Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Februar 2009


Bilder mit Fantasymotiven gibt es viele und darunter auch wunderschöne. Warum also nicht so ein Bild als Desktophintergrund verwenden? Ein martialisches Ork-Heer, ein hübsches Einhorn oder eine süße Elfe bringen ein wenig etwas fürs Auge in den grauen Büroalltag.

Für die Romantiker: Ein Einhorn

Für die Romantiker: Ein Einhorn. (Klick auf das Bild führt zur Download-Seite auf wallpaper.to)

In Fantasy-Themen steckt einiges für Grafiker und Maler drin. Man denke nur mal an die wunderbaren Bilder von Roger Dean. Wer, so wie ich, nicht mehr ganz jung ist, kann sich sicher noch an die Plattencover von Uriah Heep erinnern, die mit Bildern von ihm gestaltet waren. Er ist aber lange nicht der einzige Künstler dieses Genres; es gibt eine Menge Leute, auch weniger bekannte, die wunderbare  Bilder von Wesen, Landschaften und Szenen aus phantastischen Welten schaffen.

Wer seine Fantasy-Leidenschaft beim Spielen am Computer auslebt, bekommt noch am ehesten bildliche Eindrücke von den Welten, die er in seiner Phantasie besucht, auch wenn Auflösung und Qualität bei den Spielanimationen natürlich nicht das sein können, was sie bei Videosequenzen oder gar stehenden Bildern sind. Leider sieht es für die Leser da schon schlechter aus: Die Illustrationen von Fantasy-Romanen beschränken sich meist auf den Umschlag, der sehr oft Lust auf mehr macht, die dann leider in der Regel unbefriedigt bleibt.

Das ist sicherlich ein Orkheer am Grat der Welt auf Faerun (Klick führt zur Downloadseite des Originals)

Das ist sicherlich ein Orkheer am Grat der Welt auf Faerun (Klick führt zur Downloadseite des Originals)

Fantasy-Motive zum Download

Zum Glück kann man einige sehr schöne Fantasy-Motive im Internet finden, sogar in Formaten, die sich als Desktop-Hintergrund eignen. Eine recht reichhaltige Sammlung gibt es z.B. hier:

Fantasy-Hintergründe bei wallpaper.to

Hier dürfte so ziemlich jeder etwas für seinen Geschmack finden, egal ob er es eher romantisch, phantastisch oder heroisch mag. Wie man auf den Screenshots vielleicht erkennen kann, kann man jedes der Bilder auch bewerten.

Ob das Diane und Mickey aus der Drachenwelt Saga sind? (Klick aufs Bild führ tzur Downloadseite)

Ob das Diane und Mickey aus der Drachenwelt Saga sind? (Klick aufs Bild führt zur Downloadseite)

Zu kleine Wallpapers passend gemacht

Leider gibt es bei wallpaper.to sehr viele Bilder nur für die Bildschirmauflösung 1024×768. Wer sich in ein Bild verguckt hat, das für seine Auflösung zu klein ist, kann sich jedoch helfen. Das Vergrößern in einem Grafikprogramm wird nicht immer befriedigende Ergebnisse bringen; man kann aber ein zu kleines Bild auch ganz einfach in einen farblich passenden Rahmen setzen. Dazu wählt man in den Desktop-Eigenschaften die gewünschte Farbe als Hintergrundfarbe aus und lässt das Bild mit der entsrechenden Option zentrieren. Das funktioniert bei Windows – und ganz ähnlich bei der KDE-Oberfläche für Linux. Perfektionisten können darüherhinaus auch noch Design und Farben des Desktops passend zum Wallpaper einrichten.
Fokkos Ultimativer Noob-Guide zu World of Warcraft: Hier klicken, mehr erfahren!
Man kann sein Wunschbild aber auch mit einem gestalteten Rahmen versehen. In der Regel bieten Bildbearbeitungsprogramme ein Werkzeug zum Vergrößeren der Leinwand an. Damit wird einfach das kleinere Bild vor einen Hintergrund in der angegebenen Größe gesetzt und kann dabei auch zentriert werden. Den verbleibenden Rand kann man dann mit einem passenden nahtlosen Muster oder mit selbstgezeichneten bzw. irgendwo geclippten Ornamenten gestalten.

Wallpapers selbst gemacht

Wallpapers kann man sich aber auch leicht selber machen: Im Prinzip lässt sich ja jede Pixeldatei in einem von Windows (respektive Linux) unterstützten Format als Desktop-Hintergrund anzeigen. Wenn das Seitenverhältnis nicht passt, schneidet man das Bild entweder zu oder macht es kleiner als der Bildschirm ist und lässt einen Rand außenherum.

Sehr gut eignen sich z.B. Screenshots aus Spielen. Wenn man in einer kleineren Auflösung spielt als man sie auf dem Desktop hat, stellt man einfach für die Dauer des „Foto Shootings“ diese Auflösung auch  im Spiel ein. Wenn dieses dann nicht besonders gut läuft, ist das nicht weiter schlimm, denn man will ja nur einige Szenen stellen und Screenshoots davon machen. Bei World of Warcraft z.B. kann man mit [Alt]-Y sogar das Interface ausblenden damit es nicht nachher auf dem Bild stört.

Ein WoW-Screenshot als Desktop-Hintergrund

Ein WoW-Screenshot als Desktop-Hintergrund

Wenn man ein schönes Motiv als Aufsichtsvorlage (Plattencover, Buchumschlag etc.) hat, scnannt man es einfach ein. Dazu nimmt man eine möglichst große Auflösung. Denn Scan schneidet man dann im Grafikprogramm zuerst auf das Seitenverhältnis des eigenen Desktops zurecht, z.B. 4:3 bei einem Desktop mit 1600×1200 Pixel. Dann verkleinert man das Bild auf die entspechende Größe.

