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Archive for 16. Februar 2009


Zwerg Drahtbart kennt sich aus

Zwerg Drahtbart kennt sich aus auf Azeroth

Für echte WoW-Cracks ist es natürlich ein alter Hut, dass der Nebenberuf „Erste Hilfe“ eine wichtige Rolle spielt. Man trifft aber immer wieder Anfänger, die das noch nicht wissen, und mancher wird Lvl 40, 50 oder sogar 60, ohne mitgekriegt zu haben, wie hilfreich die verschiedenen Verbände sein können.

Bei WoW gibt es außer der Instant-Wirkung von Heiltränken und den verschiedenen Möglichkeiten durch Klassenfähigkeiten selbst- oder fremdgeheilt zu werden zwei Methoden, verlorene Gesundheit wieder aufzutanken: Das Essen und das Heilen durch Verbände und Erste-Hilfe-Skill. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile.

Vor- und Nachteile von Essen und Verbänden

Essen kann man zwar beliebig oft und beliebig kurz hintereinander, aber nicht solange man sich im Kampf befindet. Mit Verbänden heilen kann man sich dagegen auch im Kampf, allerdings nur so lange man keinen Schaden erleidet. Die Heilung durch Verbände kanalisiert nämlich und wird abgebrochen, wenn der heilende Char Schaden erleidet. Eine weitere Beschränkung besteht darin, dass man nach der Heilung als „Frisch verbunden“ geflaggt ist und erst nach 60 Sekunden wieder mit einem Verband behandelt werden kann.

Im Gegensatz zum Essen kann man mit Erste Hilfe auch andere Chars heilen. Auch wenn das nur ein dürftiger Notbehelf im Vergleich zu den „richtigen“ Heilfähigkeiten der entsprechenden Klassen ist, hat es mit Sicherheit schon so manchen breiten Zwergenhintern und so manchen knackigen Orkmädchen-Popo gerettet. Und dass man als Sieger in einem Duell den unterlegenen Gegner anschließend anstandshalber heilt, braucht wohl nicht exra gesagt werden – und als Nichtheiler-Klasse geht das eben nur mit einem Verband.

Beschränkt möglich: Einsatz von Verbänden im Kampf

Besonders nützlich ist die Selbstheilung mit Verbänden, wenn man die auch im Kampf einsetzen kann. Dass können z.B. Schurken tun, indem sie den Gegner blenden und die kurze Pause nutzen, um sich zu verbinden. Selbst wenn der Gegner einen DOT drauf hat und die Blendung schnell wieder von ihm schwindet,  kann der Verband die paar Healthpoints bringen, die oft über Sieg oder Niderlage entscheiden. Auch der Jäger kann sich mit Verbänden heilen, wenn er sein Pet die Aggro ziehen lässt und Klassen mit Furcht- oder Lähmungszaubern können die dadurch gewonnenen Atempausen für einen schnellen Heal nutzen. Das ist sogar beim Priester nicht ganz sinnlos, denn durch das Heilen mit dem Verband spart er Mana.

Jäger können sich auch im Kampf mit Verbänden heilen

Jäger können sich auch im Kampf mit Verbänden heilen

Schnell gelernt

Das Skillen von Erste Hilfe ist kein großer Aufwand. Humanoide droppen häufig den für die Verbände erforderlichen Stoff. Zum Anfertigen der Verbände braucht man weder ein besonderes Werkzeug (wie etwa für das Kürschnern das Messer) noch eine besondere Einrichtung (wie etwa der Koch ein Feuer). Man kann praktisch zu jeder Zeit und an jedem Ort seine Stoffvorräte in die entsprechenden Verbände verwandeln. Die einschlägigen Lehrer für die niedrigeren Weihen des Ersthelfers stehen außer in den Hauptstädten auch in den Anfangsgebieten, so dass man bequem beim Besuch der Händler und anderen Lehrer die nächste Stufe der ersten Hilfe bzw. den nächsthöheren Verband erlernen kann, wenn der Skill jeweils entsprechend groß geworden ist.

Bei den Lehrern kann man bis zum Gesellen und dem Seidenverband schulen, dann muss man sich Bücher kaufen, wobei einem der Lehrer sagt, wo sie zu erhalten sind: In Burg Stromgarde für die Allis und in Brackenwall für die Hordler. Für den Fachmann muss man in der Burg von Theramore bzw. in Hammerfall eine Quest erledigen (ab Lvl 35 anzunehmen), die etwas nervig ist, weil man nie recht weiß warum sie jetzt schon wieder fehlgeschlagen ist. Spätestens nach einigen Versuchen klappt sie aber doch und man kann dann die restlichen Verbände bis zum schweren Runenstoffverband bei diesen Questgebern umsonst erlernen, wenn man den jeweiligen Skill erreicht hat.

