, dass es technisch möglich ist, Alkohol herzustellen.

Apropos Glotze: Vermutlich verplempern nicht gerade wenige  der Leute, die sich über „Computerspielsucht“ aufregen, den größten Teil ihrer Zeit vor dem Verblödungskasten. Das ist aber noch schlimmer, weil man dabei nicht nur körperlich, sondern auch geistig total passiv ist. Das Zocken fordert den Spieler wenigstens noch intellektuell, denn vor allem Rollenspiele sind meist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man in die Feinheiten von Ausrüstung und Fähigkeiten der Charaktere hineingeht, muss man nicht nur rechnen können, sondern auch in der Lage sein, komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu verstehen.

... wie der Jagd zu tun?

... wie der Jagd zu tun?

Tatsächliche Probleme

Wo ich dagegen tatsächlich Probleme sehe: Das Spielen am Computer ist zum einen ergonomisch das gleiche wie eine berufliche Tätigkeit an einem Bildschirmarbeitsplatz;  viele verbringen damit auch ähnlich viel Zeit wie im Geschäft. Klar also, dass man dabei Gefahr läuft, die gleichen gesundheitlichen Schwierigkeiten zu bekommen, die auch Bildschirmarbeitern blühen; zumal die häusliche Zockerecke von keiner Berufgenossenschaft auf Ergonomie überwacht wird. Fernsehen dürfte hier etwas besser wegkommen, denn vor der Glotze kann man sich bequem hinlümmeln und seine Position auch immer wieder verändern; man wird nicht wie bei der Bildschirmarbeit oder beim Spielen in eine bestimmte Haltung und zur ständigen Konzentration gezwungen.

Das andere Problem ist der Stress. Über Stress wird viel geredet, aber wenige wissen, dass Stress vor allem dann ensteht, wenn man den Eindruck hat, sich zu bewegen ohne dass man dabei selbst körperlich aktiv ist. Der Körper mobilisiert unter dem Eindruck der Bewegung Energiereserven, die dann nicht verbraucht werden, weil man sich ja nicht wirklich bewegt. Und genau dieser Effekt tritt eben bei Rollenspielen, Ego-Shootern und dergleichen auf; allerdings auch beim Fernsehen und nicht zuletzt beim Benutzen von Kraftfahrzeugen.

Meine Meinung ist daher: Computerspiele bergen in der Tat gewisse Risiken, was aber auch für viele andere technische Errungenschaften gilt. Im Grunde liegt das Problem darin, dass die Technik oft das natürliche Verhältnis zwischen (körperlichem) Aufwand und Erfolgserlebnis verzerrt; sprich: Erfolge werden unter Wert verkauft. Wer schon mit Bergbahnen auf vielen Gipfeln war, wird sich schwer tun, für ein solches Erlebnis auch einmal einen harten Aufstieg zu Fuß zu unternehmen. Das ist genau der gleiche Effekt, der auch wirkt, wenn man virtuelle Erfolge in einer Compuertwelt erringt; man kann dabei zu träge werden, etwas vergleichbares auch im realen Leben zu schaffen.

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Ganz einfach: Man kann ganz unten landen, wenn man sich davon beherrschen lässt....

Welche Sau treiben wir heute durchs Dorf?

Die Gefahren durch das Zocken am Compi werden jedoch maßlos aufgebauscht, wie das immer wieder mit bestimmten Dingen gemacht wird, die die veröffentlichte Meinung gerade am Wickel hat. In meiner Kindheit, in den 60ern waren es z.B. die Comics, die den Untergang der abendländischen Kultur verursachen sollten sowie die Wurzel allen Übels waren und kurz darauf mussten dafür die Hippies mit ihrem Haschisch und ihren Kommunen herhalten.  In jüngerer Zeit waren es die „Kampfhunde“ und der private Waffenbesitz, die angeblich so gefährlich sein sollten.

Es ist nämlich sehr einfach und verlockend, wenn man für gesellschaftliche Probleme einen bequemen Sündenbock finden kann, anstatt die Gründe in komplexeren Zusamenhängen oder gar beim eigenen Verhalten zu suchen. Das führt zwar zu nichts, aber man kann immerhin bequem wieder die Augen schließen und weiterträumen.