Wenn Vorlagengröße und Auflösung des Scanners nicht ausreichen um ein Bild von der exakten Größe des Desktops zu machen, macht man es eben so groß wie möglich. Anschließend versieht man es mit einem Rand, so wie das oben schon beschrieben wurde.

Achtung: Auf solchen Bildern ist ein Copyright. Man kann sie zwar für sich selbst verwenden, aber nicht weitergeben und schon gar nicht ins Netz stellen! Das könnte nämlich teuer werden!

Update:

Hier noch ein paar Links mit weiteren Fantasy-Wallpapers, die ich zwischenzeitlich gefunden habe:

webdesignerdepot.com

Free Computer Wallpapers

getawallpaper.com

Wallpaper Abyss

invision-grafics.com

newsletter01

Read Full Post »

Gouverneur Arnold Schwarzennegger hatte in Kalifornien ein Gesetz erlassen, das den Verkauf von bestimmten Computerspielen stark einschränkte. Dieses Gesetz wurde von einem US-Bundesgericht jetzt gekippt. Der Grund dafür war, dass da Gericht dieses Gesetz als Einschränkung der Redefreiheit ansah. Mehr dazu erfährt man in Markus Pytliks Artikel auf WinFuture:

Gewaltspiele-Gesetz in den USA verfassungswidrig

Ein lustiger Aspekt dabei: In jungen Jahren hat der ehemalige Mr. Universum, Arnold Schwarzenegger, den Fantasy-Helden Conan in zwei Monumentalfilmen gespielt. Beide sind übrigens auch heute noch sehr sehenswert. Damit hat er diese Gestalt aber erst allgemein bekannt gemacht, denn der hyperborische Held und König ohne Thron, der ja bekanntlich das Geheimnis des Stahls sucht, war bis dahin eine mehr oder weniger nur Insidern bekannte Gestalt. Es fragt sich daher, ob das Online-Rollenspiel „Age of Conan“, dass genau die Kriterien des Gesetzes erfüllt, ohne die Schwarzenegger-Filme überhaupt entstanden wäre.

Read Full Post »


Zur Zeit ist es in den Medien ja offenbar angesagt, immer mal wieder über die bitterbösen Folgen des Zockens am Compi zu lamentieren. Vor allem geht es da um MMORPGs und immer wieder ganz speziell um World of Warcraft. Job weg, Beziehung weg, soziale Kontakte weg, Realitätsverlust, gesundheitliche Schäden…  Sind das die unausweichlichen Folgen die dem ambitionierten Zocker blühen?

Auch der Blogger-Kollege vom Visual Reactor schreibt über den „Suchtmacher World of Warcraft“ und nennt dabei sogar handfeste Anhaltspunkte für ein Suchtpotential bei solchen Spielen:

Eine Sucht ist wissenschaftlich klar definiert und zwei der Faktoren, die sie ausmachen sind “zwanghaftes Verlangen nach Konsum” sowie “Übermaß und der Verlust der Möglichkeit, aufzuhören“. Entsprechend kann man sicher vom Suchtmacher World of Warcraft (WOW) sprechen.

Naja, das mag schon stimmen. Bloß: nach dieser Definition ist so ziemlich alles ein Suchtmittel was Spaß macht, denn alle Dinge, die uns erfreuen, können uns im Prinzip auch beherrschen.

Was haben Computerspiele mit anderen Leidenschaften...

Was haben Computerspiele mit anderen Leidenschaften...

Folgen der Leidenschaft…

Und was den Zeitbedarf und den Gruppenzwang angeht:  Man stelle sich einmal vor,  einer  spielt ernsthaft und in einer einigermaßen erfolgreichen Fußballmannschaft. Zwei- oder mehrmals die Woche abends Training,  sonntags die Spiele und montags oft krank wegen Verletzung. Wo bleiben da Beruf und Familie? Es haben auch schon Leute ihre Ehe mit der Jagd und sicher auch mit dem Angeln oder anderen Hobbies ruiniert. Da redet kein Mensch davon.
Fokkos Ultimativer Noob-Guide zu World of Warcraft: Hier klicken, mehr erfahren!
Auch mit der Arbeit seine Beziehung zu ruinieren ist offenbar kein Problem: Ich war mal bei einem Geschäftsfreund und der hatte neuerdings sein Bett in der Firma stehen. Seine Frau hatte ihn rausgeschmissen, weil er bloß noch bei der Arbeit war. Vor „workaholism“ wird in der Tat immer wieder mal gewarnt, aber nimmt das – außer mir 😉 – jemand wirklich ernst?

Und die Kids die nur noch WoW zocken? Ich garantiere:  Ohne WoW würden die vor der Glotze hocken oder schlimmeres anstellen. Weil es nämlich nicht an WoW liegt, sondern daran, dass viele Jugendliche ganz einfach nichts  gescheites mit sich anzufangen wissen. Und das liegt an den Eltern, der Schule und der Gesellschaft.  Genauso, wie es an diesen Dingen liegt, wenn sie saufen – und nicht an der Tatsache, dass es technisch möglich ist, Alkohol herzustellen.

Apropos Glotze: Vermutlich verplempern nicht gerade wenige  der Leute, die sich über „Computerspielsucht“ aufregen, den größten Teil ihrer Zeit vor dem Verblödungskasten. Das ist aber noch schlimmer, weil man dabei nicht nur körperlich, sondern auch geistig total passiv ist. Das Zocken fordert den Spieler wenigstens noch intellektuell, denn vor allem Rollenspiele sind meist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn man in die Feinheiten von Ausrüstung und Fähigkeiten der Charaktere hineingeht, muss man nicht nur rechnen können, sondern auch in der Lage sein, komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu verstehen.

... wie der Jagd zu tun?

... wie der Jagd zu tun?