Um über Skill 300 hinaus zu lernen, braucht es wieder ein Buch, welches man im Tempel von Telhamat kaufen kann, genauso wie die Rezepte für den gewöhnlichen und den schweren Netherstoffverband. Ab Skill 350 kann man die höchste Stufe erlernen und zwar bei den Erste-Hilfe-Lehrern in den jeweiligen Ankunftsgebieten von Allianz und Horde in Nordend. Hier lernt man auch den Frosstoffverband.

Die Fertigkeit zum Herstellen des schweren Froststoffverbandes kann man übrigens nicht bei einem Händler oder Lehrer erwerben. Das Handbuch dazu ist ein Drop. Man muss also Glück haben und es in Nordend looten – oder eben zusehen, dass man es im AH oder im freien Handel kaufen kann.

Gegengifte

Neben den Verbänden gibt es auch noch Gegengifte, die Gifteffekte heilen können, wie man sie sich z.B. von Spinnen oder Skorpiden einfangen kann. Man benötigt dafür Giftbeutel in verschiedenen Stufen, die man als Drop bekommt. Das einfache Gegengift kann man beim Lehrer erlernen, es hilft aber nur bis Stufe 25. Das Rezept für das starke Gegengift (bis Lvl 35) ist ein Drop und das für das mächtige Gegengift (bis Lvl 60) kann man bei der Argentumdämmerung kaufen, wenn einem diese Leute wohlwohlend gesonnen sind.

Offenbar sind die Gegengifte bei den Spielern nicht besonders gut angekommen, denn über höhere Stufen der Gegengifte ist nichts bekannt. Es sind also mit BC und WOTLK offensichtlich keine dazu gekommen. Auch bei den Chars bis Lvl 60 spielen Gegengifte anscheinend keine große Rolle, denn andernfalls wären die dafür erforderlichen Giftbeutel eine gefragte Ware. Wenn es sich auch nicht lohnt, sich extra für die Gegengifte krumm zu machen, sollte man das einfache Gegengift doch lernen. Die Giftbeutel droppen z.B. bei den Spinnen im Dämmerwald recht oft. Das Gegengift ist zwar nichts, was man unbedingt braucht, aber wenn man welches dabei hat ist es nicht schlecht und schließlich bringt das Herstellen ja auch Skillpunkte.

Nachsitzen in Erste Hilfe

Auch wer schon „groß“ ist, braucht nicht zu verzweifeln, wenn er die Erste Hilfe vernachlässigt hat: Man kann diese Fähigkeit ohne großen Aufwand nachlernen.  Ein kleiner Spaziergang durch den Wald von Elwynn, Westfall und den Dämmerwald z.B. bei denen man jeweils mittlere Blutbäder unter den örtlichen humanoiden Mobs anrichtet ist mit einem Lvl 40 schnell absolviert und bringt genug Leinen-, Woll- und Seidenstoff um bis 150 zu skillen. Auch der Besuch in Stromgarde bzw. Brackenwall ist auf diesem Level kein Problem. Nach dem Besuch des Questgebers für die Fachmann-Stufe kann man dann gleich mit dem Questen in den jeweiligen Gebieten weitermachen oder ins nächsthöhere Gebiet weiterreisen, wenn man hier bereits durch ist.

Warum aber versäumen Anfänger öfter die Ausbildung in Erster Hilfe? Nun, WoW ist ein recht komplexes Spiel und man kann als kompletter Newbie nicht gleich alles bis ins letzte kapieren. Vor allem hat man am Anfang auch kaum Probleme mit der Gesundheits- und Manaregeneration, denn beide füllen sich bei Low-Level-Chars noch recht schnell von selbst auf. Auch Essen, Trinken, Heil- und Manatränke spielen hier noch keine sogroße Rolle.

Wenn man dann später immer mehr auf den Gesundheits- und Manahaushalt achten muss, wird man sich mit den Möglichkeiten befassen, diese zu optimieren. In Bezug auf die Gesundheitspunkte rückt dann eben auch die Erste Hilfe ins Blickfeld. Schlimm ist das aber nicht, denn wie bereits erwähnt, ist das Nachskillen überhaupt keine aufwendige Sache.

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