Was wirklich dahintersteckt, enthüllt die Zeit: Comics sind heute ein anerkanntes Medium und vermitteln sogar in Schulbüchern Wissen. Die Hippies wurden zum größten Teil zu spießigen Bildungsbürgern, manche sogar zu erfolgreichen Geschäftsleuten und Politikern, abgesehen davon, dass sie mit ihren Jutetaschen, ihrem Umweltschutzpapier und ihren Öko-Produkten letztendlich der Auslöser dafür waren, dass man sich mittlerweile ernsthafte Gedanken um unsere Umwelt und um gesunde Nahrung macht.  Und weder durchgeknallte Kampfhunde noch um sich schießende Waffen-Freaks haben die Bundesbürger ausgerottet.

Eine Rolle bei der Verteufelung von Computerspielen spielt natürlich auch, dass sie derzeit noch gewissermaßen pauschal als Schund angesehen werden. In 20 Jahren – oder sogar noch wesentlich früher – werden Computerspiele eine etablierte Kunstform sein, so wie das bei Comics schon heute der Fall ist. In der Tat ist nämlich so ein ausgewachsenes MMOPRG durchaus ein Gesamtkunstwerk und in künstlerischer und technischer Hinsicht mit einem Monumentalfilm oder einer großen Theaterinszenierung zu vergleichen.  Das muss man nämlich auch einmal sehen.

Fazit

Es gibt im übrigen viele schöne Dinge, die gefährlich sein können: Bier, Wein und Schnaps, Frauen und Motorräder, Skifahren, Gleitschirmfliegen… Und es gibt jede Menge Beckmesser und Sauertöpfe, die dagegen wettern und solche Sachen verbieten oder mit höheren Krankenkassenbeiträgen sanktionieren  möchten.  Das ist aber keine Lösung. Vielmehr  sollte man mit solchen Dingen ganz einfach verantwortungsvoll umgehen und sie ansonsten – genießen.

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Egal ob man der Allianz oder der Horde angehört – es gibt wohl wenig, was der typische Azerothaner mehr hasst als Murlocs. Arakkoas vielleicht – oder auch Blutelfen. Jedem aufrechten Zwerg und jedem wackeren Ork stellen sich unweigerlich die Nackenhaare auf, wenn er ihr ekelhaftes Gegurgel hört. Andererseits kann es aber ganz lustig sein, einmal einen Murloc zu spielen…

Wenn auch nur zweidimensional - das Ambiente beim Murloc RPG ist stilecht

Wenn auch nur zweidimensional - das Ambiente beim Murloc RPG ist stilecht

Das kann man tatsächlich. Zwar nicht bei Blizzard höchstselbst, aber doch im eigenen Browser. Beim Murloc RPG ist die einzig mögliche Rasse die der Murlocs. Allerdings kann man immerhin zwischen vier Klassen wählen: Krieger, Priester, Schurke und Magier.

Selbstverständlich ist das Spiel wesentlich einfacher aufgebaut als World of Warcraft, denn in 15 MB kann natürlich lange nicht soviel Content untergebracht werden, wie in den mittlerweile weit über 10 Giga Code und Daten von WoW. Auch ist das Spiel nur zweidimensional, auch wenn das Ambiente vorbildgetreu ist.

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Das Kämpfen funktioniert so ähnlich wie in WoW, aber die Bedienung ist etwas anders

Der Spielablauf ist ganz ähnlich wie bei WoW: Man killt Mobs, erledigt Questen, bekommt Erfahrungspunkte und levelt. Allerdings ist alles viel einfacher, da das Spiel ja nur zweidimensional ist, gibt es nur Tasten für Links und Rechts. Immerhin kann man aber getötete Gegner looten, für Geld bei Händlern einkaufen und seinen Murloc ausrüsten.

Auch das Sterben und Wiederauferstehen ist zumindest optisch an das Original angelehnt

Auch das Sterben und Wiederauferstehen ist zumindest optisch an das Original angelehnt

Auch das Sterben und Wiederauferstehen geht ähnlich wie bei WoW. Jedochs muss man nicht zu seiner Leiche zurück rennen, sondern kann sich ohne irgendwelchen Abzüge beim Geistheiler wiederbeleben lassen.

Programmiert ist das ganze in Flash. Die Grafiken stammen vermutlich aus WoW; hoffentlich bekommt da nicht jemand Ärger mit Blizzard von wegen Copyright und so. Insgesamt erinnert das Spiel ein wenig an die Games aus den Days of Old als man am Schneider CPC und am C 64 zockte.

Falls das Spiel übrigens beim Laden in den Opera-Browser hängenbleibt (ist bei mir passiert): einfach mit dem Firefox spielen.

Link zum Spiel: Murloc RPG

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