Tatsächliche Probleme

Wo ich dagegen tatsächlich Probleme sehe: Das Spielen am Computer ist zum einen ergonomisch das gleiche wie eine berufliche Tätigkeit an einem Bildschirmarbeitsplatz;  viele verbringen damit auch ähnlich viel Zeit wie im Geschäft. Klar also, dass man dabei Gefahr läuft, die gleichen gesundheitlichen Schwierigkeiten zu bekommen, die auch Bildschirmarbeitern blühen; zumal die häusliche Zockerecke von keiner Berufgenossenschaft auf Ergonomie überwacht wird. Fernsehen dürfte hier etwas besser wegkommen, denn vor der Glotze kann man sich bequem hinlümmeln und seine Position auch immer wieder verändern; man wird nicht wie bei der Bildschirmarbeit oder beim Spielen in eine bestimmte Haltung und zur ständigen Konzentration gezwungen.

Das andere Problem ist der Stress. Über Stress wird viel geredet, aber wenige wissen, dass Stress vor allem dann ensteht, wenn man den Eindruck hat, sich zu bewegen ohne dass man dabei selbst körperlich aktiv ist. Der Körper mobilisiert unter dem Eindruck der Bewegung Energiereserven, die dann nicht verbraucht werden, weil man sich ja nicht wirklich bewegt. Und genau dieser Effekt tritt eben bei Rollenspielen, Ego-Shootern und dergleichen auf; allerdings auch beim Fernsehen und nicht zuletzt beim Benutzen von Kraftfahrzeugen.

Meine Meinung ist daher: Computerspiele bergen in der Tat gewisse Risiken, was aber auch für viele andere technische Errungenschaften gilt. Im Grunde liegt das Problem darin, dass die Technik oft das natürliche Verhältnis zwischen (körperlichem) Aufwand und Erfolgserlebnis verzerrt; sprich: Erfolge werden unter Wert verkauft. Wer schon mit Bergbahnen auf vielen Gipfeln war, wird sich schwer tun, für ein solches Erlebnis auch einmal einen harten Aufstieg zu Fuß zu unternehmen. Das ist genau der gleiche Effekt, der auch wirkt, wenn man virtuelle Erfolge in einer Compuertwelt erringt; man kann dabei zu träge werden, etwas vergleichbares auch im realen Leben zu schaffen.

zille_trockenwohner_blog

Ganz einfach: Man kann ganz unten landen, wenn man sich davon beherrschen lässt....

Welche Sau treiben wir heute durchs Dorf?

Die Gefahren durch das Zocken am Compi werden jedoch maßlos aufgebauscht, wie das immer wieder mit bestimmten Dingen gemacht wird, die die veröffentlichte Meinung gerade am Wickel hat. In meiner Kindheit, in den 60ern waren es z.B. die Comics, die den Untergang der abendländischen Kultur verursachen sollten sowie die Wurzel allen Übels waren und kurz darauf mussten dafür die Hippies mit ihrem Haschisch und ihren Kommunen herhalten.  In jüngerer Zeit waren es die „Kampfhunde“ und der private Waffenbesitz, die angeblich so gefährlich sein sollten.

Es ist nämlich sehr einfach und verlockend, wenn man für gesellschaftliche Probleme einen bequemen Sündenbock finden kann, anstatt die Gründe in komplexeren Zusamenhängen oder gar beim eigenen Verhalten zu suchen. Das führt zwar zu nichts, aber man kann immerhin bequem wieder die Augen schließen und weiterträumen.

Was wirklich dahintersteckt, enthüllt die Zeit: Comics sind heute ein anerkanntes Medium und vermitteln sogar in Schulbüchern Wissen. Die Hippies wurden zum größten Teil zu spießigen Bildungsbürgern, manche sogar zu erfolgreichen Geschäftsleuten und Politikern, abgesehen davon, dass sie mit ihren Jutetaschen, ihrem Umweltschutzpapier und ihren Öko-Produkten letztendlich der Auslöser dafür waren, dass man sich mittlerweile ernsthafte Gedanken um unsere Umwelt und um gesunde Nahrung macht.  Und weder durchgeknallte Kampfhunde noch um sich schießende Waffen-Freaks haben die Bundesbürger ausgerottet.

Eine Rolle bei der Verteufelung von Computerspielen spielt natürlich auch, dass sie derzeit noch gewissermaßen pauschal als Schund angesehen werden. In 20 Jahren – oder sogar noch wesentlich früher – werden Computerspiele eine etablierte Kunstform sein, so wie das bei Comics schon heute der Fall ist. In der Tat ist nämlich so ein ausgewachsenes MMOPRG durchaus ein Gesamtkunstwerk und in künstlerischer und technischer Hinsicht mit einem Monumentalfilm oder einer großen Theaterinszenierung zu vergleichen.  Das muss man nämlich auch einmal sehen.

Fazit

Es gibt im übrigen viele schöne Dinge, die gefährlich sein können: Bier, Wein und Schnaps, Frauen und Motorräder, Skifahren, Gleitschirmfliegen… Und es gibt jede Menge Beckmesser und Sauertöpfe, die dagegen wettern und solche Sachen verbieten oder mit höheren Krankenkassenbeiträgen sanktionieren  möchten.  Das ist aber keine Lösung. Vielmehr  sollte man mit solchen Dingen ganz einfach verantwortungsvoll umgehen und sie ansonsten – genießen.

Read Full Post »


Egal ob man der Allianz oder der Horde angehört – es gibt wohl wenig, was der typische Azerothaner mehr hasst als Murlocs. Arakkoas vielleicht – oder auch Blutelfen. Jedem aufrechten Zwerg und jedem wackeren Ork stellen sich unweigerlich die Nackenhaare auf, wenn er ihr ekelhaftes Gegurgel hört. Andererseits kann es aber ganz lustig sein, einmal einen Murloc zu spielen…

Wenn auch nur zweidimensional - das Ambiente beim Murloc RPG ist stilecht

Wenn auch nur zweidimensional - das Ambiente beim Murloc RPG ist stilecht

Das kann man tatsächlich. Zwar nicht bei Blizzard höchstselbst, aber doch im eigenen Browser. Beim Murloc RPG ist die einzig mögliche Rasse die der Murlocs. Allerdings kann man immerhin zwischen vier Klassen wählen: Krieger, Priester, Schurke und Magier.

Selbstverständlich ist das Spiel wesentlich einfacher aufgebaut als World of Warcraft, denn in 15 MB kann natürlich lange nicht soviel Content untergebracht werden, wie in den mittlerweile weit über 10 Giga Code und Daten von WoW. Auch ist das Spiel nur zweidimensional, auch wenn das Ambiente vorbildgetreu ist.

murloc_game002

Das Kämpfen funktioniert so ähnlich wie in WoW, aber die Bedienung ist etwas anders

Der Spielablauf ist ganz ähnlich wie bei WoW: Man killt Mobs, erledigt Questen, bekommt Erfahrungspunkte und levelt. Allerdings ist alles viel einfacher, da das Spiel ja nur zweidimensional ist, gibt es nur Tasten für Links und Rechts. Immerhin kann man aber getötete Gegner looten, für Geld bei Händlern einkaufen und seinen Murloc ausrüsten.

Auch das Sterben und Wiederauferstehen ist zumindest optisch an das Original angelehnt

Auch das Sterben und Wiederauferstehen ist zumindest optisch an das Original angelehnt

Auch das Sterben und Wiederauferstehen geht ähnlich wie bei WoW. Jedochs muss man nicht zu seiner Leiche zurück rennen, sondern kann sich ohne irgendwelchen Abzüge beim Geistheiler wiederbeleben lassen.

Programmiert ist das ganze in Flash. Die Grafiken stammen vermutlich aus WoW; hoffentlich bekommt da nicht jemand Ärger mit Blizzard von wegen Copyright und so. Insgesamt erinnert das Spiel ein wenig an die Games aus den Days of Old als man am Schneider CPC und am C 64 zockte.

Falls das Spiel übrigens beim Laden in den Opera-Browser hängenbleibt (ist bei mir passiert): einfach mit dem Firefox spielen.

Link zum Spiel: Murloc RPG

Read Full Post »

Mächtige, oft magische Waffen spielen in der Welt der Fantasy eine große Rolle. Auch in der realen Welt des Mittelalters waren Waffen eine wichtige Sache und sollten möglichst von hoher Qualität sein. Der Spiegel berichtet über Schwerter aus einer zur Wikingerzeit sehr bekannte Schmiede, die sich gewissermaßen als Produktmarke etabliert hatte. Offenbar wurde diese Marke sogar gefälscht, was üble Folgen für den Besitzer eines solchen Plagiates haben konnte:

Wikinger fielen auf billige Schwert-Kopien herein

Wer sich übrigens für das reale Schmieden interessiert, findet auf meinem anderen Blog ein paar Informationen dazu.

Read Full Post »


Wer als Newbie in der Welt der Fantasy seinen ersten Roman liest, nimmt vielleicht die Stimmigkeit und Folgerichtigkeit der Orte, Dinge und Wesen in dem jeweiligen Universum als gegeben hin und macht sich keine weiteren Gedanken darüber. Bei näherem Hinsehen wird aber klar, dass eine solche Welt nicht von selbst entstehen kann, sondern – oft bis in die kleinsten Einzelheiten hinein – in aufwendiger Arbeit entwickelt wird.

Dass das Programmieren einer komplexen, virtuellen Welt wie etwa Azeroth, eine technische Meisterleistung ist, dürfte jedem klar sein. Doch schon die Konzeption einer solchen Spielwelt ist eien gewaltige Arbeit...

Dass das Programmieren einer komplexen, virtuellen Welt wie etwa Azeroth, eine technische Meisterleistung ist, dürfte jedem klar sein. Doch schon die Konzeption einer solchen Spielwelt ist eien gewaltige Arbeit...

Ein Schriftsteller, der eine Geschichte schreibt, die in seinem eigenen Umfeld spielt, hat es recht einfach: Er braucht quasi nur aus dem Fenster zu sehen, vor die Tür zu gehen oder auch nur in seinem eigenen Gedächtnis zu kramen, um Schauplätze, Requisiten, zeitgeschichtliche Personen und dergleichen zur Hand zu haben, die den Hintergrund seiner Handlung bilden. So ist es zum Beispiel für mich kein Problem, ein Jagdgeschichte zu schreiben, die in den Wäldern meiner Heimat und in der Jetztzeit spielt: Ich weiß, wie es z.B. auf dem Braunenberg aussieht, welche Autos Jäger fahren, welche Tiere es bei uns gibt, welche Jagdbräuche wir pflegen und was da alles noch realistisch geschildert werden muss, damit die Geschichte glaubwürdig wird.

Etwas schwerer hat es da bereits jemand, der eine Story erzählt, die sich in längst vergangenen Zeiten zugetragen haben soll. Er muss Quellen finden, aus denen er z.B. erfährt, wie die Stadt im Mittelalter ausgesehen hat, die den Schauplatz abgeben soll, was die Leute zu der jeweiligen Zeit für Kleider an hatten, wie man Feuer machte, was man aß, vieleicht auch, wie ein Gottesdienst oder eine Ratsversammlung ablief. Solche Dinge kann man aber durchaus recherchieren, genauso wie Dinge zu zeitgenössischen Geschichten, die außerhalb der persönlichen Lebenswelt des Autors liegen. Oft findet man ja auch in Büchern Danksagungen an die Fachleute und/oder Institutionen, bei denen sich der Autor Rat geholt hat.

Vollends schwierig wird es aber für den Autor einer Fantasy-Geschichte, die in einer teilweise oder sogar komplett fiktiven Welt spielt. Was die Schreiber von Geschichten, die in unserer realen Welt spielen, aus ihrer eigenen Erfahrung, von Fachleuten und aus der Sekundärliteratur erfahren können, muss sich ein Fantasy-Autor alles selbst ausdenken. Wenn er nicht auf eine bereits existierende Fantasy-Welt aufsetzen kann, muss er die Welt, in der seine Geschichte(n) spielen soll(en), komplett selbst erschaffen. Dabei muss er natürlich scharf aufpassen, dass sich keine Widersprüche einschleichen. Ich zum Beispiel würde mich fürchterlich daran stören, wenn der Tempel des Todes im ersten Band in den Drachenbergen, im fünften aber auf einmal in den Goblinsümpfen liegen würde.

Ein fast unverzichtbarer Bestandteil von Fantasy-Romane sind von alters her mehr oder weniger detaillierte Karten der Schauplätze. Sie dienen sicherlich nicht nur dem Leser zur Orientierung, sondern bereits beim Schreiben dem Autor als Hilfsmittel. Oft existiert aber noch weit ausführlicheres Material über die jeweilige Welt, selbst wenn es nicht veröffentlicht wird sondern nur dem Autor als Hilfsmittel dient. Oft geht dem Schreiben der ersten Geschichte in einer neuen Welt aber erst einmal die Entwicklung dieser Welt voraus.

Mittelerde: Werk eines Einzelkämpfers

John Ronald Reuel Tolkien, der Autor des Kleinen Hobbits und des Herrn der Ringe, hat seine Welt Mittelerde allein entwickelt. Er ging dabei im Grunde von einer Sprache aus, die er erfunden hatte und die die folgerichtig einen geschichtlichen, geographischen und ethnischen Hintergrund brauchte. So entstand Mittelerde, oder besser: das Tolkiensche Universum mit seiner Geographie, seiner Geschichte, seinen Völkern,  Mythen, Göttern und seinen Kulturen. Die bekannten Geschichten von Tolkien sind gewissermaßen nur die Spitze eines Eisbergs, ein kleiner Teil einer riesigen Welt, die Tolkien in seinem Kopf geschaffen hatte.

Von Tolkiens Schriften wurden zu seinen Lebzeiten nur der Kleine Hobbit und der Herr der Ringe veröffentlicht. Dies sind auch die einzigen, die ein halbwegs normaler Mensch lesen kann. Ich habe mich einmal am Silmarillion versucht und auch an den Nachrichten aus Mittelerde. Dabei schlich sich bei mir der Gedanke ein, dass Tolkien diese Sachen wohl bewusst nicht veröffentlicht hatte, da ihm klar war, dass niemand so etwas lesen könne. Nach seinem Tod muss wohl das Geschrei der Fan-Gemeinde nach mehr Stoff und/oder das Erwerbsbestreben seiner Erben dann wohl so groß gewesen sein, dass man doch den Nachlass verwertete und diese Dinge druckte.

J.R.R. Tolkien in jungen Jahren als Soldat (1916)

J.R.R. Tolkien in jungen Jahren als Soldat (1916)

Ich war übrigens nicht überrascht, als ich später in irgendwelchen Anmerkungen Tolkiens zum Herrn der Ringe genau das las, was ich mir selbst schon gedacht hatte: Tolkien hatte diese Dinge lediglich für sich selbst geschrieben;  ihm war klar, dass moderne Lesegewohnheiten mit diesen Texten nicht klarkommen konnten, die er im Stil von Epen und Sagas des nordischen Altertums verfasst hatte. Man muss sich also nicht schämen, wenn man mit dem Silmarillion nichts anfangen kann und darf trotzdem ein treuer Fan von Bilbo, Thorin, Frodo, Legolas, Gandalf und Co. sein.

Ein Stück weit ist Tolkiens Welt ja auch zum Maßstab der meisten aktuellen Fantasy-Welten geworden. Die grundsätzlichen Charakterzüge von Elfen und Zwergen etwa gehen auf ihn zurück, genauso wie die grundsätzlichen Dinge im typischen Berufsbild eines Zauberers und vieles mehr. Auch wenn sich manches verändert hat, wie die Orks etwa, die heute durchaus schon auch mal ganz annehmbare Zeitgenossen sein können.  Natürlich ist nicht alles in Tolkiens Universum auf seinem eigenen Mist gewachsen. Der Meister hat sich an bestehenden Mythen und Sagen orientiert, vor allem auch an deren traditionellen Formen.

Tolkiens Welt, zumindestens einen Teil davon gibt es mittlerweile auch als Computerwelt: Seit einiger Zeit ist ja „Herr der Ring Online“ auf dem Markt. Merh Infos zu diesem Spiel findet ihr übrigens auf der MMOG-Welt von Tobias.

Weltenbau im Teamwork

Dass ein einzelner eine derart komplexe Welt schafft, ist aber eher ungewöhnlich. Viele oder sogar die meisten der heute gängigen Fantasy-Welten sind in Zusammenarbeit mehrerer oder sogar vieler  Köpfe entstanden. Pen&Paper-Rollenspiele gibt es schonseit vielen Jahren und sie ermöglichten das virtuelle Erleben von Abenteuern schon lange bevor die Computertechnik so weit war, Welten wie etwa das Warcraft Universum dreidimensional und in Echtzeit darzustellen. Beim Spielen solcher Rollenspiele entstehen ständig neue Informationen über die jeweilige Welt und werden idealerweise schriftlich festgehalten. Wenn sich dann noch Leute darum kümmern, dass die Beschreibungen abgeglichen, zusammengefasst, gepflegt und allen Mitspielern zugänglich gemacht werden, kann sich eine sehr komplexe Welt entwicklen, die trotzdem in sich stimmig ist und keine allzu großen Widersprüche enthält.

Bei Pen&Paper-Rollenspielen entwickeln idealer Weise die Spieler die Spielwelt weiter

Bei Pen&Paper-Rollenspielen entwickeln idealerweise die Spieler die Spielwelt weiter

Bild: H20, lizensiert nach GNU FDL

Manchmal tun sich auch einzelne bei der gemeinschaftlichen Entwicklung einer solchen Welt besonders hervor. Bei den Vergessenen Reichen (Forgotten Realms) war das Ed Greenwood. Er schrieb als noch unbekannter Spieler Geschichten, die in Greyhawk, dem Vorläufer der Vergessenen Welten und Schauplatz von Dungeons&Dragons,  spielten und vor allem auch Szenarien. Dadurch wurde TSR, der Herausgeber von D&D auf ihn aufmerksam und er durfte maßgeblich bei der Entwicklung der Forgotten Realms mitwirken. Auch heute noch arbeitet er gelegentlich an den Vergessenen Reichen mit, die immer noch weiterentwickelt werden.

Eine sehr komplexe Spielwelt ist auch das Warcraft-Universum. Da Azeroth und die Scherbenwelt ja als dreidmensionale digitale Welt existieren, besitzen sie natürlich eine komplette Geographie. Wer World of Warcraft spielt und sich für die Hintergründe der Querelen interessiert, die Allianz und Horde miteinander und gemeinsam mit der Geißel und dem Brennenden Kreuzzug haben, kann sich aber auch hierüber umfassend informieren. Es existiert eine komplette Geschichtsschreibung, die man in virtuellen Büchern nachlesen kann. Diese Bücher liegen an allen möglichen Orten im Spiel  herum und können per Mausklick eingesehen werden. Wem das zu mühsam ist, der kann aber auch die kompletten Texte auf der WoW-Website im Zusammenhang lsen.

Natürlich bekommen die Leute bei Blizzard und anderen Firmen und Verlagen, die sich all diese Dinge ausdenken, dafür Geld. Trotzdem muss man aber die  Kreativität und Phantasie würdigen, die dazu nötig ist, sich ganze Welten auszudenken. Sauertöpfische Menschen könnten nun einwenden, dass all dieses Gehirnschmalz vielleicht besser verwendet wäre, wenn man damit „nützliche“ Dinge erfinden würde. Aber Kreativität lässt sich nun einmal nicht erzwingen und sicher auch nicht so ohne weiteres in bestimmte Bahnen lenken. Und schließlich ist es doch auch gut und wichtig, dass man Dinge erschafft, die keinen anderen Zweck haben, als Menschen zu erfreuen. Ansonsten wäre diese Welt doch wohl ein allzu öder Ort, oder?

Read Full Post »


Zwerg Drahtbart kennt sich aus

Zwerg Drahtbart kennt sich aus

Ein wichtige Rolle bei World of Warcraft spielt die Berufswahl. Sie entscheidet über Verdienstmöglichkeiten und auch über die Möglichkeiten, an besondere Ausrüstungsgegenstände zu kommen. Der Standard-Ratschlag lautet, einen zur Klasse passenden Hersteller- und den zugehörigen Sammelberuf zu lernen. Ist das aber immer die richtige Entscheidung?

Standard-Tipps zur Berufswahl…

Stoffies wird typischerweise empfohlen, entweder Schneider zu lernen oder Alchemie plus Kräuterkunde; der Standardberuf für Plattenrüster soll Schmied in Verbindung mit Bergmann sein und so weiter. Hauptsächlich geht es dabei darum, dass man sich hochwertige Ausrüstung selbst herstellen kann; bei der Alchemie für Stoffies aber auch darum, dass sie sich mit den für Manaklassen wichtigen Mana- und Intelligenztränken, aber auch mit Heil-, Gesundheits- und Rüstungstränken versorgen können.

Auf den ersten Blick scheint die Regel „zur Klasse passender Hersteller- plus zugehöriger Sammelberuf“ das Ei des Kolumbus zu sein. Tatsächlich hat sie aber einen erheblichen Haken, zumindest für einen Main- oder einzelnen Charakter.

… und ihre Tücken

In aller Regel braucht man nämlich, vor allem für hochwertige Gegenstände, nicht nur eine Art von Material. Geschmiedete Gegenstände zum Beispiel benötigen neben Metall sehr oft auch Stoff, Edelsteine oder Leder zu ihrer Herstellung. Stoff ist kein großes Problem, denn der droppt ja laufend beim Killen von Humanoiden. Schwieriger wird es bei den Edelsteinen, die man aber wenigstens noch ab und an beim Bergbau findet.

Wirklich problematisch wird es aber beim Leder, denn das droppt selten einmal und wird auch nicht oft in Truhen gefunden. Also bleibt nur der Kauf. Hier liegt jedoch der Hase im Pfeffer. Ein MainChar bzw. ein einzelner Charakter auf einem Server ist immer ein armer Hund. Er hat nämlich kein größeres Geschwister, das ihn sponsort und Schnorrerei bei Fremden („He, hat mal jemand etwas Gold für mich?“) ist das Gegenteil von Stil. Muss man nun für interessante Gegenstände Materialien zukaufen, wollen die dafür erforderlichen Moneten Kupfer für Kupfer sauer verdient sein.

Schneider, Verzauberer und Juwelier

In gewisser Weise stellen hier der Schneider und der Verzauberer Sonderfälle dar, denn beide brauchen keinen eigenen Sammelberuf. Der Schneider kann daher nebenher noch Kürschner sein, denn er braucht auch öfter mal Leder. Die verschiedenen Seiden, die ebenfalls öfter benötigt werden kommen aus Loots, die hin und wieder erforderlichen Edelsteine, Metalle und Verzauber-Reagenzien muss man halt kaufen.

Da man als Schneider aber lange nicht alles Leder benötigt, welches man erkürschnert, bleibt hier einiges zum Verkaufen übrig. Und das bringt Bares in die Kasse, wovon dann unter anderem die Kosten für weitere Zukaufmaterialien bestritten werden können.

Sammelberuf wie Bergbau sind recht lukrativ

Sammelberufe wie Bergbau sind recht lukrativ

Im Prinzip genauso fein heraus ist der Verzauberer: Sein Materialien erhält er durch das Entzaubern von Gegenständen, die ja als Drops immer wieder anfallen. Damit kann er wiederum andere Gegenstände verzaubern – oder die Mats verkaufen. Als Zweitberuf kann er dann einen lukrativen Sammelberuf ausüben.

In diesem Zusammenhang sollte man auch den Juwelier erwähnen. Er benötigt zwar einen Sammelberuf, den des Bergmanns nämlich, aber keine oder fast keine Materialien, die nicht aus dem Bergbau kommen und daher selbst beschafft werden können.

Sammelberufe

Eine gute Alternative für MainChars und einzige Charaktere besteht darin, einfach zwei Sammelberufe zu erlernen. Damit lässt sich jede Menge hartes Gold verdienen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Sammelberufe besteht auch darin, dass das Skillen billig ist. Zum einen braucht man keine Materialien und zum anderen lässt man nur immer dann Geld beim Lehrer, wenn man die nächste Ausbildungstufe erlernt.

Bis zur Stufe 60 levelt man ja mittlerweile in WoW recht flott und kommt eigentlich ganz gut mit den Ausrüstungsgegenständen aus, die man beim Tagesgeschäft lootet und als Questbelohnungen erhält. In der Scherbenwelt wird’s zwar schwieriger, dafür gibt es dann aber auch recht ansehnliche Questbelohnungen, die einen wirklich weiterbringen. Für Nordend gilt das gleiche, nur eben auf höherem Niveau: Hier wird es nochmal schwieriger, aber auch die Qualität der Questbelohnungen steigt.

Wenn man mit seinen Sammelberufen recht gut verdient, kann man sich ja durchaus schon mal das eine oder andere epische Stück aus dem Auktionshaus gönnen. Außerdem kann man durch den Besuch von Schlachtfeldern und Instanzen auch an episches Equip kommen, ohne dass man dafür Gold in die Hand nehmen oder selbst craften muss.

Auch wenn man sich später Twinks macht, ist es ein großer Vorteil wenn der MainChar zwei Sammelberufe hat. Wenn er entsprechend weit über den anderen Chars levelt, kann er ihnen ohne große Probleme die Materialien beschaffen, die sie zum Skillen in den zugehörigen Herstellerberufen benötigen. Weil die Twinks vom MainChar darüber hinaus auch mit Gold und gelooteten Items gesponsert werden können, leveln und skillen sie sich recht bequem.

Spezielles Equipment

Es gibt nun einige Items in WoW, die man für noch so viel Gold und einen noch so guten Ruf nicht bekommen kann: Das sind diejenigen Gegenstände, die gleich bei der Herstellung gebunden werden. Die können nämlich weder gekauft noch verkauft werden.

Wer unbedingt bestimmte Items, wie das Schießeisen S-Klasse haben möchte, muss eben den passenden Beruf wählen

Wer unbedingt bestimmte Items, wie das Schießeisen S-Klasse haben möchte, muss eben den passenden Beruf wählen

Ähnliches gilt für Gegenstände, die eine bestimmte Fertigkeit im Herstellerberuf erfordern, wenn man sie benutzen oder tragen will. Wer also unbedingt ein Ingenieurs-Flugmount oder die speziellen Waffen und Rüstungen der spezialisierten Schmiede haben will, muss eben in den sauren Apfel beißen und den mühsameren Weg mit einem Hersteller- und einem Sammelberuf gehen.

Oder er verschiebt den Erwerb dieser Gegenstände auf den ersten Twink, der dann vom MainChar unterstützt, wesentlich schneller skillt und levelt. Überhaupt ist es keine schlechte Idee, sich – Zeit und Lust vorausgesetzt – nach und nach ein komplettes Team mit allen Berufen aufzubauen. Und der MainChar mit zwei Sammelberufen ist hierfür eine prima Grundlage.

Ein paar grundsätzliche Infos zu den Berufen gibt es übrigens hier bei Tobias auf MMOG-Welt: Berufe in WoW

Read Full Post »

In den siebziger Jahren gab es schon einmal eine Folk-Welle. Teilweise puristisch, teilweise als Folk-Rock wie bei Ougenweide,  wurden alte Lieder und auch neue Kompositionen im mittelalterlichen Stil zum Vortrag gebracht. Mit Reenactment und Mittelaltermärkten wurde diese Art von Musik ein weiteres Mal recht populär. Eine der bekannteren Bands, die Streuner, haben sogar ein wirklich lustiges Lied über zehn Orks geschrieben, denen es recht übel ergeht. Die Ärmsten!

Von dem Lied gibt es bei YouTube einige Videos, eines der nettesten ist dieses hier:

Zehn Orks sennen wir gewesen…

Auch sonst machen die Jungs recht fetzige Musik, es lohnt sich also durchaus, mal einen Auftritt zu besuchen und/oder eine CD zu kaufen.

Read Full Post »

Sunhild Bronzebär aus Kharanos hat Liebeskummer. Ihr Freund Arrik Eisenriemen hat sie wegen einer Trollin verlassen.  Ersten habe er die Schnauze voll von kleinen, dicken Frauen und zweitens sei der Sex mit Trollinnen erheblich besser als mit Zwergenmädchen.

Am Boden zerstört beschließt Sunhild, sich zu besaufen. Sie geht also in den Gasthof Donnerbräu und bestellt sich eine Flasche Fusel aus Dunkelhain. Als sie damit fertig ist, kippt sie vom Stuhl. Die Zwerge in der Kneipe nutzen die Gunst der Stunde und machen sich alle nacheinander über Sunhild her. Am anderen Morgen kann sie sich an nichts erinnern; aber ihr Liebeskummer ist immer noch da. Also geht sie abends wieder ins Donnerbräu, bestellt sich ein Flasche Fusel aus Dunkelhain…

Am darauf folgenden Tag passiert noch einmal das gleiche.

Als am vierten Tag der Liebeskummer immer noch nicht weg ist, geht sie ein weiteres Mal in die Kneipe. Der Wirt begrüßt sie: „Na Sunhild, wieder eine Pulle vom Fusel aus Dunkelhain?“

„Nein,“ meint Sunhild, „gib mir heute lieber einen Henkelkrug voll Bourbon, von dem Dunkelhain-Fusel brennt mir am nächsten Tag immer so die Mumu!“

Read Full Post »


Mit Stan Nicholls „Orks“ hat das Buch „Die Rückkehr der Orks“ nichts zu tun, auch wenn der Leser die beiden Helden dieses Buch genauso ins Herz schließen wird, wie Stryker und seinen Haufen – allerdings auf eine andere Art und Weise. Michael Peinkofer hat nämlich ein herrliches Buch über zwei Orks geschrieben, die so blöd sind, dass man sie einfach mögen muss.

rueckkehrderorks

Balbok und Rammar sind zwei Brüder, aber zwei sehr verschiedene. Ihre Namen sind die Ork-Wörter für ihre herausragenden Eigenschaften: Der erste bedeutet soviel wie „dumm“ und der zweite „dick“. Das erinnert natürlich stark an Dick & Doof, wobei es in der Tat noch eine weitere Ähnlichkeit gibt: Sowie bei Laurel & Hardy hält sich der Dicke für furchtbar schlau, wobei er in Wirklichkeit noch viel dümmer ist als der Doofe.

Eine solche Konstellation muss natürlich zum Chaos führen. Die Geschichte beginnt damit, dass der Trupp, zu dem Balbok und Rammar gehören, ein Gefecht gegen einen Haufen Goblins hat und dieses verliert.  Die beiden sind die einzigen Überlebenden und müssten den Kopf des Anführers Girgas nach Hause bringen. Das orkische Ritual schreibt nämlich vor, dass daraus ein Schrumpfkopf gemacht wird. Nur so kann Girgas‘ nachtodliches Schicksal seinen vorgeschriebenen Gang gehen und er in Luraks Pfuhl gelangen, wo er ein Zeitalter lang verdaut und dann wieder ausgespuckt wird.

Dummerweise finden Balbok und Rammar zwar den Körper, nicht aber den Kopf ihres Anführers.  Offenbar haben die Goblins ihn mitgenommen und die beiden kehren ohne ihn heim. Der Häuptling ihres Dorfes ist darüber alles andere als erfreut und jagt die beiden los, den Kopf von den Goblins wieder zu beschaffen. Sollte ihnen das nicht gelingen, werden sie als Leichenschmaus für Girgas enden.

Die beiden Unglücksraben nehmen die Spur der Goblins auf, die sie in die Burg des Zauberers führt, welcher der Chef der kleinen Ekelpakete ist. Natürlich werden sie erwischt, denn das ganze war eine Falle. Mit dem Kopf als Faustpfand zwingt der Zauberer sie, für ihn einen wichtigen und gefährlichen Auftrag zu erfüllen.

„Die Rückkehr der Orks“ ist nicht nur urkomisch, sondern auch spannend, kein bloßer Klamauk, sondern ein echter Fantasy-Roman, der alles hat, was der Kenner sich von einem solchen wünscht. Nur dass man bei der Lektüre eben ständig ein Grinsen im Gesicht hat und oft genug laut lachen muss. Die Orks sind nämlich nicht die einzigen kaputten Typen, die dem Leser begegnen: Auch die Zwerge sind ziemlich heruntergekommen. Eine Strukturkrise hat sie ihrer Einnahmequelle beraubt, ihre Erzvorkommen sind erschöpft und billige Waffen aus dem Menschenland haben die zwergische Qualitätsarbeit vom Markt gedrängt. Jetzt müssen sich die stolzen Schmiede mit dubiosen Geschäften wie etwa Schmuggel über Wasser halten, was ihrem Selbstwertgefühl nicht gerade förderlich ist.

Für zusätzlichen Spaß beim Lesen sorgt auch ein besonders originelles Feature des Buchs: Es gibt eine kleine Grammatik und ein grundlegendes Vokabelverzeichnis des Orkischen, mit dessen Hilfe man die Kapitelüberschriften übersetzen kann, die in dieser Sprache gehalten sind. Außerdem gibt es noch ein Rezept für den echten orkischen Magenverstimmer, das Lieblingsessen der wilden Burschen. Da die Original-Zutaten wohl nur schwer erhältlich sind, hat der Autor auch gleich mit angegeben, durch was man sieersetzen kann: Goblindärme durch Wiener Würstchen, Maden durch Schrimps und so weiter.

Wer sowohl herzhaft lachen möchte als auch Wert auf stilechte Fantasy-Atmosphäre legt, ist mit diesem Buch bestens beraten. Aber auch wer sonst (noch) nicht so für das Genre zu haben ist, aber Sinn für skurrilen Humor hat, könnte hier durchaus auch auf seine Kosten kommen.

Michael Peinkofer
Die Rückkehr der Orks
Piper
ISBN 978-3-492-26650-5

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »